Das Google Analytics ABC – Teil 1: A bis F

Analytics

API, Dimensionen, Widgets, bitte was?
Wenn man sich mit Google Analytics beschäftigt, stolpert man über eine Vielzahl an Begriffen, die erklärungsbedürftig sind. Einige von ihnen greifen wir auf und versuchen für Klarheit im Analytics-Begriffe-Wirrwarr zu sorgen 😉

Los geht’s mit den Buchstaben A bis F:

A

Absprungrate / Bounce Rate – Die Absprungrate ist der Anteil (%) der Sitzungen mit nur einer einzigen Nutzerinteraktion (der Besucher landet auf der Seite und verlässt diese ohne eine weitere Aktion auszuführen). Die Aufenthaltsdauer spielt keine Rolle.

AdWords Verknüpfung – Indem man ein Analytics-Konto mit einem AdWords-Konto verknüpft, erhält man umfassendere Daten zu der Kampagnen- und Websiteperformance. Mehr dazu in unserem Artikel „Adwords und Analytics verknüpfen“.

Akquisition (Bericht) – Der Akquisitionsbericht beschäftigt sich mit der Frage, wie die Besucher auf die Website gelangt sind – Wie hat der Besucher die Website gefunden? Ist der Besucher über einen Newsletter, soziale Medien, AdWords oder SEO auf die Website gelangt? Welche Kanäle und Strategien sind lohnenswert?

Änderungsverlauf – Den Änderungsverlauf findet man im Analytics-Konto unter dem Tab „Verwalten“, in der Spalte „Konto“. Der Änderungsverlauf umfasst alle Änderungen der vergangenen 180 Tage, die im Konto durchgeführt wurden.

Analytics.js – „analytics.js“ ist der aktuelle Universal Analytics Javascript-Code, der den alten Code „ga.js“ abgelöst hat. Den Code findet man im Analytics-Konto unter dem Tab „Verwalten“ in der Spalte „Property“ unter „Tracking-Informationen“ > „Tracking-Code“. Der Code muss vor Einsatz mit einem Code-Schnipsel zur Anonymisierung der Nutzer-Daten versehen werden. Anschließend wird der Code auf jeder Seite der Website vor dem schließenden </head>-Tag gesetzt. Mehr dazu in unserem Beitrag „Google Analytics Grundlagen“.

Analytics API – API steht für Programmierschnittstelle. Google stellt drei Analytics APIs zur Verfügung:

  1. Collection API
  2. Analytics Management API
  3. API für den Datenexport

Mehr dazu ist in der Analytics Hilfe zu finden.

Attributionsmodelle – Mit Attributen können wir Conversions den beteiligten Werbekanälen zuordnen (welcher Kanal hat am meisten zur Conversion beigetragen?). Attributionsmodelle werden strategisch eingesetzt, um Werbemaßnahmen zu optimieren. Das Standard-Attributionsmodell in Analytics ist „Letzte Interaktion“. Bei diesem Modell werden die Conversion-Werte zu 100% dem letzten Werbekanal zugeordnet, mit dem der konvertierte Nutzer zuvor interagiert hat. Weitere Attributionsmodelle sind:

  • Letzter indirekter Klick
  • Letzter AdWords-Klick
  • Erste Interaktion
  • Linear
  • Zeitverlauf
  • Positionsbasiert

Weitere Infos bietet die Google Analytics Hilfe.

Automatische Tag-Kennzeichnung – AdWords-Daten werden mit der automatischen Tag-Kennzeichnung automatisch in Analytics importiert.

 

B

Berichte – Die gesammelten Website- oder App-Daten sind in Analytics in Berichten dargestellt. Mehr dazu in unserem Artikel „Analytics Berichte und Zielvorhaben“.

Benachrichtigung – Unter dem Tab „Verwalten“ in der Spalte „Datenansicht“ lassen sich benutzerdefinierte Benachrichtigungen einrichten. Die Benachrichtigungen machen einen auf statistische Abweichungen aufmerksam.

 

C

CPC – steht für Cost-per-Click und kennzeichnet in den Analytics Berichten bezahlte Kampagnen (wie Google AdWords oder Bing Kampagnen).

Channelgruppierung – Die Channelgruppierung befindet sich im Bericht „Akquisition“. Es werden Besucherquellen in Channelgruppierungen (wie Paid Search oder Social) zusammengefasst. Es lassen sich zusammengefasste Messdaten abrufen und vergleichen.

Conversions (Bericht) – Im Conversion-Bericht sehen wir, ob unsere definierten Ziele erreicht werden.

Content-Gruppierung – Die Gruppierung von Content (Inhaltsgruppen) erfolgt entweder über den Tracking-Code oder über Regeln, die man im Admin-Bereich festlegt. Inhaltsgruppen können z.B. bestimmte Besuchergruppen (Blog Besucher, über Referenzen, Job Sucher) oder Produktgruppen sein. Diese Gruppen lassen sich im Anschluss getrennt voneinander analysieren (z.B. wie lange beschäftigen sich die jeweiligen Gruppen mit dem Seiteninhalt?).

 

D

Datenansicht – Ein Analytics-Konto besteht aus Properties (einer oder mehrere – z.B. eine für den Blog, eine für den Online-Shop und eine für die Unternehmenswebsite) und eine Property besteht aus einer oder mehreren Datenansichten. Standardmäßig ist die Datenansicht „Alle Websitedaten“ angelegt. Zusätzlich lassen sich weitere Datenansichten erstellten. Innerhalb der Datenansichten kann man Daten filtern, Zielvorhaben einrichten, Nutzer verwalten, E-Commerce-Einstellungen vornehmen u.m..

Welche Datenansichten man sinnvoller Weise ergänzen sollte, erfährt man im Artikel „Google Analytics Grundlagen“.

Dashboard – Mit Dashboards reduziert man die gesammelten Daten auf die relevantesten (aus subjektiver Sicht). Die Daten lassen sich auch visuell, in Form von Diagrammen, darstellen. Mehr zu Dashboards: http://marketingfire.de/google-analytics-dasboard-29995/

Dimensionen – Dimensionen beschreiben in den Berichten die Aktionen der Nutzer, z.B. woher der Nutzer kommt (Besucherquelle) und an welchem Standort sich der Nutzer aufhält.

Direct Traffic (Direkteinstieg) – Als Direct Traffic (oder auch Direkteinstiege) bezeichnet man die Nutzer, die die Website ohne Umwege direkt über das Browser-Fenster aufgerufen haben. Sie sind also nicht über eine Suchmaschine, Social Media oder Referenzen auf die Website gelangt

Datenimport – Mit dem Datenimport kann man Daten aus externen Quellen hochladen und mit den in Analytics erfassten Daten kombinieren. Beispiele für mögliche Datenimporte:

  • Daten zu Rückerstattungen (E-Commerce)
  • Nutzerdaten, wie Lifetime-Werte der Kunden
  • Kampagnendaten, z.B. von Kampagnen die über Drittanbieter laufen
  • Produktdaten, wie Größe, Farbe, Stil

 

E

E-Commerce – Google Analytics ermöglicht mit dem E-Commerce Bericht, Produktumsätze und Transaktionen von Online-Shops zu tracken. Um diese Daten zu tracken, muss der Tracking-Code auf der Bestellbestätigungsseite um E-Commerce-Daten (ecommerce.js) erweitert werden.

Echtzeit (Bericht) – Im Echtzeit-Bericht sehen wir, was in diesem Moment auf der Seite passiert.

Ereignis-Tracking – Das Ereignis-Tracking zeichnet alle wichtigen Nutzer-Aktionen auf der Website auf (z.B. das Abspielen eines Videos oder das Herunterladen einer Broschüre). Das Tracking muss manuell aufgesetzt werden. Wie das funktioniert, erklären wir in dem Artikel „Ereignis-Tracking“.

 

F

Filter – Mit Filtern werden ausgewählte Daten aus den Berichten ausgeschlossen, die Darstellung der Daten geändert oder die Daten umgewandelt. Filter dienen dazu, die Qualität der Berichte zu verbessern. Filter werden nicht rückwirkend auf die Daten angewendet, sondern erst ab dem Moment, in dem die Filter eingerichtet und aktiviert sind. Gefilterte Daten können nicht rückgängig gemacht werden, daher sollte man Filter erst testen (in einer eigenen Test-Datenansicht), bevor sie in die Master-Ansicht übertragen werden.

 

Teil 2: Das Google Analytics ABC – G bis Q

2 Antworten zu “Das Google Analytics ABC – Teil 1: A bis F”

  1. Hendrik sagt:

    Hallo Sabrina,

    tolle Idee ein Google Analytics ABC als Beitrag zu verfassen! Auf der Suche nach Informationen bin ich darüber gestolpert. Der Beitrag hat mir gut weitergeholfen! Beim Lesen des Artikels ist mir jedoch ein kleiner Fehler aufgefallen. Unter "Analytics.js" wird erklärt, dass man den Tracking-Code direkt hinter dem <body> einfügen soll. Das ist aber nur für den Google Tag Manager richtig, der Tracking-Code für Analytics wird direkt vor dem </head> eingefügt!

    Liebe Grüß und danke für den tollen Beitrag!
    Hendrik

    • sabrina sagt:

      Hallo Hendrik,

      lieben Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass der Artikel dir gefällt 🙂
      Du hast natürlich recht. Der Tracking-Code gehört vor dem </head>-Tag. Ich habe es sogleich korrigiert.

      Viele Grüße,
      Sabrina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Weitere Artikel zu Analytics

Auf der SMX East im Oktober 2016 kündigte Babak Pahlavan (Senior Director... Mehr lesen »

„Was soll ich eigentlich mit diesem Analytics?“ Wenn Sie sich diese... Mehr lesen »

Vergangenen Donnerstag war es wieder soweit: Die größte Google Analytics... Mehr lesen »


Weitere Artikel von Sabrina
Online Marketing
Die Social Media Plattform XING wurde 2003 gegründet und dient... Mehr lesen »

Online Marketing
[Update: 03/2017] Seit 2012 gibt es ihn und seitdem erleichtert er die... Mehr lesen »

AdWords
Update 02/2017: Der Dimensionen-Tab ist einer der Tabs in der Google... Mehr lesen »

Top-Beiträge

Facebook

Bilder posten auf Facebook

Nicht jedes Bild passt in das neue Konzept der Facebook Chronik. Aber wie müssen Bilder jetzt... Mehr lesen »
Design

13 coole Header-Effekte für Webseiten

Ich zeige euch 13 coole Header-Effekte für Webseiten, die beim Scrollen animiert werden. Manche... Mehr lesen »
AdWords

5 Tipps zur Verbesserung der CTR

Update 04/2016   Die CTR (Click-Through-Rate, also die Klickrate) spielt eine große Rolle in... Mehr lesen »
^