5 Tipps für eine Top-Performance bei AdWords 2014

AdWords

„Im neuen Jahr werde ich noch mehr aus meinen AdWords Kampagnen rausholen!“

Wenn das Ihr guter Vorsatz ist, dann sollte der schnell erfüllbar sein. Denn diese 5 Tipps helfen genau dabei. Bei den Tipps handelt es sich um Erfahrungen aus AdWords Accounts, die wir übernommen haben. In vielen wurden diese Möglichkeiten nicht genutzt. Durch die gezielte Anwendung konnte in den meisten Fällen die Performance deutlich gesteigert werden.

 

1. Remarketing und Remarketing for Search einsetzen

Remarketing sollte eigentlich in nahezu jedem Account schon integriert sein. Die Möglichkeit, im Display Netzwerk Besucher der eigenen Seite(n) noch einmal gezielt anzusprechen, ist schon länger verfügbar bei AdWords. Remarketing kann effektiv für unterschiedliche Ziele eingesetzt werden:

1) Kaufabbrecher erneut ansprechen

2) Marke in Erinnerung rufen und so die Brand-Suchen verstärken

3) Käufern zusätzliche Produkte anbieten

4) Besucher eines Facebook Tabs ansprechen

5) Negatives Remarketing, um Käufer gezielt NICHT noch einmal im Display Netzwerk zu kontaktieren

6) …

Neuer ist die Möglichkeit, Remarketing for Search einzusetzen. Dabei werden die Anzeigen in der Suche nur bei Mitgliedern einer vorher ausgewählten Remarketing Liste ausgeliefert. Das fantastische daran ist, dass so generische Keywords, die sonst zu teuer sind, rentabel eingesetzt werden können. Sowohl die Klick-, als auch Conversion-Raten sind bei Anzeigen im Vergleich zur Suche ohne Remarketing, meistens deutlich besser. Der Anstieg der Klickrate hat zusätzlich den großen Vorteil, dass die Kosten pro Klick im Vergleich sinken.

 

2. Erweiterte Sitelinks einsetzen

AdWords Sitelinks sind schon lange verfügbar. Anfangs nur auf Kampagnen-Ebene, inzwischen auch separat für Anzeigengruppen. Der Einsatz von Sitelinks ist in der Regel hilfreich, da eine größere Aufmerksamkeit auf die eigenen Anzeigen gelenkt werden kann und so die CTR verbessert wird. Zusätzlich bieten Sitelinks bei generischen Suchanfragen die Möglichkeit, Nutzer direkt auf ein spezielleres Unterthema zu lenken.

Seit kurzem ist es jetzt auch möglich, erklärende Texte zu ergänzen:

 

So ist es möglich, deutlich mehr Platz in den Suchergebnissen zu belegen und so mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. Die zusätzlichen Texte können auch als Filter oder Richtungsweiser für Nutzer eingesetzt werden.

Anleitung zur Einrichtung hier.

Der Einsatz von Sitelinks und deren Performance fließt seit Oktober laut Google auch deutlich stärker in die Berechnung des Ad Ranks ein (Blogartikel hier). Der Ad Rank ist für die Platzierung in den Anzeigen sowie den tatsächlichen CPC verantwortlich.

Aus diesem Grund sollte der Einsatz erweiterter Sitelinks ganz oben auf der Agenda für 2014 stehen!

 

3. Mobile Landingpages einsetzen

Es sollte jeder mitbekommen haben, dass der Anteil an mobilem Traffic steigt. Nicht bei allen Themen und Accounts in gleichem Maße, aber insgesamt ist ein deutliches Wachstum sichtbar. Und dabei handelt es sich nicht um ein Phänomen, das wieder verschwindet.

Immer wieder stoßen wir in Accounts auf die gleichen zwei Reaktionen auf die Entwicklung:

1)      Ignorieren: Einfach den Mobile Traffic so mitnehmen, egal ob der funktioniert oder nicht.

2)      Resignieren: Mobile Traffic funktioniert nicht, also alle Gebote auf -100%.

Variante 1 wird auf Dauer Geld verbrennen und die Performance des gesamten Accounts drastisch verschlechtern. Bei einem wachsenden Mobile Anteil kann so der gesamte Account unrentabel werden.

Variante 2 sorgt zwar dafür, dass der rentable Desktop und Tablet Traffic die Account Performance hoch hält, ist aber zu kurz gedacht. Denn bei einem wachsenden Mobile Anteil führt es dazu, dass das Potential an rentablem Traffic sinken kann. Und auf einmal wird festgestellt, dass der ganze AdWords Kanal früher irgendwie besser lief.

Deshalb: Es ist 5 vor 12, eine Strategie für den mobilen Traffic zu entwickeln. Aktuell ist in den meisten Fällen das Volumen groß genug, um schnell und effizient zu testen. Aber gleichzeitig besteht noch keine Abhängigkeit, dass alles perfekt funktioniert. Mit dem Rücken zur Wand, wenn der Desktop Traffic abnimmt, wird die Situation unangenehmer.

Nutzen Sie 2014 um Landingapges zu testen, die Moblie AdWords für Sie rentabel machen.

 

4. Conversion Rate Optimierung

Eine Landingpage ist niemals fertig. Inzwischen ist wahrscheinlich überall schon angekommen, dass man da eine Menge rausholen und so bei steigendem Wettbewerb die AdWords Kampagnen rentabel halten kann.

Um sinnvolle Tests auf Landingapges zur Conversion Rate Optimierung aufzubauen muss man weder ein Genie, noch eine Designer oder Programmierer sein. Denn oft sind es kleine Dinge, die den Unterschied ausmachen. (Beispiel weiter unten)

Wichtig ist im ersten Schritt, dass ein Plan aufgestellt wird, was warum getestet wird.

Das häufigste Problem, über das wir stolpern ist, dass kein logischer Fluss zwischen Suchanfrage, Anzeigentext und Landingpage-Einstieg besteht. Das herzustellen bedarf oft nur einer kleinen Anpassung der Headline.

Um schnell und einfach zu testen, ohne jedes Mal die Technik ans Werk zu schicken, bietet sich der Einsatz von Tools wie dem Visual Website Optimizer oder Optimizely an. Diese haben einen WYSIWYG Editor (What You See Is What You Get), mit dem Änderungen auf der Seite gemacht werden können, ohne jedes Mal im Quelltext zu arbeiten. Insbesondere Text-Änderungen können so schnell getestet werden.

Ein weiterer Vorteil dieser Tools ist, dass unterschiedliche Landingpages getestet werden können, ohne die Anzeigen im Account zu duplizieren. Es wird weiter nur eine URL eingebunden und über diese die unterschiedlichen Variationen ausgeliefert. Das ist praktisch weil es Arbeit erspart. Aber auch wichtig, da Google trotz der entsprechenden Einstellung die Anzeigen nicht immer gleichverteilt ausliefert und so Ergebnisse verzerrt.

Wie erfolgreich ein kleiner Test mit wenig Aufwand sein kann, zeigt das folgende Beispiel eines Tests, den wir vor kurzem durchgeführt haben:

Button-Test

Hier wurde nur im Button ein einziges Wort ausgetauscht.

 

5. Display Targetings nutzen

In den letzten Jahren hat sich extrem viel bei den Ausrichtungsmöglichkeiten im Display Netzwerk getan. Diese werden aber sehr oft gar nicht, kaum oder nicht optimal genutzt.

Hier eine Übersicht über die unterschiedlichen Möglichkeiten:

1)      Keywords / Kontext-Targeting: Die Keywords, die in der Suche am besten funktionieren einfach in eine Kontext Kampagne einsetzen und testen. Inzwischen weist Google die Performance auch auf Keyword-Ebene aus, nicht wie bisher nur auf Anzeigengruppe, bzw. Placement.

2)      Placement Kampagne: Die erfolgreichsten Placements einer Keyword bezogenen Display Kampagne in eine separate Kampagne umziehen und dort gezielt auf Seiten, und auch Unterseiten bieten. Hierzu unbedingt den Placement-Report nutzen, ähnlich den tatsächlichen Suchanfragen bei der Such-Kampagne. Und natürlich neue Placements mit dem entsprechenden Google-Tool suchen.

3)      Interessenskategorien: Die Auslieferung basiert hier auf Nutzerprofilen. Die Anzeigen werden entsprechend den vermeintlichen Interessen angezeigt.

4)      Themen: Die Technik bei den Themen ist ähnlich der bei den Interessenskategorien. Allerdings erfolgt die Auslieferung auf Basis der Website-Themen, nicht der Nutzerinteressen.

5)      Geographische Ausrichtung: Auch deutsche Nutzer bewegen sich auf englischsprachigen Websites, insbesondere im B2B Kontext. Nutzer dort gezielt anzusprechen kann daher extrem sinnvoll sein.

6)      Demographische Ausrichtung: Betrachtet man die Performance von Kampagnen von unterschiedlichen Altersgruppen im Display Netzwerk, tauchen oft gravierende Unterschiede auf. Auf diese sollte mit dem gezielten Einsatz von entsprechenden Targetings reagiert werden. Gleiches gilt bei Geschlechtern.

7)      Remarkting: Darüber ist oben schon alles gesagt worden. Pflicht!

Testen Sie die Möglichkeiten in unterschiedlichen Kampagnen um herauszufinden, welche Wege funktionieren. Auch die Kombination von Targetings (Keywords und Placements) kann Sinn machen. Wichtig ist auch der Test von Anzeigen und Bannern. Banner haben in einigen Fällen die bessere CTR, aber eine deutlich schlechtere Conversion-Rate.

                                        

2014 wird super. Zumindest was Ihre Google AdWords Performance angeht. Ich hoffe, die 5 Tipps können Ihnen dabei helfen. Viel Erfolg!

 

 

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