Das kleine 1 x 1 der Adwords-Textanzeigen

AdWords

Wenn Sie Werbung über Google Adwords schalten, erfolgt die erste Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Kunden unweigerlich über den Anzeigentext. Dieser stellt somit den ersten Schritt zur Conversion dar. Hier gilt es, kurz & überzeugend zu verdeutlichen, worum es geht und was der konkrete Nutzen für den User ist.

All das muss natürlich innerhalb der Google-Richtlinien geschehen.

 

 Welche Richtlinien gibt es für Adwords-Textanzeigen?

–  Die maximale Zeichenzahl ist für jede Zeile genauestens festgelegt (Leerzeichen inbegriffen).

Textanzeigen - maximale Zeichenzahl

Textanzeigen – maximale Zeichenzahl

Bei gewissen Länderausrichtungen sind auch längere Textanzeigen möglich: Aserbaidschan, China, Hongkong, Japan, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Südkorea, Tadschikistan, Taiwan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Weißrussland

– Die angezeigte URL muss zumindest mit der Haupt-Domain übereinstimmen.

– Die Ziel-URL (dient zur Verlinkung auf die Zielseite) ist für den User nicht sichtbar und darf   max. 1024 Zeichen   beinhalten.

– Sonderzeichen dürfen nur sehr sparsam verwendet werden. So sind Ausrufezeichen in der Headline verboten. Generell darf nur ein Ausrufezeichen pro Anzeige verwendet werden. Anzeigen, in denen übermäßig viele Satzzeichen oder Symbole platziert sind, werden ebenfalls abgelehnt.

Superlative (z.B. „Das beste Kochbuch der Welt“) dürfen nur verwendet werden, wenn diese Behauptung auf der     Zielseite glaubwürdig belegt wird.

– Aufzählungspunkte & nummerierte Listen sind generell untersagt.

– Die gängigen Regeln der Rechtschreibung & Grammatik müssen befolgt werden.

– Keine Handlungsaufforderung, in der „klicken“ vorkommt (Bsp.: „Klicken Sie hier!“)

– Großschreibung, Sperrschrift & Wiederholungen sind ebenfalls verboten.

Wir sehen, Anzeigentexte unterliegen starken Reglementierungen seitens Google. Innerhalb dieser Vorgaben gilt es nun, das Beste aus Ihren Anzeigen herauszuholen.

 

Wie sieht ein guter Anzeigentext aus?

Das A&O bei Textanzeigen ist die Erfüllung der Nutzererwartung. Die Anzeige sollte möglichst genau dem Keyword entsprechen, dass der User zuvor eingegeben hat.
Dementsprechend empfiehlt es sich, einen Anzeigentext für jede Anzeigengruppe (bzw. jedes Keyword) zu verfassen. Denken Sie sich in Ihren Kunden hinein. Was ist sein Problem/Anliegen? Was können Sie beitragen, um dieses zu lösen?

–  Die Headline sollte im besten Fall das vom User eingegebene Keyword beinhalten.
-> Erwartungskonformität
Des Weiteren sollte Sie möglichst „catchy“ formuliert sein und dem Anliegen des Users entsprechen (Bsp.: „Einfach gesund abnehmen“).

– Die 1. Textzeile bietet sich dazu an, den Sinn Ihres Produktes näher zu erläutern bzw. den Benefit herauszustellen.
Tipp:  Setzt man am Ende der 1. Textzeile ein Satzzeichen (. oder !), wird diese Zeile in der Darstellung meist mit in die Headline gezogen. Das lässt Ihre Anzeige voluminöser & auffälliger erscheinen. Dies funktioniert allerdings nur auf den Top-Positionen (über den organischen Suchergebnissen).

– In der 2. Textzeile ist ein Call-to-Action sinnvoll. So wird der User explizit zum Klick animiert.
Doch Vorsicht: Ausdrücke, wie „hier klicken“ oder „klicken Sie hier“ sind von Google untersagt. Besser sind Formulierungen wie „Jetzt kostenlos sichern“ oder „Nur heute: 30% Rabatt“, die einen zusätzlichen Vorteil aufzeigen.

– In der angezeigten URL sollte sich der Hauptteil der Ziel-URL wiederfinden. So vermag der User in etwa einzuschätzen, ob diese Seite ihm weiterhelfen wird.
Um ihn darin zu bestärken ist es oft sinnvoll, das Keyword hinter der eigentlichen Seite zu nennen (Bsp.: Prüfungsvorbereitung.de/Friseurin).

– Anzeigenerweiterungen sind eine weitere Möglichkeit, seiner Textanzeige mehr Aufmerksamkeit & Trust zu verleihen. Allerdings werden diese nur auf den Top-Anzeigenrängen dargestellt. Näheres zum Thema Anzeigenerweiterungen & wie Sie diese sinnvoll einsetzen können finden Sie hier.
Tipp: Anzeigenerweiterungen wirken sich positiv auf den Qualitätsfaktor aus.

– Generell sollten sie versuchen, sich durch Ihre Anzeigentexte möglichst von der Konkurrenz abzuheben. Eine kleine Mitbewerber-Analyse ist also durchaus ratsam.

– Zu guter Letzt sollten sie stetig Tests durchführen, um ihre Anzeigen bestmöglich zu optimieren. Dazu stellen Sie am besten zwei Anzeigen pro Anzeigengruppe ein. Nachdem genug Datenmenge eingelaufen ist, sollte z.B. deutlich werden, welche Headline besser funktioniert.

 

Fazit

Im Allgemeinen gilt: Für einen funktionierenden Anzeigentext müssen Sie sich in den Nutzer hineindenken. Was bewegt ihn, nach diesem Keyword zu suchen? Woher kommt / Wie stark ist sein „Leidensdruck“? Welche Hoffnungen/Erwartungen hat er an das Suchergebnis?

Wenn es Ihnen gelingt, den User bei seiner Suchintention abzuholen, steht einer Conversion sicher nichts mehr im Weg.

 

 

 

 

 

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