Das kleine Google Shopping 1×1 — Teil 2: Die Kampagnenstruktur

AdWords

Im ersten Teil dieses Artikels sind wir bereits auf den Produktfeed und die Best Practices der Pflichtattribute eingegangen. In diesem Artikel beschäftigen wir uns nun mit den Optimierungsmöglichkeiten in AdWords selbst.

Zunächst soll gesagt sein, dass es kein Patentrezept gibt. Jede Shoppingkampagne ist anders, da verschiedene Shops verschiedene Produktstrukturen, Margen und die unterschiedlichsten Zielgruppen haben. Dennoch gibt es einige Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie Ihre Google-Shopping-Kampagne nach vorne bringen wollen. Allen voran: Die Kampagnenstruktur.

Je nach Größe und Komplexität Ihres Online-Shops empfiehlt es sich meist, mehrere Kampagnen aufzusetzen. Wenn unterschiedliche Produktgruppen sehr unterschiedliche Margen haben, ist es viel übersichtlicher, diese in verschiedene Kampagnen aufzuteilen. So wird auch das Bidmanagement deutlich leichter. Sind Sie beispielsweise ein Hersteller für Haushaltsgeräte, könnte die Unterteilung in Maschinen und Ersatzteile sinnvoll sein.

Dies lässt sich über den Inventarfilter in den Kampagneneinstellungen umsetzen.
Inventarfilter

Dabei kann ebenso nach benutzerdefinierten Labels gefiltert werden (sofern Sie diese in Ihrem Feed eingebaut haben). Das ermöglicht Ihnen z.B. Kampagnen mit saisonalen oder Sonderangeboten zu separieren und mit höherer Priorität und höheren CPCs zu pushen.

Die Priorität finden Sie ebenfalls in den Kampagneneinstellungen.
Shopping_Priorität

Wenn Sie Inventarfilter nutzen, sollten Sie immer eine „Backup-Kampagne“ haben, die alle Produkte (also keinen Inventarfilter) beinhaltet, auf niedrige Priorität eingestellt und mit niedrigeren CPCs bestückt ist. Falls Ihre Filterkriterien nicht mehr funktionieren sollten — was z.B. passieren kann, wenn das Attribut, nach dem Sie filtern, im Shop geändert wird — wird diese Kampagne ausgeliefert.
Beispiel: Sie betreiben einen Shop mit Nahrungsergänzungsmitteln und haben jeweils eine Kampagne für den Produkttyp „Gesundheit“ und „Schönheit“. Wenn der Produkttyp „Schönheit“ nun in Ihrem Shopsystem in z.B. „Wellness“ umbenannt wird, würden die Anzeigen  für die Schönheitsprodukte nicht mehr ausgeliefert bis sie den Inventarfilter ebenfalls ändern.

Beachten Sie also: Bei gleichen Produkten in verschiedenen Kampagnen wird immer zuerst die mit der höheren Priorität ausgeliefert — wenn beide die gleiche Priorität haben, entscheidet der höhere CPC.

Bei begrenztem Tagesbudget ist es außerdem sinnvoll, Ihre Topseller in einer eigenen Kampagne mit hohem Budget zu separieren. So verhindern Sie, dass schlecht performende Produkte das Budget frühzeitig aufbrauchen und Ihre Kassenschlager dadurch nicht mehr ausgeliefert werden.

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