Do’s and Dont’s – so schreibt man gute Anzeigentexte

AdWords

Anzeigentexte sind wichtig für Ihren Erfolg bei Google AdWords, Facebook Ads, E-Mail-Marketing und im Online-Marketing allgemein. Anzeigentexte sind das Rückgrat einer jeden Anzeige. Bei reinen Textanzeigen, wie sie oft bei Google AdWords verwendet werden, macht der Anzeigentext 100% Ihrer Anzeige aus.

 

Lassen Sie sich also nicht von Ihrem Grafiker erzählen, der Anzeigentext sei nicht so wichtig. Den Anzeigentext zu missachten, das wäre fatal!

Die Regeln für gute Anzeigentexte wurden im Prinzip schon weit vor der Zeit des Internets geschrieben. Hinzu gekommen sind in den letzten Jahrzehnten sicherlich noch ein paar Online-bezogene Besonderheiten, das Prinzip eines guten Anzeigentexts steht aber schon seit eh denn je.

Doch was sind nun die Do’s and Dont’s für für gute Anzeigentexte, die sich seit Jahrzehnten bewährt haben?

 

Relevanz ist alles!

Ja, Relevanz war schon ein Thema weit bevor es Google und Suchmaschinenoptimierung gab. Nur hat man es da noch anders ausgedrückt: „Die Anzeige muss die Zielgruppe bzw. potenziellen Kunden ansprechen.“

Gehe ich über die Straße, denke an ein Auto und jemand will mir ein Fahrrad verkaufen, gehe ich vorbei!

Daher gilt: Sie müssen eine Relevanz-Kette bilden, in der Targeting/Keywords, Anzeige und auch Landeseite vom gleichen Thema handeln. Nur dann werden auf Visits auch Klicks, aus Klicks auch Conversions!

 

Spezifisch ist besser!

Ich gehe gerade wieder über die Straße, denke nicht an irgendein Auto, sondern an den BMW 1er, und zwar an das Cabrio (weil heute mal die Sonne scheint).

Jemand will mir ein Auto verkaufen. Ich gehe vorbei!

Jemand will mir ein Audi A5 verkaufen. Ich gehe vorbei!

Jemand will mir ein BMW 1er verkaufen. Ich bleibe stehen, bin kurz interessiert, sehe dann aber schnell, dass es sich nicht um das gewünschte Modell handelt.

Jemand will mir ein BMW 1er Cabrio verkaufen … BAM!

 

Was so einfach und selbsterklärend erscheint, wird trotzdem so oft bei Anzeigenexten außer Acht gelassen: Machen Sie Ihre Anzeigentexte spezifisch! Vorausgesetzt die erreichbare Zielgruppe ist ausreichend groß, gibt es keinerlei Gründe Anzeigentexte im Online-Marketing nicht spezifisch zu gestalten. Denn das ist gerade einer der Vorteile des Mediums Internet, die vorgespielte One-to-one-Kommunikation.

 

Ja, sprechen Sie Ihre potenziellen Kunden „direkt“ an!

MAN sollte das und das machen… doch was sollen SIE machen?! Richtig, wir mögen auch im Zeitalter der Bits und Bytes noch immer die persönliche Ansprache, so als wenn der Gegenüber direkt vor uns steht.

Sprechen Sie daher Ihre Umworbenen direkt an. In Deutschland sind wir alle sehr formell, daher kommt oft nur das „Sie“ in Frage. Durch Soziale Medien wie Facebook, Twitter und Co. hat sich aber auch an manchen Orten das „Du“ etabliert. Übrigens: das „Wir“ ist auch ok, denn es erzeugt ein Gefühl der Gemeinschaft.

 

Zurück auf Los: Kennen Sie Ihre Zielgruppe wirklich?

Jeder kennt seine Zielgruppe. Jeder weiß wie alt sie ist. Wie viel Einkommen sie hat.

Jeder kennt dann seine Zielgruppe NICHT wirklich!

Wenn Sie gute Anzeigentexte verfassen oder beurteilen wollen, müssen Sie die Sorgen und Nöte Ihrer Zielgruppe kennen. Sind sie selbst Teil der Zielgruppe, können sie am einfachsten Anzeigentexte verfassen. Aber auch mit ein bisschen Vorstellungskraft und ganz viel Zuhören und Lesen bei Mitgliedern der Zielgruppe, können Sie sich in die Zielgruppe hinein versetzen. Online geht dies gut über Foren oder die Sozialen Medien.

 

Nur Dumme schreiben schlau!

Zumindest sollte dieser Grundsatz beim Verfassen von Anzeigentexten gelten. Werfen Sie daher nicht mit Fremdwörtern um sich, deren richtige Schreibweise sie vielleicht vorher selbst noch mal googeln mussten. Drücken Sie sich immer leicht verständlich aus!

 

Das war alles „nur“ die Pflicht, kommen wir nun zu der Kür!

So schreiben Sie nicht nur gute, sondern sehr gute Anzeigentexte:

Testen Sie Ihre Anzeigentexte sauber gegeneinander! Split-Tests können sie online (je nach Volumen und Zeitraum) unbegrenzt durchführen, ohne Extrakosten. Versender von Print-Mailings beneiden Sie übrigens darum.

Verknappen Sie Menge und/oder Zeit! Das geht nicht bei jedem Produkt, wenn aber doch: Setzen Sie eine Deadline bis zu der Ihr Angebot gilt. Und/oder begrenzen Sie die Menge. (Der Schwarzmarkt für Konzerte/Veranstaltungen wird mir hier Recht geben.)

Benutzen Sie Schlüsselwörter! „Gratis“ ist sicherlich das bekannteste Schlüsselwort und trotz seines häufigen Gebrauchs zieht es noch immer. „Testen“ kann auch einen Anreiz bilden. Je nach Medium sind andere Schlüsselwörter in Ihrem Anzeigentext sinnvoll. Bei Facebook Ads zum Beispiel ziehen die Wörter „auf Facebook“ oder „Fans“.

Verwenden Sie Zahlen und „Sonderzeichen“! Dieser Trick hat sich insb. bei Google AdWords bewährt. Zahlen, aber auch Sonderzeichen lockern nicht nur Ihren Anzeigentext auf, sondern erhöhen gleichzeitig die Aufmerksamkeit. Schreiben Sie also nicht „Gratis Test“ sondern „30 Tage Gratis Test“, oder nicht „iPad und Office“ sondern „iPad + Office“. Sie sollten nur die Regeln des jeweiligen Werbenetzwerks beachten.

 

2 Antworten zu “Do’s and Dont’s – so schreibt man gute Anzeigentexte”

  1. Sara sagt:

    Das Du in der Ansprache ist wohl der Killer Nummer 1! Wenn ich von irgendjemanden, den ich nicht kenne, in einem Newsletter oder in einer eMail per DU angesprochen wird, ist das Grund für mich, die Mail sofort zu löschen. Das klingt nicht seriös. Das macht eher den Eindruck, als ob Jugendliche eine Webseite betreiben …

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