Google Adwords: Automatisierte Regeln — Wozu eigentlich?

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Automatisierte Regeln sind eine gute Möglichkeit, sich die tägliche Arbeit zu erleichtern und Kampagnen auch in Abwesenheit zu optimieren. Allerdings eignet sich diese Arbeitsweise nicht für jede Kampagne.

Zunächst sollten Sie sich die Frage stellen: Gibt es Aktionen, die Sie ständig bzw. regelmäßig durchführen? Wenn ja, dann bietet sich die Erstellung einer Regel an.

Auf folgenden Ebenen lassen sich Regeln automatisch anwenden:

Auf Keywordebene:

–       Keywords pausieren & pausierte Keywords aktivieren

–       Gebote anpassen

Auf Anzeigenebene:

–       Anzeigen pausieren & pausierte Anzeigen aktivieren

Auf Anzeigengruppenebene:

–       Anzeigengruppen pausieren & pausierte Anzeigengruppen aktivieren

–       Standardgebote ändern

Auf Kampagnenebene:

–       Kampagnen pausieren & pausierte Kampagnen aktivieren

–       Tagesbudgets anpassen

 

Es sind also drei Arten von Änderungen möglich: Statusänderungen, Gebotsänderungen & Budgetänderungen.

Die Statusänderung kann dazu dienen, erfolglose Elemente zu pausieren und so Kosten zu sparen. Doch Vorsicht! Bei dieser Automatisierung besteht die Gefahr, dass (eigentlich erfolgreiche) Elemente, die kurzzeitig schwächeln, z.B. durch  Feiertage, pausiert werden. So können wichtige Conversions verloren gehen. Des Weiteren lassen sich so saisonale oder zeitlich wiederkehrende Anzeigen planen.

Anwendungsbeispiel: Ein Onlineshop bietet einen Wochenend-Rabatt von 20% an.

-> Regel 1 aktiviert diese Anzeige jeden Samstagmorgen / Regel 2 pausiert sie an jedem Sonntagabend wieder.

 

Durch die Gebotsänderung kann automatisch auf das geschätzte Gebot für die erste Seite oder die Top-Position erhöht werden. Des Weiteren ist es möglich, einen Prozentsatz oder einen festgelegten Betrag vorzubestimmen.

Anwendungsbeispiel: Sie haben festgestellt, dass Ihre Anzeige auf den Positionen 2 & 3 am besten performt.

-> Regel 1 erhöht nun das Gebot, sobald die Anzeigenposition schlechter als 3 ist / Regel 2 senkt das Gebot wieder, sobald die Position besser ist als 2.

Wichtig: Immer ein Maximal- und ein Minimalgebot angeben, um die Kontrolle über das Budget zu behalten.

 

Die Budgetänderung wird dazu genutzt, die Anzahl der Impressions zu steuern. Da gerade die Budgetänderungen weitreichende Folgen haben können, sollte man diese Regel besonders häufig überprüfen.

Anwendungsbeispiel: Ihre Conversionrate steigt immer an einem bestimmten Wochentag signifikant an.

-> Regel 1 erhöht das Budget am Morgen um z.B. 100% (von 100€ auf 200€ )/ Durch Regel 2 wird es am Abend wieder um 50% gesenkt (ergibt wieder 100€).

 

Ein weiterer, wichtiger Faktor ist der Abfragezeitraum Ihrer Regel. Hierbei können Sie zwischen einmal, täglich, wöchentlich & monatlich wählen. Des Weiteren  gilt es, eine Uhrzeit für die jeweilige Abfrage zu bestimmen. Bei mehreren Regeln innerhalb einer Kampagne sollten Sie dafür sorgen, dass nicht alle Regeln auf die gleiche Uhrzeit eingestellt sind. Durch eine größere zeitliche Verteilung ist die Grundlage für die jeweils nächste Regel klar und Fehler werden vermieden.

Automatisierte Regeln

Häufigkeit und Zeitpunkt, in der eine Regel ausgeführt wird.

Darüberhinaus ist es wichtig (insbesondere bei Budget-basierten Regeln), einen Puffer einzuplanen.

Beispiel: Sie wollen eine Kampagne pausieren, sobald 500€ ausgegeben sind und Ihre Regel wird täglich um 12 Uhr durchgeführt. Nun könnte es passieren, dass um diese Uhrzeit ein Budget von 499€ ausgegeben wurde, und die Kampagne deshalb weitere 24 Stunden laufen würde. Dabei würde das Budget von 500€ vermutlich deutlich überschritten.

 

Abgesehen davon sollten Kampagnen mit wenig Traffic größere Abfragezeiträume haben, da eine Conversionrate von z.B. 2 Klicks nicht aussagekräftig genug ist, um Einstellungen zu verändern.

Möchten Sie Sich nun selbst an der Regelerstellung versuchen, dann gibt es hier die detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung.

 

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