Klickbetrug in Google AdWords — So minimieren Sie die Gefahr.

AdWords

Der jährliche Schaden durch Klickbetrug (auch genannt Click Fraud) ist enorm. Im Jahr 2005 belief sich der Schaden durch Klickbetrug auf ca. 5,1 Mrd. Euro (Quelle: http://www.xplus-web.de/klick-betrug-ein-millionengeschaeft/)
— Der Albtraum eines jeden Werbetreibenden. Die Ausgaben werden massiv in die Höhe getrieben und im schlimmsten Fall ist das Tages-Budget aufgebraucht, ohne eine einzige Conversion generiert zu haben. Doch sind wir nicht vollkommen hilflos ausgeliefert. Es gibt Mittel und Wege, ungültige Klicks zumindest zu minimieren.

 

Was genau ist Klickbetrug?
Google definiert Klickbetrug als jene Klicks, die in betrügerischer Absicht entweder manuell oder automatisiert generiert werden. Betrügerische Klicks und versehentliche Klicks (hierzu zählt auch der 2. Klick eines Doppelklicks) werden in Adwords als ungültige Klicks zusammengefasst.

 

Welche Arten von Klickbetrug gibt es?
Im Allgemeinen gibt es deutlich mehr dieser betrügerischen Aktivitäten im Display-Netzwerk. Ein Grund hierfür ist die Motivation der Seitenbetreiber, Geld zu verdienen.

Stellen Seitenbetreiber Anzeigenplätze zur Verfügung sind sie natürlich daran interessiert möglichst viele Klicks zu generieren und somit viel Geld zu verdienen. Ausgenommen davon sind Remarketing-Kampagnen. Hier ist die durchschnittliche Anzahl an ungültigen Klicks meist deutlich geringer.

Klickbetrug wird aber auch im Suchnetzwerk betrieben. Der häufigste Grund hierfür: Missgünstige Mitbewerber, die so versuchen, das Tagesbudget der Konkurrenz aufzubrauchen und Conversions zu verhindern.

Die gängigsten Methoden zur Durchführung von Klickbetrug sind:

  • Manuelles Klicken
  • Klickfarmen (manuelles Klicken vieler Personen als „Dienstleistung“)
  • Klick-Bots (Roboter, die automatisiert Klicken)
  • Botnets (Netzwerk aus Computern, die gehackt wurden und zum Klickbetrug genutzt werden)

 

Was tut Google gegen den Klickbetrug?
Proaktiv: Google nutzt Algorithmen, die stetig weiterentwickelt werden und jeden Klick analysieren. Hier wird besonderes Augenmerk auf IP-Adresse, Tageszeit und Wiederholung eines Klicks gelegt. Klicks aus bekanntermaßen unzulässigen Quellen werden hier ebenfalls herausgefiltert.
Alle Klicks, die von Google als ungültig eingestuft werden, werden dabei automatisch von Ihrer Rechnung abgezogen.

Reaktiv: Jede Anfrage eines Werbetreibenden, der verdächtige Aktivitäten in seinem Konto bemerkt, wird ernstgenommen und überprüft.

 

Wie kann ich die Gefahr des Klickbetrugs minimieren?
Leider lässt sich Klickbetrug nie ganz ausschließen, dennoch können Sie die Gefahr deutlich reduzieren, wenn Sie aufmerksam sind.

Diese einfachen Handlungsweisen helfen Ihnen dabei:

  • Prüfen Sie immer Ihre Klickkosten-Abrechnung und beobachten Sie größere Abweichungen vom Betrag des Vormonats.
  • Legen Sie bei Display-Kampagnen besonderes Augenmerk auf die Placements.  Ist die Klickrate bei einem Placement unnatürlich hoch (z.B. über 10% bei einer Display-Kampagne). Sollten Sie hellhörig werden. Insbesondere wenn die Anzahl der Conversions vergleichsweise niedrig ist. Häufig handelt es sich dabei um Seiten, bei denen die Anzeigen so angelegt sind, dass der User z.B. klicken „muss“, um die Seite zu verlassen. Diese Placements sollten Sie natürlich schleunigst aus Ihrer Kampagne ausschließen. Mehr zur Optimierung Ihrer Placements hier.
  • Werfen Sie in regelmäßigen Abständen einen Blick auf die ungültigen Klicks in Ihrem Adwords Konto.
    Diese können Sie sich folgendermaßen anzeigen lassen:
  1. Wählen Sie betreffende Kampagne aus und klicken Sie auf den Tab „Dimensionen“.

Ungültige Klicks anzeigen1

2. Klicken Sie auf „Spalten“ und „Spalten anpassen“.

Ungültige Klicks anzeigen 2

Ungültige Klicks anzeigen 2

3. Wählen Sie unter „Leistung“ die „ungültigen Klicks“ bzw. „ungültige Klickrate“ aus.

Ungültige Klicks anzeigen 3

Ungültige Klicks anzeigen 3

 

Sollten Sie auf Ungereimtheiten innerhalb Ihres AdWords Kontos stoßen, können Sie sich hier an Google wenden.

 

 

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