Abgelehnte Anzeigen in Google AdWords – Welche Gründe gibt es und was ist zu tun?

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Nicht nur die beschränkte Zeichenanzahl in Anzeigen macht Kampagnen-Managern Probleme – auch die Google Richtlinien erleichtern das Texten von kreativen und performancestarken Anzeigen nicht wirklich.

Wenn eine Anzeige dann von Google abgelehnt wird, kann das unterschiedliche Gründe haben. Schauen Sie welcher Grund bei Ihrer Anzeige zur Ablehnung geführt hat. Dazu müssen Sie in der Anzeigen-Ansicht in der Spalte „Status“ die Maus auf die weiße Sprechblase führen, es öffnet sich ein kleines Pop-Up mit einem Anzeigenbericht.

Abgelehnte Anzeigen bei Google AdWordsAnzeigen abgelehnt adwordsMögliche Gründe für eine Ablehnung und was Sie nun tun sollten:

  • Anzeige abgelehnt, da sie einen markenrechtlich geschützten Begriff enthält

Häufig können neue Textanzeigen garnicht gespeichert werden, wenn das Problem vorliegt. Aber auch nach Freigabe ist eine nachträgliche Ablehnung möglich.
Viel tun können Sie dagegen nicht. Entweder muss eine Autorisierung durch den Markeninhaber erfolgen, sie umschreiben ihre Formulierung oder versuchen es mit „falschen“ Schreibweisen.
Die Autorisierung ist meist utopisch, da große Marken sich Ihre Partner aussuchen und ein erfolgreiches Verfahren schon meist an der fehlenden Antwort scheitert. Umschreibungen hingegen können ihre CTR verschlechtern und Rechtschreibfehler sehen meistens nicht schick aus. Hier heißt es testen worauf Ihre Zielgruppe am ehesten reagiert.

 

  • Anzeige abgelehnt, angezeigte URL und Ziel URL stimmen nicht überein

Die Ziel-URL und die angezeigte URL müssen gleich sein. Zwar dürfen in der angezeigten URL Zeichen entfernt oder „Sub-Domains“ ergänzt werden, aber die Hauptdomain muss gleich sein.
Wenn die Ziel-URL extra.beispiel.de/lp/version1234/index.html muss in der angezeigten URL immer diese Domain enthalten sein. Ob sie jetzt tipps.beispiel.de oder beispiele.de/tipps daraus machen, bleibt Ihnen überlassen.
Passen Sie daher in diesem Fall die angezeigte URL an die Ziel-URL an.

 

  • Anzeige abgelehnt, eine Domain für die URL pro Anzeigengruppe

Sie dürfen pro Anzeigengruppe nur eine Ziel-URL haben, Subdomains spielen dabei keine Rolle. Sie möchten gerne 2 Landingpages über Google testen und möchten dies in einer Anzeigengruppe tun um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen. Die Seiten liegen aber auf 2 unterschiedlichen Domains also auf marketingfire.de und auf beispiel.de. Das ist in AdWords nicht möglich.
Kopieren Sie eine der Seiten auf eine Subdomain oder in einen extra Ordner, sodass beide Varianten auf der gleichen Domain liegen. Alternativ können Sie auch ein Testing-Tool nutzen, das URL-Tests erlaubt, bspw. der Visual Website Optimizer.

 

  • Anzeige abgelehnt, benutzte Begriffe, die gegen Richtlinien verstoßen

Es gibt von Google definierte Begriffe die nicht erlaubt sind oder einer Sondergenehmigung bedürfen. Wenn Sie einen dieser Begriffe verwenden, kann ihre Anzeige entweder garnicht erst gespeichert werden oder ihre Anzeige wird abgelehnt. Wenn Sie den Begriff in einem anderen Zusammenhang nutzen, können Sie eine Ausnahme beantragen. Beispielsweise das Wort „Rezept“ hier brauchen Sie eine Apotheken-Zertifizierung. Wenn Sie aber das Wort in Zusammenhang mit Kochrezepten benutzen können Sie eine Ausnahme beantragen, indem Sie in dem sich öffnenden Bereich den Haken bei „Ausnahme beantragen“ setzen.

Google AdWords Ausnahme beantragen

 

  • Anzeige abgelehnt, wegen genutzter Großschreibung

Wenn Sie Wörter in Anzeigen groß schreiben, weil Sie entweder mehr Aufmerksamkeit erzielen wollen oder Sie vielleicht auch einfach Ihren Firmennamen logo-getreu in Großbuchstaben abbilden wollen, werden diese Anzeigen meist abgelehnt.
Hier können Sie nur die Großbuchstaben rausnehmen damit ihre Anzeige freigegeben wird.

 

  • Anzeige abgelehnt, wegen unnötiger Zeichennutzung !“+ »

Eine Anzeige mit Ausrufe- oder Sonderzeichen zu optimieren scheint praktisch. Aber damit Anzeigen nicht nur aus Zeichen und Hinguckern bestehen hat Google hier bestimmte Richtlinien. Bspw. dürfen Ausrufezeichen nicht in der Headline genutzt werden und auch nur 1 pro Anzeige. Die Nutzung von Sonderzeichen ist eher eine Glückssache die meistens aber nicht funktioniert.
Entschärfen Sie Ihre Anzeige, wenn Ihnen dieser Ablehnungsgrund angezeigt wird.

 

  • Anzeige abgelehnt, wegen inakzeptabler Wortgruppen

Dass Call to actions klickfördernd sind, ist logisch. Aber genau aus dem Grund sind Formulierungen wie „Hier Klicken“ verboten.
Halten Sie sich hier an die Google Richtlinien, das macht Ihnen von vornerein weniger Arbeit, wenn Sie nicht jede Anzeige ein zweites Mal schreiben wollen, weil Sie abgelehnt wurde.

 

Generell empfehlen wir sich an die Richtlinien und Vorgaben zu halten, auch wenn es oftmals unverständlich erscheint wenn beispielsweise „Herr Thomas Mustermann“ aufgrund von Markenschutz von Thomas Sabo abgelehnt wird. Aber seien Sie trotzdem mutig was die Zeichensetzung angeht. Oftmals findet man hier kleine Lücken die eine kreative Anzeige zulassen und immerhin gilt auch, eine abgelehnte ist kein Beinbruch. Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben.

 

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