Google AdWords Recap 2016

AdWords

In diesem Jahr gab es zahlreiche Änderungen bei Google AdWords. In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten AdWords-Neuerungen aus 2016 auf einen Blick.

 

Wegfall der rechten Spalte

Seit Ende Februar dieses Jahres können keine Anzeigen (mit Ausnahme von Google Shopping Anzeigen) mehr auf der rechten Seite der Suchergebnisse geschaltet werden. Hauptbegründung war, dass diese Positionen für Mobilgeräte ohnehin nicht geeignet sind.

Besonders für Werbetreibende mit geringerem Klickbudget, die sich bis dato rentabel auf diesen Positionen aufgehalten haben, war dies ein großer Einschnitt. Insgesamt hat sich die Konkurrenz um die oberen Positionen dadurch zwar verschärft, jedoch sollen die CPCs dadurch nur unwesentlich gestiegen sein.

 

Auswählbares Attributionsmodell

Seit Mai 2016 ist es nun auch in AdWords möglich, verschiedene Attributionsmodelle zu wählen.

Die Attribution gibt an, welche Interaktion mit einem Werbekanal zu einer Conversion geführt hat. Das kann beispielsweise ein Klick auf eine Shopping-Anzeige gewesen sein, durch den ein Kauf zustande kam. Sind unterschiedliche Kanäle beteiligt, ordnen Attributionsmodelle deren Anteile an der Conversion zu.

Bei AdWords gab es standardmäßig nur das Modell „Letzter Klick“. Inzwischen sind insgesamt 6 Modelle verfügbar:

  1. Letzter Klick
  2. Erster Klick
  3. Lineare Attribution
  4. Zeitverlauf
  5. Positionsbasierte Attribution
  6. Datenbasierte Attribution (zurzeit in der Betaphase)

Im Menü „Tools“ gibt es die Möglichkeit der Attributionsmodellierung: Für bestehende Kampagnen können alle Modelle im direkten Vergleich simuliert werden um zu sehen, ob und wie sich die Conversions-Verteilung je nach Modell ändert.

Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.

 

Expanded Text Ads

Seit Mitte des Jahres sind die erweiterten Textanzeigen (kurz ETA) als Beta verfügbar. Dieser neue Anzeigentyp ermöglicht es Werbetreibenden deutlich mehr Zeichen zu verwenden und so ausführlichere Werbebotschaften zu vermitteln. Außerdem besteht die angezeigte URL aus der finalen URL und zwei selbst gewählten Pfaden.

Hier der direkte Vergleich:

Standard-Anzeige                                                  Expanded Text Ad

Erweiterte textanzeige vs. Standard

Erweiterte Textanzeige und Standard im Vergleich

Erweiterte Textanzeigen sind außerdem für mobile Endgeräte optimiert, sodass keine mobilen Anzeigen zusätzlich eingestellt werden müssen. Zwar laufen die Standard-Textanzeigen weiter, jedoch wird es ab dem 31. Januar nicht mehr möglich sein, neue Anzeigen dieses Typen hinzuzufügen oder bestehende zu ändern.

Meiner Erfahrung nach führen Expanded Text Ads zwar häufig zu einer höheren CTR, allerdings nicht selten auf Kosten der Conversionrate und des Cost per Aquisition. Sollten auch Sie Accounts betreuen, bei denen Standardanzeigen besser performen, sollten Sie unbedingt vor dem 31. Januar 2017 eine Auswahl an Standardanzeigen in jeder Anzeigengruppe parat haben, die Sie bei Bedarf nutzen können.

 

Tablet-Gebotsanpassungen

Eine weitere wichtige Neuerung waren die Gebotsanpassungen für Tablets. Mittlerweile ist es möglich — neben den Desktop- und Mobilgeboten — auch Tabletgebote separat anzupassen. Dabei sind jetzt auch Gebotsanpassungen bis zu 900% möglich.

Diese Neuerung bietet sich natürlich für Produkte, die speziell für Tablets gedacht sind (z.B. bestimmte Apps) an. Zudem kann die Kostenersparnis bei Kampagnen mit Fokus auf Desktop dadurch enorm sein.

 

Responsive Display Ads

Ein weiteres neues Anzeigenformat in diesem Jahr waren die responsiven Anzeigen für das Displaynetzwerk. Hier stellt der Werbetreibende lediglich Bilder, Headlines in unterschiedlicher Länge, eine Beschreibung und natürlich die Zielseite zur Verfügung. Das Anzeigenformat wird dann automatisch für jedes Placement bzw. Screenformat angepasst. Dadurch steigt die Möglichkeit an Platzierungen pro Anzeige.

Je nach Kampagne haben wir sehr unterschiedliche Erfahrungen mit diesem Format gemacht. Wie so oft gilt also: Testen, testen, testen!

Beispielanzeige responsive

Responsive Anzeige

 

Demografische Suchkampagnen

Was zuvor nur in Display-Kampagnen möglich war, lässt sich nun auch für Suchkampagnen nutzen: Die Ausrichtung auf demografische Merkmale (momentan nur Geschlecht und Alter).

Da allerdings der Großteil der Nutzer als „unbekannt“ eingestuft wird, sollte man das Targeting seiner Kampagne nicht darauf begrenzen.

Demografische Suchkampagne

Suchkampagne – Demografische Ausrichtung

 

Google Merchantcenter Feedregeln

Feedregeln ermöglichen es Werbetreibenden, kleinere Änderungen am Produktdatenfeed im Merchantcenter anzupassen, ohne den Feed selbst zu bearbeiten. Dadurch können z.B. Spalten-Bezeichnungen automatisiert bei jedem Hochladen des Feeds angepasst werden.

Somit ist es möglich, Datenfeeds zu nutzen, die nicht eigens für Google aufgesetzt wurden und deren Attribute somit anders benannt sind, sofern die Pflichtattribute vorhanden sind.

Mehr zu Anwendungsmöglichkeiten und Erstellung von Feedregeln finden Sie hier.

Google Feedregeln erstellen

Google Merchantcenter – Feedregeln

 

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AdWords Recap 2016

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