1×1: das große AdWords ABC Teil 1 A-D

AdWords

Beim Anlegen und Optimieren von AdWords Kampagnen begegnen uns eine Reihe von Begriffen, die nicht immer selbsterklärend sind. Ich habe daher ein kleines AdWords ABC erstellt, mit den Begriffen, die meiner Meinung nach sehr wichtig und entscheidend sind. Ich starte in diesem Artikel mit den Buchstaben A-D.

A wie

Abgelehnt: Hin und wieder kommt es vor das Anzeigen abgelehnt werden. Das kann recht schnell passieren, zum Beispiel dann, wenn die Ziel-URL und die angezeigte Domain nicht identisch sind. Manchmal werden Anzeigen jedoch abgelehnt, da sie nicht den Google Richtlinien entsprechen. Abgelehnte Anzeigen werden nicht mehr geschaltet. Ihr Eingreifen ist nun erforderlich. Ändern Sie die Anzeige den Richtlinien entsprechend ab und speichern diese erneut. Die Anzeige wird erneut überprüft In gravierenden Fällen, sollten Sie besser direkt Kontakt zum Google Support aufnehmen, um zu klären wie das weitere Vorgehen ist.

AdWords Editor: der AdWords Editor ist eine Desktop-Anwendung, mit der Sie lokal und offline Änderungen an Ihrer AdWords Kampagne vornehmen können. So können Sie auch größere Änderungen leichter an den Kampagnen durchführen. Sie sparen bei der Arbeit mit dem Editor eine Menge Zeit. Er ist für jeden AdWords Kunden empfehlenswert. Sie können den Editor hier herunterladen.

Aktiv: Bei aktiven Anzeigen handelt es sich um Anzeigen, bei denen es wahrscheinlich ist, dass sie freigegeben werden. Es kann sein, dass die Anzeigen bereits in den Suchergebnissen ausgeliefert werden. Meine Kollegin Hanna hat zu dem Anzeigenstatus einen eigenen Artikel verfasst. Nähere Infos dazu finden Sie hier.

Angezeigte URL bietet ein Zeichenangebot von 35 Zeichen. Diese dürfen Sie nicht überschreiten. Mit der angezeigten URL sieht der User bereits in der Anzeige auf welche Ziel-URL er geleitet wird. Achtung: Ziel- und angezeigte URL müssen in jedem Fall übereinstimmen. Subdomains und Ergänzungen zählen nicht dazu.

Anzeigenerweiterungen sind zusätzliche Informationen, die Usern in der Google Suche eingeblendet werden, wenn Sie auf den Top-Positionen (1-3) ausgeliefert werden. Zu den Anzeigenerweiterungen zählen Sitelinks, App-Erweiterung, Standortwerweiterung, Erweiterungen mit Zusatzinformationen, Kundenbewertungen, Profilerweiterungen und Verkäuferbewertungen. Warum sollten Sie diese unbedingt einsetzen? Die Anzeigenerweiterungen wirken sich positiv auf den Qualitätsfaktor auf.

Anzeigenposition/Anzeigenrang werden auf Basis Ihres Gebots, der Qualität Ihrer Anzeigen und Zielseite, sowie der Anzeigenerweiterungen bewertet. Alle diese Komponenten nehmen Einfluss auf den Qualitätsfaktor und beeinflussen den Anzeigenrang. So können Sie sich vor Mitbewerbern platzieren, auch wenn diese höhere Gebote einstellen.

Anzeigenvorschau- und Anzeigendiagnose-Tool zeigt Ihnen, ob Ihre Anzeige ausgeliefert wird, oder nicht. Klicken Sie dazu auf den Reiter Tools in der oberen Navigation und klicken Sie auf Anzeigenvorschau- und diagnose. Sie können nun Ihre Keywords, die Domain, die Sprache, den Standort und das Gerät auswählen. Hilfreich ist dieses Tool vorallem dann, wenn Sie Kampagnen im Ausland schalten und keine Suche ausführen können, da sie sich nicht in diesem Land befinden. Mit dem Tool können Sie jederzeit schauen, ob Ihre Kampagne gerade in USA geschaltet wird, auch wenn Sie sich in Köln befinden.

Ausschließende Keywords sind ein oft übersehenes und wichtiges Werkzeug in der Kampagnenoptimierung. Denn mit Hilfe der ausschließenden Keywords können Sie unpassende von vorneherein ausschließen. Ein Beispiel, Sie werben für homöopathische Behandlungen beim Menschen. Schließen Sie daher Tiere, wie zum Beispiel Hund oder Pferd direkt aus. So sparen Sie Geld, welches durch unpassende Suchanfragen verbrannt wird.

Automatische und ausgewählte Placements: sind Targetingoptionen aus dem Display-Netzwerk. Wenn Sie Keywords im Display-Netzwerk einbuchen, werden diese thematisch Webseiten zugeordnen, die Ihr Keywordthema enthalten. In diesem Fall spricht man von automatischen Placements, da Ihre Anzeige auf Basis des Keywords auf der Webseite ausgespielt wird. Wenn Sie nun feststellen, dass Sie viele Abschlüsse über das automatische Placement generieren, sollten Sie diese Webseite als ausgewähltes Placement einbuchen. Sie legen somit fest, dass Ihre Anzeigen auf der Webseite ausgeliefert werden sollen. Ein kleiner Tipp zur Optimierung. Sie sollten für die ausgewählten Placements eine eigene Kampagne anlegen, da Sie dann Budget für die Placements festlegen können. Sie können die Kampagne so deutlich besser steuern und optimieren. Wir haben auf marketingfire schon einen Artikel, der sich nur dem Placement-Thema widmet.

B wie

Berichte: Ihre AdWords Kampagne sollte regelmäßig optimiert werden. Daher sind Berichte unerlässlich. Google bietet dazu eine Reihe von Berichten an, die Sie nutzen sollten. Sie können diese stets nach Ihren Wünschen anpassen. Hier sind drei wichtige Berichte, die Sie zur Kampagnenoptimierung nutzen sollten:
Dimensions-Tab
Suchbegriffe anschauen
Kampagnenbericht

C wie

CPC: Für Ihre AdWords-Kampagne müssen Sie eine Gebotsstrategie auswählen. Hierbei können Sie die Option CPC (Cost per Click) auswählen. Dabei bezahlen Sie mit jedem Klick auf Ihre Anzeige. Die reine Werbeeinblendung fällt dabei nicht ins Gewicht.

CPV: Cost per View, ist die Abrechnungsmethode bei YouTube. Sie zahlen immer dann, wenn ein Nutzer Ihr Video abspielt.

CPM: Cost per 1000 Impressions, Sie zahlen hierbei für die im Display Netzwerk erfolgten Impressionen, also genau gesagt für 1000 Anzeigeneinblendungen. CPM Gebote eignen sich vorallem, wenn Sie Ihre Markenbekanntheit steigern wollen. Das heißt, wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Steigerung von Webseitentraffic liegt. Sollte Ihr Fokus jedoch auf Performance, das heißt Verkäufen, oder Leads liegen, empfehle ich Ihnen die CPC-Gebotsmethode.

Lesen Sie in diesem Artikel noch mehr über die richtige Wahl der Gebotsmethoden.

Conversions: ist die Messung eines Abschlusses, der von Ihnen definiert wird. In der Regel werden Conversions zur Performance-Messung eingesetzt. Das heißt, Sie können zum Beispiel messen, wieviele Verkäufe Sie über Ihre Webseite generiert haben. Conversiontracking funktioniert auf Basis eines Codesnippets, welcher im HTML-Code auf der Seite eingebaut werden muss, die Sie als Abschluss definieren. Dann wird dieser Wert bis auf Keywordebene zugeordnet und Sie können entsprechend messen, welche Keywords erfolgsversprechend sind und welche weniger. Sie wollen Conversiontracking einrichten, das geht so.

CTR: ist die Click-trough-rate und wird ermittelt durch die Division von Klicks zu Impressionen. Sie messen damit also, wieviele User auf Ihre Anzeigen klicken, im Verhältnis zu allen Werbeeinblendungen (Impressionen), die Sie hatten. Die CTR ist ein entscheidender Wert, da er angibt wie leistungsstark Ihre Anzeigen wirklich sind. Mit einer sehr guten Klickrate haben Sie es geschafft einen Anzeigentext zu schreiben, der für den User relevant ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass geklickt wird, ist also sehr hoch. Nutzen Sie das und übernehmen Sie entsprechende Formulierungen für Ihre Landeseite. Denn Sie haben mit der CTR den ersten Schritt geschafft, nun folgt jedoch die Kür und Sie müssen den Kunden auch mit der Landeseite überzeugen. Dafür betrachten Sie die Conversionrate.

Conversionrate: Die gibt das Verhältnis von Klicks zu Conversions an. Das heißt, wieviele von den Usern, die auf meine Anzeige geklickt haben, tätigen auch einen Abschluss, ohne die Seite vorher zu verlassen. Das können manchmal kleine Elemente sein, die zur Steigerung der Conversionrate beitragen.

Schauen Sie sich diese Artikel auf marketingfire an. Hier finden Sie Tipps, wie Sie eine Steigerung in CTR und Conversionrate hinbekommen:

CTR-Artikel: http://marketingfire.de/5-tipps-zur-verbesserung-der-ctr/ und http://marketingfire.de/callout-extensions-44353/

Conversionrate: http://marketingfire.de/conversion-killer-64634/ und http://marketingfire.de/das-kleine-1-x-1-der-landingpages-10595/

D wie

Display-Netzwerk: Google gibt uns zwei Werbenetzwerke an die Hand. Das ist zum einen das Google Suchnetzwerk, zum anderen das Display-Netzwerk. Anders als bei der Suche, werden diese Anzeigen auf Webseiten eingebunden, die thematisch zu Ihren Suchbegriffen passen. Das kann eine Hervorhebung im Text sein, eine Textanzeige auf der Seite oder im laufenden Text, oder auch eine Banneranzeige, das heißt eine Imageanzeige, die auf der Seite platziert wird. Das Prinzip ist einfach. Webseitenbetreiber bieten Ihre Werbeplätze über das Google Adsense-Programm an. Google hat diese Seiten vorher geprüft. Durch die Eingabe von Keywords, die zu Ihrem Angebot passen, bietet Google Ihnen die Werbeplätze als Mittler über die Google AdWords Oberfläche an. Näheres finden Sie dazu hier.

Durchschnittliche Position: ist der durchschnittliche Rang Ihrer Anzeige im Vergleich zu anderen Anzeigen. Er gibt zudem die Reihenfolge der Anzeigenplatzierung an. Die höchste Position ist die 1. Generell sagt man, dass zwischen 1-8 eine Platzierung auf der ersten Seite möglich ist. Die Position ist eine wichtige Kennzahl, um die Anzeigenleistung zu bewerten. In der Regel gilt, je höher Sie platziert sein wollen, desto höher muss der CPC ausfallen. Bei manchen Kunden macht nur eine Top-Platzierung Sinn. Das ist vor allem der Fall, wenn Sie ein spezielles Produkt anbieten, bei dem Sie als erster am Zug sein müssen, um den Wettbewerb auszuschließen.

Durchschnittlicher CPC: ist der durchschnittliche Betrag, den Sie ein Klick auf Ihre Anzeige kostet. Er wird berechnet, indem die Gesamtkosten der Klicks durch die Gesamtzahl der Klicks dividiert werden. Wie hoch dieser ist, wird von Google bestimmt.

Fortsetzung folgt…

E-M finden Sie hier und N-Z hier.

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