Eye-Tracking-Studie zum Facebook Titelbild

Facebook

Kurz nachdem Facebook die Fanpage für Unternehmen veröffentlicht hat, haben Marktforscher von simple usability das neue Design per Eye-Tracking-Studie überprüft. Das vermeintlich überraschende Ergebnis war in allen großen Blogs (hier, hier oder hier) zu lesen: Das Titelbild ist für die User nicht relevant. Aber so hart beschreibt die Studie das garnicht. Die Aussage ist, dass das Bild wahrgenommen wird, aber nicht für relevant befunden wird, da viele Nutzer das Titelbild nur Werbung sehen. Aber was ist nun dran an der Studie?

Verwunderlich ist das Ergebnis schon, denn nach dem Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“ müsste das große prominente Bild doch die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen, oder etwa nicht?

Ich habe das einmal an ein paar namhaften Beispielen überprüft, wie Sie sehen mit folgenden Ergebnissen:

Becks

An dem Beispiel von Becks ist zu erkennen, dass nicht das Titelbild als gesamtes im Fokus steht, sondern nur Teilbereiche betrachtet werden. Die Hauptblickpunkte liegen auf dem Markenlogo und auf den einzelnen Anwendungs-Tabs.

 

Douglas

Douglas zeigt, dass wenn das Titelbild sich auf wenige Komponenten fokussiert, werden diese auch vom Betrachter wahrgenommen, egal wo sie platziert sind. Fraglich ist jedoch ob hier das Ergebnis so hilfreich ist.

 

L‘Oreal

An dem Beispiel von L‘Oreal ist erkennbar, dass das Titelbild die Aufmerksamkeit auf sich zieht und auch Textbereiche betrachtet werden. Stellen Sie die Hauptaussagen durch schlichtes Design deutlich heraus, dann werden diese auch wahrgenommen.

 

Nivea

Ein schlichtes Titelbild ohne eigene Aussage kann ebenfalls eine wichtige Funktion haben. Der Blick wird auf das Wesentlich gelenkt, in diesem Fall das Profilbild mit der Markendarstellung und den einzelnen Tabs mit unterschiedlichen Anwendungen. Das Coverbild lenkt in diesem Fall nicht ab.

 

Pringles

An diesem Titelbild ist deutlich erkennbar, ein schönes, aufwändiges Titelbild ist nicht zwingend der Schlüssel zum Erfolg. In dem Fall ist es eindeutig zu viel. Der Betrachter nimmt kaum etwas wahr, da der Seitenbereich zum größten Teil in Rot gehalten ist. Weniger wäre in diesem Fall sicher mehr gewesen, denn das Ziel der Seitenbetreiber war mit Sicherheit nicht die Fananzahl in den Fokus zu stellen.

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Titelbilder von den Nutzern gesehen und wahrgenommen werden. Welche Bereiche im Fokus stehen und wie der Blickverlauf ist, kann durch eine gute Konzeption und Darstellungsweise beeinflusst werden. Unsere Empfehlung lautet, dezente Titelbilder die den Fokus  auf die Tabs legen, wenn Sie zum Ziel haben ein Produkt zu verkaufen, E-Mail Adressen zu generieren oder ein Gewinnspiel zu promoten. Wenn Ihr Ziel Imagesteigerung und Markenbekanntheit ist, können Sie mit einem ansprechenden Coverbild und aussagekräftigen Texten die Nutzer von Ihrer Seite überzeugen.

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