Das B2B AdWords Geheimnis: In 8 Schritten zur perfekten Kampagne

AdWords

Kennen Sie diese zwei Probleme von Ihren AdWords-Kampagnen?

  • Zu hohe Streuverluste durch nicht eindeutige Keywords à Folge: B2C Klicks
  • Brutale CPCs und damit einhergehende hohe Kosten sowie sehr kleine Zielgruppen.

 

In diesem Blog-Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr Konto optimal aufstellen, B2C-Klicks vermeiden, im Wettbewerb bestehen und mit sehr kleinen Zielgruppen eine erfolgreiche B2B-AdWords-Kampagne entwickeln.

Prinzipiell gilt: Unabhängig davon, ob es sich bei Ihnen um ein Klein- oder Großunternehmen handelt – Google AdWords ist im Zeitalter des Internets für fast jedes Unternehmen unabdingbar. Zudem stellt AdWords die perfekte Ergänzung für Ihre Cross-Media und Online-Kampagnen dar.

Bevor ich Ihnen nun die 8 Schritte zur perfekten B2B-Kampagne vorstelle, möchte ich Ihnen die Angst vor B2B-Werbung bei AdWords nehmen.

AdWords-Werbung kann zwar hohe Kosten ohne jegliche Art von Aktion (Verkauf, Newsletter-Anmeldung etc.) verursachen. Dies ist nicht nur niederschlagend, sondern sorgt auch dafür, dass viele AdWords-Werbung verbannen.

Wenn man es jedoch richtig angeht, ist AdWords-Werbung eine der besten Werbekanäle, um hochwertige Leads und Neukunden zu gewinnen.

 

Die größten Vorteile von Google AdWords im B2B-Bereich

  • B2B-spezifische Zielgruppen-Ansprache
  • Orts- und Länderbezogene Ausrichtung
  • Aussagekräftige Erfolgskontrolle
  • Steigerung des Bekanntheitsgrades durch Neukunden-Gewinnung
  • Schnelle und einfache Anpassungen und Optimierungen
  • Budgetbezogene Planbarkeit und Steuerung

 

Wie Sie sehen, bietet AdWords für den B2B-Bereich einige Vorteile. Besonders hervorzuheben sind die Möglichkeiten zur schnellen Anpassung und Optimierung.

Damit Sie Ihre AdWords-Kampagne erfolgreich starten können, sollten Sie folgende 8 Schritte beachten:

 

(1.) Definition Ihrer Zielgruppe & Ausschluss von B2C-Klicks

Zielgruppe

Wie bei jeder Werbe-Kampagne ist es vorab wichtig, die Zielgruppe richtig zu definieren. Hier wird klar zwischen einer B2C- und B2B-Zielgruppe entschieden. Während im B2C-Bereich oftmals Erstkäufer angesprochen werden, liegt der Fokus im B2B-Bereich auf den Personen, die das allgemeine Produktgebiet womöglich schon kennen. Überlegen Sie sich genau, wer Ihre Zielgruppe ist und wonach Sie suchen würde.

Sobald Sie Ihre Zielgruppe definiert haben, müssen Sie geeignete Keywords für Ihr Produkt finden. Diese Keywords sollten bestmöglich nur B2B-Kunden ansprechen. Die Keywords sind somit die Basis einer AdWords-Kampagne. Nach diesen Wörtern suchen Ihre Kunden. Somit ist eine ausführliche Keyword-Recherche unabdingbar. Stellen Sie sich die Frage: „Wonach suchen Unternehmer, um auf meine Seite zu gelangen?“ Ihre Keywords dürfen nicht zu allgemein sein, da Sie sonst nicht die richtige Zielgruppe treffen. Benutzen Sie also z.B. nicht „Schreibwaren“, sondern „Bürobedarf“ als Keywords. Die Terminologie der Fachleute ist hier entscheidend.

Zusätzlich können Sie Keywords, die Sie von vornherein ausschließen möchten, der Negative-Keyword-Liste hinzufügen. Damit verringern Sie das Risiko von Streuverlusten enorm. Möchten Sie jedoch beide Bereiche, B2C und B2B ansprechen, sollten Sie daraus zwei verschiedene Kampagnen mit verschiedenen Anzeigen sowie Keywords erstellen.

Negative Keywords ausschließen 

Ist die Keyword-Recherche abgeschlossen, sollten Sie Anzeigentexte formulieren. In Ihren Anzeigen sollten Sie die Vorteile Ihres Produktes hervorheben um sich von Ihren Wettbewerbern abzugrenzen. Am besten schreiben Sie immer zwei Anzeigen pro Anzeigengruppe, da Sie somit zwei unterschiedliche Versionen gegeneinander testen können. Dadurch sehen Sie, welche Satz-Kombination bei Ihrem Kunden am besten funktioniert. Seien es Zahlen im Text (z.B.: 100 %, 3-Mal mehr…), Wörtern wie gratis, kostenlos, nur heute oder bestimmte Handlungsaufforderungen wie z.B. jetzt Angebot einholen, hier sichern.

Achten Sie darauf, dass Sie die Anzeigentexte nach ca. 1-2 Monaten auswerten und danach einen Neuen testen.

B2B Anzeigen

 

 

(2.) Suchanfragen-Auswertung für perfekte Wortwahl

Wenn Ihre Kampagne schon mindestens 3 Monate läuft, gibt es einen hilfreichen Hinweis, wie Sie herausfinden können, welche Keywords gut funktionieren.

1. Öffnen Sie AdWords und setzen Sie das Datum auf die letzten 3-6 Monate.

zeitraum einstellen

2. Klicken Sie dann auf den Keywords Reiter und erstellen Sie einen neuen Filter.

AdWords Filter

In diesem Fall habe ich „Conv. Rate > 2%“ ausgewählt. Es ist jedoch von Ihrem Unternehmen abhängig, wie Sie Ihren Erfolg messen und was für Ihr Unternehmen am meisten Sinn macht.

Mit diesem Filter können Sie ziemlich schnell erkennen, welche Keywords für Ihre Kampagne wirklich sinnvoll sind und welche nichts als hohe Kosten verursachen.

Wichtig ist es zudem, in Ihren Anzeigen die Vorteile gegenüber den Wettbewerben hervorzuheben. Idealerweise runden Sie Ihre Anzeigen mit einer Call-to-Action wie z.B. „Jetzt online bestellen!“ ab.

 

 

(3.) Uhrzeit und Tages-Einstellungen

Bei der Erstellung Ihrer Kampagne sollten Sie vorerst fast alle Einstellungen beibehalten. Hierzu gehört auch die Uhrzeit- und Tages-Einstellungen. Somit können Sie sich die ersten Monate anschauen, ob es eine Tendenz gibt, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Conversions einlaufen.

Sollte es beispielsweise so sein, dass Ihre Kampagne am Wochenende ausschließlich Kosten und so gut wie keine Conversions verursacht, sollten Sie das Wochenende ausschließen. Dies kann bei B2C- aber genauso gut bei B2B-Kampagnen der Fall sein. Wichtig ist hierbei, dass Sie eine Auswertung der Daten machen und nicht voreilig Tage und bestimmte Zeiten ausschließen.

Es gibt durchaus viele Kampagnen, bei denen gerade am Wochenende und oftmals auch zu sehr späten Zeiten (22-24 Uhr) Conversions einlaufen – und das sogar von Geschäftsführern!

So werten Sie die Wochentags- und Uhrzeit-Einstellungen aus:

1. Klicken Sie auf Segment >> Zeit >> Wochentag (oder was Sie bevorzugt interessiert)

Tageszeit einstellen

2. Anschließend sehen Sie z.B. bei Auswahl des Wochentages, ob es hier eine Tendenz gibt, an welchem Wochentag mehr Conversions einlaufen, oder ob es sich, wie hier unten im Beispiel, gleich verhält.

Übersicht Tage

 

 

(4.) Verschiedene AdWords-Kanäle auswählen

Für manche Unternehmen, deren Zielgruppe B2C-Kunden sind, ist es von Vorteil Display-Kampagnen einzurichten. Für Unternehmen, die jedoch ausschließlich B2B-Kunden ansprechen wollen, bietet sich dies nicht an. Hier reicht es, eine oder mehrere Such-Kampagnen anzulegen.

Die einzige Display-Kampagne, die für den B2B-Bereich von Vorteil sein kann, ist eine Remarketing-Kampagne. Da besonders im B2B-Bereich Kaufentscheidungen langwieriger sind, ist es von Vorteil alle Nutzer, die sich für Ihr Produkt interessiert haben, nochmals anzusprechen. Bei dieser Art von Werbung spricht man vom Remarketing. Hier werden Kunden, die schon einmal auf Ihrer Website waren, aber Ihr Produkt nicht erworben haben, im Display Netzwerk nochmals angesprochen. Eine gute Möglichkeit Interessenten in Kunden zu verwandeln.

Wie erfolgreich eine Remarketing-Kampagne im B2B-Bereich sein zeigt, zeigt ein Beispiel eines unserer Kunden. Hier wurde dank Remarketing 5% mehr Conversions erzielt. Das spannendste jedoch sind die Kosten pro Conversions: Hier wurde -32% im Gegensatz zur Such-Kampagne ausgegeben.

remarketing

 

 

(5.) Zielgruppengerechte Landingpage

Wenn die Ziel-Website (Landingpage) für Ihre B2B-Zielgruppe nicht passend ist, werden Sie sehr wahrscheinlich viel für Ihre Anzeigen bei AdWords zahlen, dafür aber keine Conversions erhalten. Schließlich sollten die Anzeigen mit den Informationen auf der Landingpage übereinstimmen. Bilden Sie beispielsweise Testimonials ab und achten Sie auf eine entsprechende textliche Ansprache.

Zudem sollte Ihre Landingpage auf die B2B-Zielgruppe angepasst sein. Die Besucher sollten sich verstanden fühlen und die Lösung zu Ihrem Problem gefunden haben.

Hier ein Beispiel, wie eine gute B2B-Landingpage aussehen könnte:

landingpage

Wir als Agentur haben seit längerem nach einer geeigneten Agentursoftware gesucht und uns bei Google auf die Suche gemacht. Dabei kamen zwei Softwares in die engere Auswahl. Eine der beiden hat uns sofort abgeholt. Welche meinen Sie wohl, könnte das sein?

1. Agentursofware QuoJob

agentursoftware1

2. Agentursoftware Troi

agentursoftware2

Richtig – die zweite Landingpage.

Denn hier werden übersichtlich und auf einem Blick der Nutzen geschildert, den wir als Agentur vom Verwenden dieser Software haben. Bei der Agentursoftware von QuoJob hingegen wird uns erstmal gesagt, dass wir uns a) Zeit dafür nehmen sollen und b) dass sie jeden Tag neu ist. Zwei Dinge, die sich keiner von einer Agentursoftware wünscht. Wir wollen Zeit sparen und vereinfachte Prozesse. Genau das bietet uns die Agentursoftware von Troi auf einen Blick.

Versuchen Sie also Ihre Landingpage einfach und übersichtlich, aber trotzdem ansprechend zu gestalten.

Brauchen Sie noch weitere Tipps zur Erstellung einer Landingpage?

Dann schauen Sie sich doch unseren Blogartikel zu dem Thema „Wie Sie in 12 Schritten eine gute Landingpage erstellen“ an.

 

 

(6.) Mobile Landingpage 

Modern web design concept. Flat vector illustration mock up.

Ein sehr häufiges Informationsmedium ist neben dem PC/Laptop heutzutage auch das Smartphone oder Tablet.

Ob es für Ihr Produkt wichtig ist, eine mobile Landingpage zu erstellen, können Sie wieder durch eine Auswertung herausfinden. Schauen Sie sich dafür unter Einstellungen die Geräte-Einstellungen an. Laufen über Mobil viele Conversions zu einem guten Preis ein? Dann optimieren Sie Ihre Website, damit sie responsive ist. Denn gerade durch eine nicht optimierte Landingpage erhöht sich die Absprungrate enorm.

Der Aufwand die Seite für mobile Endgeräte zu optimieren hält sich zudem in Grenzen. Optimieren Sie also lieber Ihre Landingpage, als mögliche Kunden zu verlieren oder gar unprofessionell zu wirken.

Um vorab zu testen wie mobil-kompatibel Ihre Seite ist, können Sie dieses Testing-Tool von Google nutzen: https://testmysite.thinkwithgoogle.com/. Dieses sagt Ihnen nach Eingabe der jeweiligen URL nicht nur, wie Mobil- und Desktop-kompatibel Ihre Seite ist, sondern sendet Ihnen per Mail Tipps zu, in denen Sie erfahren, was Sie an der Seite ändern müssen, um das Ergebnis zu verbessern.

 

 

(7.) Fazit

Wenn Sie B2B-AdWords Werbung richtig angehen, kann dies einer der effektivsten Werbekanäle für Ihr Unternehmen sein. Sie bieten den Nutzern die Lösung, die Sie genau jetzt brauchen und suchen. Wenn Sie es falsch angehen, kann B2B-Adwords-Werbung auch ein guter Weg sein, um viel Geld zu verlieren. Es ist somit am wichtigsten die Unterschiede zwischen B2B und B2C Werbung zu kennen. Folgen Sie also unseren 8 Tipps und Sie machen den ersten Schritt in eine erfolgreiche B2B-Adwords-Kampagne.

 

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