Facebook 2015: So erreichen Sie Ihre Zielgruppe

Facebook

Facebook hat in den letzten 12 Monaten viel an Möglichkeiten für die Ausrichtung (Targeting) umgestellt. In dem folgenden Artikel, gehen wir der Frage nach, wie Sie Ihre Zielgruppe über Facebook im Jahr 2015 erreichen.

Tipp: Nutzen Sie auf jeden Fall den Power Editor zur Erstellung und Verwaltung Ihrer Kampagnen und Anzeigen. Dieser ist nicht nur übersichtlicher und bietet früher neue Funktionen, sondern funktioniert auch offline. Sie können dann die Kampagnen/Anzeigen hochladen, sobald Sie wieder über eine Internetverbindung verfügen. Sie finden den Link zum Power Editor in der linken Navigationsspalte im Werbeanzeigenmanager. Für die Installation der Browser App benötigen Sie Google Chrome.

Wo legen Sie Ihre Zielgruppe fest?

Früher hat man das Targeting auf der Anzeigenebene festgelegt, sprich jede Anzeige einer Werbeanzeigengruppe konnte ein eigenes Targeting haben. Mittlerweile erfolgt die Definition der Zielgruppe auf der Werbeanzeigengruppenebene.

Somit gibt es jetzt auch eine festgelegte Struktur für Tests:

  • Zielgruppen-Tests: Wollen Sie zwei Zielgruppen gegeneinander testen, müssen Sie min. zwei Werbeanzeigengruppen (mit den gleichen Anzeigen). Jeder Werbeanzeigengruppe geben Sie dann das gleiche Budget, und die Zielgruppen werden im gleichen Verhältnis ausgeliefert (sofern der eingestellte CPC für die jeweilige Zielgruppe nicht zu niedrig gewählt ist).
  • Anzeigen-Tests: Wenn Sie mehrere Anzeigen innerhalb einer Werbeanzeigengruppe anlegen, haben diese jetzt automatisch das gleiche Targeting. Es ist also nicht mehr möglich aus Versehen, Zielgruppen- und Anzeigen-Tests ungewollt zu vermischen. Das macht die Ergebnisse der Anzeigen-Tests aussagekräftiger.

Wie kann ich meine Zielgruppe auf Facebook erreichen?

Folgende Möglichkeiten zur Ausrichtung einer Werbeanzeigengruppe gibt es derzeit auf Facebook.

facebook-zielgruppen-targetings-2015

  • Gespeicherte Zielgruppe: Hier haben Sie die Möglichkeit zuvor gespeicherte Zielgruppen-Definitionen erneut anzuwählen.
  • Custom Audience: Unter diesem Begriff verbirgt sich mehr oder minder das Retargeting/Remarketing von Facebook. Sie können entweder Kundenlisten hochladen (z.B. E-Mail-Adressen, was Datenschutzrechtlich mit Vorsicht zu genießen ist!), App-Aktivitäten für Retargeting auswählen oder „Besucherzahlen deiner Webseite“ als Grundlage für das Remarketing nehmen. Letzteres ist eigentlich das klassische Retargeting, bei dem Sie ein Code-Schnipsel dem Quell-Code Ihrer Webseite hinzufügen und Ihre Besucher mit einem Cookie markiert werden. Mehr dazu können Sie im wunderbaren Artikel über Remarketing auf Facebook von Hanna erfahren.
  • Standorte: Hier stehen Ihnen nicht nur Länder, sondern auch Bundesländer, Regionen, Städte oder Postleitzahl-Gebiete zur Verfügung.  Alles was Sie für eine regionale/lokale Kampagne auf Facebook benötigen.
  • Alter: Von 13 bis 65+ können Sie das Alter Ihrer Zielgruppe genau definieren. Wenn Sie was verkaufen wollen, ist womöglich 18+ schon mal Pflicht. Übrigens: Facebook ist schon lange nicht mehr das Medium der Youngsters. Die Gruppe zwischen 30-40 ist auf Facebook am Stärksten vertreten. Und auch Senioren (Silver Surfer) erreicht man über Facebook.
  • Geschlecht: Dieses Targeting macht bei geschlechtsspezifischen Produkten oder Inhalten Sinn.
  • Weitere demographische Angaben: Unter diesem Punkt vergeben sich folgende Möglichkeiten der Ausrichtung.
    • Beziehung (Interessiert an, Beziehungsstatus)
    • Ausbildung (Ausbildungsgrad, Studienrichtungen, Schulen, Abschlussjahre)
    • Arbeit (Arbeitgeber, Berufsbezeichnungen, Branchen)
    • Ethnische Zugehörigkeit
    • Generation
    • Eltern (Alle Eltern)
    • Politik (nur USA)
    • Lebensereignisse
  • Verbindungen: Hier können Sie Nutzer auswählen, die mit einer Seite (Fanpage), App oder einem Ort auf Facebook verbunden sind. Die Seite/App/Ort muss aber Ihnen gehören bzw. Sie müssen mit Ihrem Facebook-Account Admin sein. Sie können Personen einschließen, ausschließen oder die Freunde der Personen targeten.
  • Sprache 
  • Interessen: Geben Sie entweder ein Interesse in das Suchfeld ein oder klicken Sie sich durch die vorkategorisierten Interessen. Sie können aber nur Interessen wählen, die auch so tatsächlich bei Nutzern auf Facebook (in ausreichender Menge) vorhanden sind. Gehen Sie zu sehr in den Long-Tail, d.h. werden Sie zu spezifisch, kommt womöglich überhaupt gar kein Targeting zu Stande. Gerade bei Interessen spielt Facebook Ads seine Stärken aus, da viel genauere Zielgruppen-basierte Targetings als beispielsweise bei Google AdWords möglich sind (dafür ist AdWords stark durch die Auswahl von Keywords und Placements, was bei Facebook wiederum nicht möglich ist).
  • Verhalten: Unter Verhalten findet man verschiedene vordefinierte Kategorien, wie z.B. die „digitalen Aktivitäten“ oder das Reiseverhalten der Nutzer. 

Sie sehen, über die Möglichkeiten der Ausrichtung von Facebook Kampagnen sollten Sie fast jede Zielgruppe über das Social Network erreichen können.

3 Antworten zu “Facebook 2015: So erreichen Sie Ihre Zielgruppe”

  1. oteufel2014 sagt:

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel, der mir einiges klar gemacht hat. eine Nachfrage noch: Gibt es auch eine Möglichkeit, Menschen als Zielgruppe auszuwählen, die mit einer Seite verbunden sind, die mir nicht gehört (also mit der Konkurrenz)? 🙂

    • Vielen Dank! 🙂

      Zu deiner Frage:
      Jein!
      Nein, man kann nur eigene Seiten, Apps oder Events als Zielgruppen „direkt“ auswählen.
      Ja, man kann aber über Interessen auch Fans anderer Unternehmen/Marken/Produkte „indirekt“ auswählen (was zum Teil die Fans der jeweiligen Fanpage des Konkurrenten sind). Einfach unter Interessen den Namen eingeben und schauen, ob es zu dem Interesse eine Zielgruppe gibt und wie groß diese ist. Bei kleineren Konkurrenz-Seiten wird dies allerdings nicht funktionieren.

      Ich hoffe das hilft dir weiter!

  2. Christoph Mischke sagt:

    Danke für den guten Artikel. Kann man auch festlegen, ob das Retargeting-Werbemittel nur auf Desktop-PCs (bzw. im Browser) gezeigt wird (wie der Screenshot nahelegt)? Oder ist dies immer übergreifen inklusive Impressions innerhalb der mobile App?
    Danke für eine Antwort, das würde mir sehr weiterhelfen!

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