Anzeigenrotation & Frequency Capping bei Google AdWords – so geht’s!

AdWords

Zwei eher unbekannte Einstellungen in Ihrer AdWords Kampagne sind die „Anzeigenrotation“ und das „Frequency Capping“. Was hinter den beiden Funktionen steckt und wie man sie anwendet zeige ich Ihnen im folgenden Beitrag.

 

Anzeigenrotation (Such- und Displaykampagnen)

 

Mit der Anzeigenrotation können Sie, auf Anzeigengruppen-Ebene, bestimmen, wie oft Ihre aktiven Anzeigen im Verhältnis zueinander geschaltet werden. Grundsätzlich bedeutet dies, dass Sie mindestens 2 aktive Anzeigen in Ihrer Anzeigengruppe geschaltet haben müssen, damit diese Einstellung überhaupt Sinn macht.

Die Anzeigenrotation können Sie unter „erweiterte Einstellungen“ in den Einstellungen „Anzeigenschaltung: Anzeigenrotation, Frequency Capping“ ändern.

Hier stehen Ihnen dann 4 Auswahl-Möglichkeiten zur Verfügung:

1.      Für Klicks optimieren

1

  Diese Einstellung wird für die meisten Werbetreibenden empfohlen.

Gemessen an der Kennziffer „Klicks“ wird hier erfolgsabhängig geschaltet, das bedeutet, diejenige Anzeige, welche die höchste Qualität aufweist und die bessere Position erreicht, wird häufiger geschalten und generiert somit mehr Klicks.

2.      Für Conversions optimieren

2

Mit dieser Einstellung nehmen diejenigen Anzeigen, welche die meisten Conversions generieren, vermehrt an der AdWords Auktion teil. Dies muss nicht notwendigerweise die Anzeige mit den meisten Klicks sein. Bei dieser Option wird nämlich neben der Klickrate (CTR) auch die Conversion-Rate (CR) berücksichtigt. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Sie bereits Conversion-Tracking für Ihre Kampagne eingerichtet haben.

3.      Gleichmäßige Anzeigenrotation

3

Bei dieser Option nehmen alle Anzeigen gleichmäßig an der Anzeigen-Auktion teil, d.h. unabhängig von der CTR und CR werden alle Anzeigen gleichermaßen geschaltet. Wenn Sie in dieser Einstellungs-Option eine neue Anzeigengruppe aktivieren bzw. hinzufügen oder Änderungen an einer Anzeige vornehmen, werden die Anzeigen der Anzeigengruppe 90 Tage lang gleichmäßig geschaltet und danach in der Kampagne automatisch für Klicks oder Conversions optimiert geschaltet. Hierbei geht Google wie folgt vor: Wenn Sie in einer Kampagne das Conversion-Optimierungstool oder den auto-optimierten CPC verwenden, wird die Anzeigenschaltung für Conversions optimiert, andernfalls für Klicks.

4.      Unbestimmte Anzeigenrotation

4

Diese Option entspricht der „gleichmäßigen Anzeigenrotation“, jedoch ohne die automatische Optimierung nach 90 Tagen.

 

Obwohl Google sich ausdrücklich gegen die gleichmäßige und unbestimmte Anzeigenrotation ausspricht (siehe gelber Kasten oben), machen diese Optionen in bestimmten Fällen durchaus Sinn.

Wenn Sie einen Anzeigentest durchführen und sehen wollen, welche Anzeige eine bessere Leistung erbringt, dann ist es durchaus wichtig, dass die Anzeigen gleichmäßig ausgespielt werden. Wenn Sie dem Google Algorithmus also nicht blind vertrauen möchten und Ihre A/B Tests selbst steuern und kontrollieren wollen, dann sind diese Einstellungen durchaus relevant für Sie.

 

Frequency Capping (Displaykampagnen)

 

Mit dem Frequency Capping können Sie (ausschließlich) in Kampagnen im Displaynetzwerk festlegen, wie oft Ihre Anzeige pro Tag, Woche oder Monat maximal für einen einzelnen Besucher geschaltet wird. Damit können Sie verhindern, dass eine Anzeige für Ihre Besucher zu oft eingeblendet wird und er sich dadurch möglicherweise verfolgt oder belästigt fühlt. Besonders sinnvoll ist dies beim Remarketing, da es hier sonst schnell zur „Impression-Flut“ kommt.

 

Und so richten Sie in 5 einfachen Schritten „Frequency Capping“ ein:

  1. Klicken Sie innerhalb der Kampagne, die geschaltet werden soll oben auf den Tab Einstellungen.
  2. Klicken Sie im Bereich „Erweiterte Einstellungen“ auf Anzeigenschaltung: Anzeigenrotation, Frequency Capping. Diese Einstellung ist nur für Display-Kampagnen verfügbar.
  3. Klicken Sie neben „Frequency Capping“ auf Bearbeiten.123
  4. Geben Sie die Anzahl der Impressionen ein.
  5. Wählen Sie ein Zeitintervall (pro Tag, pro Woche oder pro Monat) und eine Ebene (pro Anzeigengruppe, pro Anzeige oder für diese Kampagne) aus und klicken Sie auf speichern.

 

 

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