Das Google Analytics ABC – Teil 2: G bis Q

Analytics

Unser Analytics ABC geht in die zweite Runde. Heute beschäftigen wir uns mit den Buchstaben G bis Q.

Auf der Suche nach Teil 1: A bis F? Dann bitte hier entlang: Das Google Analytics ABC – Teil 1: A bis F

G

Gclid – Der Google AdWords gclid-Paramenter wird auch als automatische Tag-Kennzeichnung bezeichnet. Mit dem gclid-Parameter werden die AdWords-Daten automatisch in Analytics übertragen – vorausgesetzt, die beiden Konten sind miteinander verknüpft. Der Parameter wird automatisch von Google an die Ziel-URL angehängt, die hinter der AdWords Anzeige liegt.

Google-Konto – Um die Google-Dienste, wie etwa Analytics oder AdWords, nutzen zu können, benötigt man ein Google-Konto. Ein Google-Konto kann man z.B. hier erstellen: https://accounts.google.com/login?hl=de

 

I

Interaktion – Eine Interaktion ist eine Handlung, die ein Nutzer auf der betreffenden Website (oder in der App) ausführt. Das umfasst zum Beispiel Seitenaufrufe, Ereignisse oder E-Commerce-Transaktionen. Eine Gruppe von Interaktionen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgeführt werden, bilden eine Sitzung.

 

J

JavaScript – JavaScript (kurz: JS) ist eine Skript-Sprache, die auch für Google Analytics eingesetzt wird. Um die eigene Website mit Analytics auswerten zu können, muss diese um den Analytics JavaScript-Code erweitert werden (analytics.js). Wo man diesen Code findet und wie man ihn implementiert erfährst du im Beitrag „Analytics Grundlagen“.

 

K

Kampagnen-Tracking – Analytics ermöglicht uns, Kampagnen zu tracken. Das können AdWords-, aber auch Facebook-, E-Mail- oder Affiliate-Kampagnen sein.

AdWords-Anzeigen werden standardmäßig durch automatische Tag-Kennzeichnung getrackt. Bei Facebook und Co. muss man manuell mit UTM-Parametern nachhelfen.

Klick – Klicks sind ein beliebter Messwert für AdWords-Anzeigen. Wenn wir AdWords und Analytics verknüpft haben, werden die Klicks auch im Analytics Kampagnenreport angezeigt. Zusätzlich sehen wir auch Sitzungen. Oft stimmen die beiden Werte nicht überein. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich: Klicks sind die Anzahl an Anzeigenklicks. Die Sitzungen geben die Anzahl an eindeutigen Nutzer-Sitzungen an.

Wenn ein Nutzer wiederholt auf eine Anzeige geklickt hat, verzeichnet AdWords mehrere Klicks aber nur eine Sitzung (vorausgesetzt er klickt innerhalb derselben Sitzung auf die Anzeige).

Ein weiteres Beispiel: Wenn ein Nutzer auf die AdWords-Anzeige klickt, aber die Seite wieder schließt, bevor sie laden konnte, kommt ebenfalls eine Abweichung zwischen Klicks und Sitzungen zu Stande.

Kontoeinstellungen – unter den Kontoeinstellungen lassen sich die Datenfreigabe und Datenverarbeitung verwalten.

Empfehlenswert ist die Aktivierung der Position „Technischer Support“. So kann der Google Analyitcs Support auf das Konto zugreifen, um z.B. bei der Behebung von technischen Problemen zu helfen.

Weitere Informationen zu den Datenfreigabeeinstellungen liefert die Google Hilfe.

 

L

Lösungsgalerie – Ich bin ein großer Fan, der Analytics Lösungsgalerie (oder auch Analytics Solutions Gallery). Dort findet man eine große Auswahl an kostenlosen Dashboards, Reportings und Segmenten, die man für sein eigenes Analytics Konto nutzen kann. Die Vorlagen lassen sich anschließend auch auf individuelle Bedürfnisse anpassen. Hier geht’s zur Galerie: https://analytics.google.com/analytics/gallery/#

 

M

Messwerte – Messwerte sind das Gegenstück zu den Dimensionen. Sie liefern in den Berichten quantitative Informationen. Eine Dimension ist zum Beispiel „Stadt“. Der Messwert wäre dann u.a. die Anzahl an Sitzungen aus den einzelnen Städten.

Measurement-Protocol – Mit dem Measurement-Protocol kann man Daten von einem Kassensystem, Kiosk o.Ä. an Analytics senden, vorausgesetzt das Gerät ist mit dem Internet verbunden. Anders als für Websites oder Apps, müssen die Treffer für die Datensammlung für diese Geräte manuell erstellt werden. Das Measurement Protocol legt fest, wie die Treffer generiert und an Analytics gesendet werden. Weiterführende Informationen liefert die Google Entwicklerseite.

Multi-Channel-Trichter (MCT) – Der Bericht, Multi-Channel-Trichter, hilft uns dabei die Customer Journey zu verstehen. Nutzer werden nicht immer umgehend zu Käufern/Kunden, wenn sie unsere Website das erste Mal besuchen. Aber war dieser Besuch wertlos, wenn der Nutzer zu einem späteren Zeitraum doch noch konvertiert oder war er ein wichtiger Bestandteil des Kaufprozesses? Der Bericht hilft dabei die Wege im Entscheidungsprozess nachzuvollziehen. Sina erläutert in ihrem Artikel anschaulich die Funktionsweise und Vorteile des Multi-Channel-Trichters.

Manuelle Tag-Kennzeichnung – Um Online-Kampagnen (mit Ausnahme von AdWords) in Analytics auswerten zu können, müssen die Kampagnen-Links manuell mit Tags oder auch UTM-Parametern ausgestattet werden.

 

N

Not set – Wenn man mit den Analytics-Berichten arbeitet, stolpert man in der Regel irgendwann über den Eintrag (not set). Die Bezeichnung (not set) erscheint dann, wenn der Tracking-Code für eine Dimension keinen Wert gefunden hat. Wenn z.B. im Kampagnen-Bericht (not set) steht, sind die Nutzer nicht über einen Kampagnen-Link, sondern über einen Direkteinstieg oder organische Suche auf die Website gelangt. Für eine Kampagne wird ein Wert über den Parameter utm_campaign (UTM-Parameter) oder aus AdWords (automatische Tag-Kennzeichnung) erwartet.

Die (not set) Einträge lassen sich im Bericht über die Filterfunktion entfernen (z.B. Ausschließen > Kampagne > Genau passend > (not set)).

 

O

Organic (organisch) – Organic (oder organisch) ist ein Medium. Der Traffictyp kommt in den Berichten meistens in der Kombination google oder bing vor (Quelle/Medium). Dabei handelt es sich um die Nutzer, die über die organischen Suchergebnisse einer Suchmaschine (meistens Google oder Bing) auf die Website gekommen sind.

 

P

Papierkorb – Wenn man ein Konto, eine Property oder eine Datenansicht in Analytics gelöscht hat, lässt sich diese innerhalb von 35 Tagen wiederherstellen. Nach Ablauf der 35 Tagen sind die Daten jedoch endgültig gelöscht.

Property – Ein Analytics-Konto besteht aus Properties und Datenansichten. Jede Property hat eine eigene Property-ID, die dem Tracking-Code zugeordnet ist. Es ist möglich zwei Webseiten einer Property zuzuordnen (z.B. Firmenwebsite + Blog). Die Daten lassen sich dann in eigenen Datenansichten trennen und organisieren.

Alternativ erhält jede Seite – also z.B. die Firmenwebsite, der Blog, der Online-Shop – eine eigene Property. Nachteil: Die Seiten lassen sich nicht zusammen in einem Bericht analysieren (was ggf. für die eigenen Ziele irrelevant ist).

Es ist wichtig, sich vorab Gedanken über die eigenen Ziele und Kontostruktur zu machen, und einen Implementierungsplan zu erstellen.

 

Q

Quelle/Medium – Die Quelle ist der Ursprung der Besucher (z.B. Google oder Facebook). Das Medium ist die Kategorie der Quelle (z.B. organic oder cpc, für bezahlten Traffic).

 

Hier geht es zum ersten Teil: Das Google Analytics ABC – Teil 1: A bis F

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