Die Allfacebook Conference 2015 – Meine 5 Learnings aus München

Facebook

Erst einmal „Herzlichen Glückwunsch“ zur 10. Allfacebook Conference. Ein fast vergessenes Jubiläum, das nur mal so nebenbei erwähnt wurde. Was man nicht nur so nebenbei erwähnen sollte, dass sich das Team von allfacebook mal wieder größte Mühe gegeben hat eine perfekte Konferenz auf die Beine zu stellen – Chapeau – Ich habe selten eine so qualitativ hochwertige Konferenz besucht!

Nahezu alle Speaker hatten anwendbare Praxis-Tipps für das Publikum dabei und scheuten nicht davor zurück auf konkrete Fragen auch mal mit Beispielen aus dem Facebook-Praxis-Alltag zu antworten. Durch die verschiedenen parallel laufenden Panels war wirklich was für jeden dabei!

 

Was ich konkret mitgenommen habe? – Hier meine 5 Learnings

 

1. Video – Das neue Content-Wunder
Video Werbung über Facebook
Dass Videos vermehrt auf Facebook laufen ist jedem schon aufgefallen. Die Performance ist laut der Experten deutlich besser – Kurze Tipps zur Nutzung von Videos

  • In der Kürze liegt die Würze. Nicht zu viele unnötige Informationen, lieber fokussiert denken
  • Die ersten 3 Sekunden müssen überzeugen, sonst ist das Video schon durch den Newsfeed gescrollt
  • Auch ohne Ton muss das Video interessant sein
  • Ähnliche Ziele wie bei jedem Post: Relevanz, Authenzität & Zielgruppe müssen im Vordergrund stehen
  • Es muss nicht immer das teuer produzierte Video sein, Hauptsache der Inhalt überzeugt
  • Nutzt native Videos. Die werden über auto-play abgespielt und Facebook bietet hier Tracking-Möglichkeiten und Retargeting

Hinweis: In Facebook gepostete Videos haben ein besseres Measurement als eingebundene Videos von den einschlägigen Plattformen.

 

2. Facebook Remarketing & Custom Audience nutzen
Facebook Remarketing und Custom Audiences
Die Targeting-Möglichkeiten von Facebook nehmen weiter zu. Sie sollten für Ihre Kampagne möglichst viele spitze Zielgruppen testen und so herausfinden, welche der Targeting-Kombinationen zur besten Conversion-Rate führen.
Neben den von Facebook vorgegeben Interessen-Targetings sollten Sie auch Ihre Website-Daten mit einfließen lassen und so das gesamte Online-Potential nutzen.
Tipp: Facebook eben nicht nur als isolierten Werbekanal sehen und die Facebook internen Daten nutzen – Cross-device Denken ergibt ganz neue Potentiale und höhere Conversion Rates!

 

3. Reichweite = Interaktion = Emotion/Energie = Text/Bild
Reichweite erhöhen in Facebook
Alle Posts sollten aussagekräftig sein – Das ist nichts Neues. Sie müssen zwingend Emotionen hervorrufen, da Emotionen Energie freisetzen, die dann zur Reaktion führen und somit die Reichweite erhöhen.
Dazu sollten alle Bereiche des Posts betrachtet werden:

  • Headline
  • Statustext
  • Bilder

Ziel: Der Post muss dem Fan gefallen, damit er interagiert und von seinen Freunden wahrgenommen wird. Somit wird die Reichweite des Posts steigert!

 

4. So tickt ein Fan
Fans sind nicht auf der Suche wie bei Google, sondern in ihrem alltäglichen Surfverhalten. Um also die in Punkt 3 erwähnte Reichweite zu erlangen, muss jeder Social Media Manager sich in die Lage eines Fans versetzen. Warum ist er in Facebook?

  • Er möchte eine Nachricht schreiben
  • Man hat eine Benachrichtigung über FB erhalten
  • Langeweile

Um dann im Newsfeed Aufmerksamkeit zu erregen und eine Aktion hervorzurufen sollte man bedenken, warum jemand einen Beitrag liked oder shared.
1. Fan will sich nützlich machen
Er teilt Inhalte um Gutes zu tun und einen Beitrag zu leisten
2. Eigendarstellung
Ein Stück des Posts färbt auf einen ab und so wird Stellung bezogen
3. Beziehungen pflegen
4. Zugehörigkeit
Eigentlich gehört man nicht dazu, steht etwas abseits, durch einen Like oder Share fühlt man sich dazugehörig
5. Unterstützung
Positives Engagement führt dazu, dass jemand bei einem Beitrag interagiert
Fazit: Der perfekte Post versetzt den Fan in die Lage selbst geliked zu werden. Daher, nicht nur an den Fan, sondern auch an seine Freunde und Reputation denken. (Fanpage Karma)

 

5. Mobile Ads – Ziel: Das Scrollen per Daumen stoppen
Jeder kennt es, wie schnell man mal eben mit dem Daumen den Newsfeed durchscrollt. Da muss eine Werbeanzeige auf dem Smartphone schon überzeugen und darf keine Fehler enthalten. Da geht es nicht nur um die Textlänge, das Bild, sondern auch die Kampagnen-Einstellungen wie Sprache und Anzeigenformat, die korrekt vorgenommen werden müssen.
Best Practices und Fails aus dem sehr anschaulichen Vortrag gibt es in der Präsentation von Thomas Hutter zu sehen.
Tipp: Eine Werbeanzeige unbedingt immer mobil gegenchecken und sich nicht auf die Facebook-Vorschau verlassen. Prüfen Sie kritisch, ob die Bilddarstellung überzeugt und der Text korrekt und vollständig dargestellt wird!

 

Der Artikel hätte bestimmt noch länger werden können, denn es gab mit Sicherheit noch mehr worüber ich hätte schreiben können. Aber vielleicht bleibt so ein Anreiz, beim nächsten Mal mit dabei zu sein!

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