Das kleine Google-Shopping 1×1 — Teil 3: Die Kampagnenoptimierung

Online Marketing

Der optimale Ausgangspunkt für Ihre Shoppingkampagne ist zunächst ein funktionierender Feed und eine sinnvolle Kampagnenstruktur. Beide Aspekte habe ich in Teil 1 und Teil 2
dieses Artikels bereits ausführlich beschrieben.

Die Kampagnenoptimierungsmöglichkeiten sind bei Shopping-Kampagnen — im Vergleich zu Such- & Displaykampagnen — eher begrenzt. Nichts desto trotz kann man auch außerhalb des Feeds in der AdWords-Oberfläche selbst einiges für den Erfolg seiner Kampagne tun.

  1. Ausschließende Keywords
    Auch wenn Shoppingkampagnen nicht direkt Keyword-basiert sind, funktionieren sie ebenso auf Basis von Suchanfragen, die sie gegebenenfalls als Negativ-Keywords ausschließen können.
    Wenn Sie beispielsweise einen Online-Shop für Klempnerbedarf  betreiben und hier Dichtungsringe vertreiben, sollten Sie Keywords, wie Ehe, Verlobung, Freundschaft usw. ausschließen. So vermeiden Sie, dass User, die auf der Suche nach Schmuck sind, Ihre Anzeige klicken und so Kosten verursachen.
    Wie Sie Negativ-Keywords auswählen und Listen erstellen, verraten wir Ihnen hier.
  1. Bidmanagement
    Anders als bei so mancher Such- oder Displaykampagne, habe ich bei Shoppingkampagnen sehr gute Erfahrungen mit dem auto-optimierten CPC gemacht. Insbesondere zum Start kann dieser Ihrer Kampagne einen enormen Uplift verschaffen.
    Dennoch sollten Sie die Performance ihrer einzelnen Produktgruppen immer im Auge behalten und die Gebote entsprechend anpassen. Je granularer Sie hier vorgehen, desto besser. Wenn die Größe Ihrer Kampagne es einigermaßen zulässt, sollten Sie sich möglichst die Performance der einzelnen Produkte ansehen. Wenn Sie den Warenkorbwert im Conversioncode mit übergeben, können sie so direkt den Umsatz eines Produktes den Kosten gegenüberstellen. Dazu sollten Sie in jedem Fall die „Wert/Conversion“- (1.) bzw. die „Conversion-Wert gesamt“- (2.) Spalte einstellen.Neben der Rentabilität eines Produktes bzw. einer Produktgruppe, ist der Benchmark-CPC (3.) (besonders zum Start einer Kampagne) ein guter Orientierungswert. Dieser verrät Ihnen, wie viel Werbetreibende, die vergleichbare Produkte anbieten, im Schnitt für einen Klick zahlen.
    Tipp: Liegen sie über diesem Benchmark-CPC und erhalten trotzdem keine Impressions, liegt sehr wahrscheinlich ein Fehler in Ihrem Feed vor. Die Feediagnose im Merchantcenter gibt in diesem Fall Aufschluss.

    Conversion-Wert

    Conversionwert

  1. Geografische & Geräte-spezifische Ausrichtung
    Beim Bidmanagement sollten Sie ebenfalls die geografische und Geräte-spezifische Kampagnenperformance beachten. Hier können Gebotsanpassung ebenso einen wichtigen Hebel darstellen.
    Je nach Produkt & Shopseite sind mobile Käufe deutlich günstiger oder auch teurer, als Käufe, die auf dem Desktop getätigt wurden. Behalten Sie die mobilen Gebote also im Auge, um Ihre Potentiale auszunutzen.
    Bei Kampagnen innerhalb Deutschlands, ist es meist ratsam, die einzelnen Bundesländer und gegebenenfalls auch ausgewählte Städte (die für Ihre Kampagne bedeutsam sind) in die Ausrichtung mit aufzunehmen, sodass Sie darauf ebenfalls einzeln bieten können.

    Geografische Ausrichtung

    Bidmanagement – Geografische Ausrichtung

  1. Segmente
    Über die Segmente können Sie Ihre Shoppingkampagne unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. So lässt sich z.B. einsehen, zu welcher Tageszeit oder an welchem Wochentag die Kampagne wie performt. Nutzen Sie diese Informationen und passen Sie den Werbezeitplaner dementsprechend an. Haben Sie z.B. Montag Nachts haufenweise Klicks, aber keine Käufe, können Sie die Kampagne in diesem Zeitraum pausieren.
    Oder Sie stellen fest, dass Ihre Kampagne an Sonntagen besonders gut verkauft, aber das Budget hier regelmäßig schon vorzeitig ausgeschöpft ist, können Sie eine Regel erstellen, die Ihr Budget sonntags um eine gewisse Summe erhöht. Wie Sie solche Regeln erstellen, erklären wir Ihnen hier.

 

Viel Erfolg beim Optimieren Ihrer Shopping-Kampagne.

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