AdWords Optimierung mit Hilfe von Anzeigentests – Teil 1

AdWords

Die richtige Ansprache bzw. den Nerv der Zielgruppe zu treffen und das mit einer äußerst begrenzten Zeichenanzahl: Das ist die Kunst von Google Adwords Textanzeigen. Denn bei einer Headline von 25 Zeichen, zwei Textzeilen von jeweils 35 Zeichen und einer angezeigten URL von nochmals 35 Zeichen will wohl überlegt sein, mit welcher Werbebotschaft Sie an Ihre Zielgruppe herantreten wollen. Eine fundierte Kampagnenstruktur und gut recherchierte Keywords schaffen im Hintergrund die Basis für eine erfolgreiche AdWords Kampagne. Die Anzeigen sind allerdings das Einzige, das der User direkt von Ihnen sieht. Genau aus diesem Grund sind sie ein zentrales und wichtiges Element bei der Kampagnenoptimierung.

Vorteile von Anzeigentests

Anzeigentests können Ihnen dabei helfen, herauszufinden, was Ihre Zielgruppe gerne hören bzw. wie sie gerne angesprochen werden möchte. Weitere Vorteile: Neben höheren Klickraten wird die Zahl der Website Besucher steigen. Beides wirkt sich wiederum gut auf Ihren Qualitätsfaktor aus. Auch für die Landingpage-Optimierung kann Ihnen ein vorab durchgeführter Anzeigentest Impulse geben.

Eine generelle Empfehlung ist, direkt ab dem Kampagnen-Setup mit einem Anzeigentest zu starten. Immer wieder begegnen uns Konten, bei denen jeweils nur eine Anzeige hinterlegt ist. Und wir fragen uns: Warum? Für das Kampagnenmanagement bedeutet es kaum Mehraufwand, jeder Anzeigengruppe eine zweite Anzeige mit variiertem Text hinzuzufügen. Nach einiger Laufzeit kristallisiert sich möglicherweise eine Anzeige heraus, die sehr viel besser performt – ohne, dass Sie viel dazu tun mussten.

Wer etwas mehr Zeit für die Kampagnen-Optimierung hat, kann Anzeigentests geplanter und über die komplette Kampagne betrachtet angehen. Es kann zum Beispiel Sinn machen, in Anzeigengruppen mit viel Volumen zu testen, um die Testergebnisse anschließend auch auf andere Anzeigengruppen auszuweiten. Sollten die einzelnen Anzeigengruppen allerdings genügend Traffic haben, empfehlen wir in jedem Fall einen eigenen Test für jede Anzeigengruppe, da sich jede unterschiedlich verhalten kann.

Mögliche Ansatzpunkte für Anzeigentests:

  • Werbebotschaften (5% Rabatt für Erstbesteller vs. persönliche Beratung; kostenlos vs. gratis)
  • Lieferzeiten (Expresslieferung vs. Lieferung innerhalb von 24 h)
  • Zeichensetzung und Zahlen (Anzeigentext mit Zeichen/Zahlen vs. Anzeigentext ohne Zeichen/Zahlen; ACHTUNG: nicht übertreiben, sonst werden die Anzeigen von Google abgelehnt)
  • Angezeigte URL (www.musterseite.de vs. Musterseite.de/Angebot)
  • Wortreihenfolgen (Kostenlose Anmeldung hier vs. Hier: Kostenlose Anmeldung)
  • Versandkosten (0 € Versandkosten vs. kostenlose Lieferung)
  • Preise (Anzeigentext mit Preis vs. Anzeigentext ohne Preis)
  • Reihenfolge 1. und 2. Textzeile
  • Call-to-Action (Hier kostenlos anmelden vs. jetzt kostenlos anmelden)
  • Keyword Insertion (vs. keine Keyword Insertion)

 

Fazit: Anzeigen werden in der AdWords Praxis leider viel zu sehr vernachlässigt, obwohl sie ein großer Hebel für die Optimierung der Kampagnen Performance darstellen. Wichtig ist somit, nicht nur einmalig beim Setup Anzeigentexte zu erstellen und unoptimiert laufen lassen, sondern kontinuierlich an der Klickrate zu arbeiten. Auch wenn es unerheblich erscheint, Wortreihenfolgen oder Textzeilen zu tauschen, probieren Sie es aus! Es kann Ihre AdWords Performance im Endeffekt nur nach vorne bringen.

Im zweiten Teil stelle ich 5 Praxistipps für Anzeigentests vor, mit deren Hilfe Sie Ihre Anzeigentests zukünftig noch effektiver angehen können.

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