61 Tipps für bessere Search Kampagnen – (Recap SMX München 2015)

AdWords

Eine grandiose Konferenz mit unglaublich viel Input. Hier meine wichtigsten Erkenntnisse, wenig überraschen mit dem Fokus auf Google AdWords.

 

Keynote Rand Fishkin (Präsentation hier zum Download)

  1. Alle nutzen den Google Keyword Planner, daher benutzen auch alle die gleichen Keywords. Wichtig: Alternative Ideen finden.
  2. Google Suggest Vorschläge haben ein großes Suchvolumen, das im Keyword Planner aber nicht berücksichtigt wird. Empfehlung: Suggest Keywords nutzen. Wir verwenden dazu die Seite  www.ubersuggest.org
  3. Verwandte Suchanfragen von Google als Keywords nutzen (am Ende der Suchergebnisseite). Auch diese Daten werden von Google bei der Ausweisung des Suchvolumens nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für Google Correlate http://www.google.com/trends/correlate
  4. Nicht-skalierbares Marketing kann unglaublich erfolgreich sein, da es individuell ist. Z. B. eine persönliche Mail vom CEO eines Unternehmens. Auch hier kann mit Textbausteinen gearbeitet werden, aber eine persönliche Komponente darf nicht fehlen.
  5. Bester Input zum Thema Content-Marketing: Mark Traphagen
  6. Bilder sind vertrauenswürdiger: Words are arguments, visuals are facts.
  7. Im Such-Funnel oben ansetzen, denn dort ist weniger Wettbewerb. Das gleiche Thema hat auch Karl Kratz behandelt und hier findet ihr ein Video aus dem letzten Jahr von einem Vortrag von mir, wo ich ebenfalls ein Plädoyer dafür halte
  8. Mobile first verstehen? Tinder anschauen.
  9. Brand: In Marken investieren ist wichtig. Der ROI ist zwar nicht direkt messbar, durch Googles Priorisierung von Marken aber entscheidend für dauerhaften Erfolg.
  10.  

    Oliver Zenglein: Google Shopping

  11. Die Bilder für Shopping optimieren, da inzwischen die Preise in das Bild eingespielt werden und z. T. die Produkte überdecken.
  12. Grundsätzlich: Bilder auf weißem Hintergrund verwenden.
  13. Versandkosten reduzieren: Hinweis auf niedrige oder gar keine Versandkosten kann die CTR dramatisch steigern.
  14. Tool Empfehlungen für die Feed-Pflege: Products Up http://productsup.io/  (wurde auch mit dem SEMY Award für das hilfreichste SEA Tool ausgezeichnet) und SuQuero.
  15. Hohe Priorität für Produkte im Feed schlägt in der Auktion den Ad Rank.
  16. Gute Tipps zur Strukturierung der Kampagnen auch hier von Martin Röttgerding, auf die sich auch Oliver Zenglein berufen hat: www.ppc-epiphany.com
  17. Produktbewertungen (nicht Händler-Bewertungen) bei Google Shopping sind in der Beta Phase: Erste Tests laufen, Anmeldung dazu findet ihr hier Anmeldung Google Produktbewertung
  18. Mobile Shopping hat gigantische Klickraten: Shop-Optimierung ist aber entscheidend für den Erfolg
  19.  

    Evert Veldhuijzen: AdWords API + Scripts

  20. Die AdWords API bietet unfassbar viele Möglichkeiten, Kampagnen zu automatisieren und zu überwachen. Einen ganzen Berg an Ideen und Möglichkeiten findet ihr u. a. im Forum von Google: Google API Forum
  21. Die AdWords API bietet deutlich mehr Möglichkeiten als Scripts, ist aber auch wesentlich komplexer.
  22. Über die API lassen sich Benachrichtigungen realisieren, wenn z. B.
    • das Budget eingeschränkt ist
    • sich die Impressions deutlich erhöhen oder verringern
    • die Conversion-Daten sich stark ändern
  23. Push-Nachrichten auf Smartphones mit Hilfe von prowlapp oder notifymyandroid. Skript-Download unter www.netlead.de/smxmuenchen2015
  24. Fertige Report-Vorlagen von Google für die API: API Reports
  25. Erfolgreich: Automation auf Basis des Wetters, da bei Regen die Conversion Rates oft besser sind.
  26. Upgradet URLs schon jetzt einsetzen (ab 01.07. Pflicht von Google): Upgradet URLs
  27.  

    Mein eigener Vortrag im Bootcamp: AdWords Checkliste für Einsteiger

  28. AdWords Kampagnen-Einstellungen: Auf keinen Fall Standard-Funktion, sondern immer „Alle Funktionen“ verwenden, da sonst u. a. folgende Einschränkungen bestehen:
    • Keine Anzeigenerweiterungen
    • Keine Steuerung der Anzeigenrotation (automatisch auf Klicks optimiert)
    • Keine Steuerung der Werbezeiten
    • Keine dynamischen Suchanzeigen
  29. Anzeigengruppen-Struktur: So granular wie möglich, damit zu jeder Suche die perfekt passende Anzeige ausgeliefert werden kann.
  30. Den roten Faden beachten: Die Nutzer-Intention bei der Suche aufgreifen und den Nutzer an die Hand nehmen, damit ein perfekte Such-Erlebnis gewährleistet wird. Der rote Faden erstreckt sich über:
    • Suchintention
    • Eingegebener Suchbegriff
    • Gebuchtes Keyword
    • Anzeigentext
    • Headline auf Ziel URL
    • Einstieg der Landingpage
    • Call to Action

    Nur wenn die Call to Action die Suchintention trifft, ist die Conversion Rate super.

  31. Troubleshooting bei geringer Conversion-Rate:
    • Tatsächliche Suchanfragen analysieren
    • Roten Faden (s. Punkt 27) prüfen
    • Analytics Daten auf Absprungquoten prüfen
    • Keyword isolieren und gezielt optimieren
  32. Troubleshooting bei schlechtem Qualitätsfaktor:
    • Qualitätsfaktor Overlay prüfen
    • Schlechte CTR: Serps betrachten, ob ggf. Universal Search Ergebnisse relevanter
    • Roten Faden und Absprungdaten prüfen
    • Keywords isolieren und Anzeigentexte testen
  33. Praktische Tools
  34.  

    Martin Röttgerding: AdWords Checkliste für Einsteiger

    Im zweiten Teil des Einsteiger Bootcamps geht Martin auf Neuerungen bei AdWords ein:

  35. Neue Anzeigenerweiterungen:
    • Callouts
    • Bewertungserweiterungen (müssen durch unabhängigen Dritten sein)
  36. Echtzeit-Anzeigen testen:
    • Dynamische Zusammenstellung der Anzeigen in Echtzeit
    • Empfohlen via API oder Skript (s. 24. Vortrag von Evert)
  37. Suchnetzwerk mit Display-Auswahl testen: Kann ein paar Prozent mehr Conversion zu ein paar weniger Prozent Kosten erreichen. Allerdings kein großer Hebel.
  38. „Nur Anrufe“ Kampagnen: Reine Smartphone Kampagnen, bei denen keine Zielseite, sondern nur eine Telefonnummer hinterlegt wird.
  39. Dynamisches Remarketing jetzt auch für Non-Shop Kampagnen möglich. Unbedingt testen.
  40. Qualitätsfaktor Optimierung – Klare Empfehlung: Anzeigen auf Klickrate trimmen, da so Googles Geschäftsmodell funktioniert und entsprechend wird Google das auch honorieren.
  41.  

    Karl Kratz: Persona Based Keyword Strategien

  42. Rückwärtsbetrachtung der Nutzer-Motivation: Was hat den Nutzer angetrieben zu suchen, welches Ereignis hat stattgefunden. Diese Betrachtung führt zur Entdeckung günstiger Keywords ohne Konkurrenz.
  43. Nicht die gleichen Keywords verwenden wie alle anderen (s. Rand Fishkin). Lieber ungewöhnliche, die aber exakt dem Leidensdruck entsprechen („Arzt findet nichts“ oder Fehlercodes von Servern um Admins zu erreichen).
  44. SMX Zitat-Highlight in dem Zuge: „Seid ihr Consultants oder habt ihr es drauf?“

  45. Bei jeder Kampagne die Frage stellen: Was treibt meine Kunden an? (s. roter Faden unter Punkt 27)
  46.  

    Behshad Behzadi: Keynote zur Google Sprachsuche

  47. Sprachsuchen werden im Vergleich zu Textsuchen in ganzen Sätzen formuliert.
  48. Google Sprachsuche ist selbstlernend und bezieht sehr stark die vorherigen Suchanfragen mit ein. Beispiel-Video zur Sprachsuche
  49. Die Verknüpfung von Sprachsuche und Standort wird besser: Vor einer Kirche stehend fragen, wie die Kirche heißt, funktioniert.
  50. Verknüpfung aller Google Apps mit Sprachsteuerung wird kontinuierlich weiterentwickelt.
  51. Domink Johnson: SEM in Russland mit Yandex

    Sponsored Track, daher ggf. Mit Vorsicht zu genießen…

  52. Empfehlung: Einfach AdWords Kampagnen 1:1 übersetzen um schnell und unkompliziert zu starten.
  53. Yandex Browser ist in Russland weit verbreitet und übersetzt Websites automatisch in Russisch. Dadurch ist für den Start keine separate russische Seite notwendig.
  54. Wettbewerbsrecht ist in Russland entspannter: Kopieren von Anzeigentexten der Wettbewerber ist erlaubt.
  55. Infos über Märkte herausfinden: Global Market Finder
  56.  

    Brad Geddes: B2B Marketing

  57. Lead Generierung statt direkter Verkäufe sinnvoller bei den meisten Produkten.
  58. B2B Landingpages sind oft zu textlastig und nicht auf die Nutzerintention fokussiert.
  59. Problem: Suchen die B2B und B2C sein können. Empfehlung: Erstellung eines Rasters mit der Einordnung aller Keywords in B2B, B2C und beides. Zum Start nur die Keywords verwenden, die rein B2B sind. Anschließend ausweiten auf B2B & B2C.
  60. Wichtig ist, den kompletten Sales Funnel von der ersten Anfrage bis zum Abschluss zu verstehen und zu messen. Beispiel:
    • Klick auf Landingapge
    • Download Whitepaper gegen E-Mail Adresse
    • E-Mail Marketing mit Einladung zum Webinar
    • Teilnahme Webinar
    • Telefonat mit Ansprechpartner
    • Verkauf

    Daten an Google zurückspielen, um auf Keyword-Ebene analysieren zu können.

  61. Ausschließende Keywords zum Filtern von B2C Suchern wichtig.
  62. Sitelinks verwenden zur Segmentierung von Unternehmensgrößen: Angebote für
    • KMUs
    • Mittelsand
    • Konzern
    • Individual-Lösungen
  63. Bei kleinem Volumen: Anzeigentests der zweiten und dritten Zeile über den gesamten Account und nicht nur in einer einzelnen Anzeigengruppe.
  64. Mobile optimierte Seiten auch im B2B Bereich einsetzen.
  65. Keywords mit Vergleichen sind sehr gut für B2B geeignet.
  66. Kurze Formulare verwenden, auch wenn das den Sales-Mitarbeitern nicht schmeckt. Lieber mehrstufige Formulare als zu lange.
  67.  

    Dr. Martin Schirmbacher: Suche und Recht

  68. Nach einer Unterlassungserklärung ist der Broad Match sehr riskant, da Google hier sehr, sehr breit ausliefern kann.
  69. Brand Bidding ist grundsätzlich weiterhin erlaubt, so lange nicht einem durchschnittlich informierten Nutzer suggeriert wird, dass es sich um den Markeninhaber handelt. Allerdings sind die Urteile in dem Zuge nicht eindeutig und werden über Jahre von einem Gericht zum anderen verwiesen.
  70. Keine Irreführung erlaubt („Taxi“ in Anzeige von My Driver, Rabatte in Anzeigen müssen stimmen)
  71. Preissuchmaschinen und Plattformen wie ebay haften für Markenverstöße, wenn sie ihnen bekannt sind.
  72.  

    Fazit: Tolle Veranstaltung mit super viel Input, hochwertigen Vorträgen und ganz viel Familien-Treffen zwischen den Sessions. Nächstes Jahr wieder.

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