Keywords mit „Geringem Suchvolumen“ – Was ist zu tun?

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Wer kennt das nicht? Da investiert man wahnsinnig viel Zeit in eine umfangreiche Keyword-Recherche, gruppiert die Keywords so wie es sich gehört in möglichst kleinteilige Anzeigengruppen und stellt dann nach erfolgreichem Upload fest, dass sehr viele Keywords nur mit „geringem Suchvolumen“ eingestuft werden. Gleiches gilt, wenn man der Kampagne im Rahmen der Kampagnenoptimierung Keywords aus dem tatsächlichen Suchanfragen-Bericht hinzufügt. Das betrifft vor allem spezifische Longtail-Keywords, die einerseits erfolgsversprechend sind, da sie 100%ig auf der Landingpage bedient werden könnten, andererseits aber kaum Impressions erzielen.
Sobald diese Keywords von Google mit geringem Suchvolumen eingestuft werden, ist eine Auslieferung auf Grundlage dieses Suchbegriffs ausgeschlossen, solange bis die Zahl der Suchanfragen insgesamt ansteigt. Laut Google sind diese Keywords nicht relevant für die Suchanfragen der Nutzer.

In der AdWords Hilfe steht, dass der Status dieser Keywords wöchentlich überprüft und aktualisiert wird.

Doch was tun diesen Keywords? Löschen oder weiterlaufen lassen?

Grundsätzlich empfehlen wir immer eine möglichst schlanke und übersichtliche Kampagnenstruktur. Keywords mit geringem Suchvolumen blähen das Konto meistens unnötig auf. Nichtsdestotrotz sollten Sie den betreffenden Keywords eine Chance geben und nicht sofort wieder löschen. Haben diese Keywords beispielsweise innerhalb Ihrer Kampagne über einen längeren Zeitraum (zum Beispiel 3 Monate) keine Impressions bzw. keine Klick generiert, können Sie diese getrost löschen. Schauen Sie sich auch den Qualitätsfaktor dieser Keywords an. Ist dieser zusätzlich schlecht, schaden Sie Ihrer Kampagne sogar, weil viele schlechte Qualitätsfaktoren die Gesamt-Performance Ihrer Kampagne nach unten zieht.

Was uns allerdings in der Praxis aufgefallen ist: Keywords mit geringem Suchvolumen haben i.d.R. sehr gute Qualitätsfaktoren. Das liegt vor allem daran, dass die Keywords nicht ausgeliefert werden und somit keine Berechnung des Qualitätsfaktors stattfinden kann. Der angegebene Qualitätsfaktor-Wert wird demnach nur geschätzt und spiegelt nicht die tatsächliche Qualität der Keywords wider.

Schlussendlich können Sie als Account-Verantwortlicher natürlich am besten einschätzen, ob die Suchanfragen nach bestimmten Keywords im Zeitverlauf wieder ansteigen (zum Beispiel, weil sie saisonal sind). In diesem Fall lassen Sie entsprechende Keywords weiterlaufen und beobachten, ob sich am Status etwas ändert. Wenn dem nicht so ist, können Sie diese Keywords zu Gunsten der Übersichtlichkeit entfernen.

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