Klickstarke Banner? So funktioniert´s!

Online Marketing

Bannerblindheit – das ist die schreckliche Krankheit, bei der User keine Werbebanner mehr wahrnehmen. Doch wie müssen Banner aussehen, damit sie eben nicht von der Mehrzahl der Internetuser schlichtweg ignoriert bzw. nicht gesehen werden? Wer mit AdWords arbeitet weiß: Banner bieten eine schöne Abwechslung zu den klassischen Textanzeige. Vor allem im Display-Netzwerk können Sie dazu genutzt werden, zusätzliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.  Das weiß auch Google und schraubt schon seit geraumer Zeit an der Bannerauslieferung im GDN (Google Display Netzwerk). Wie meine Kollegin Sarah letzte Woche bereits berichtet hat, gibt es seit Neuestem die Möglichkeit, Banner automatisch auf Grundlage Ihrer Website generieren zu lassen. Wie das genau funktioniert, können Sie hier nochmal nachlesen.

Eines steht zweifelsohne fest: Mit dem Tool können ohne große Mühen oder Design-Kenntnissen spielend einfach Banner erstellt werden.

Aber sind solche automatisch erstellten Banner auch klickstark?

Ich habe den Test gemacht und die von Google erstellte Banner von marketingfire.de hinsichtlich meiner Meinung nach wichtiger Punkten untersucht.

Schauen wir uns zunächst mal an, was uns das Tool ausgespuckt hat:

Hmmm, das hat mit unserem schönen Blog erst einmal gar nichts zu tun :-(.

  1. Die Farben stimmen nicht mit den Hauptfarben überein
  2. Das Logo wird nicht gefunden und stattdessen durch einen Platzhalter ersetzt
  3. Störend auf den ersten Blick: Unruhe. Die Banner wirken sehr vollgestopft und unübersichtlich.
  4. Texte werden einfach abgeschnitten, wenn kein Platz mehr vorhanden ist
  5. Die Call-to-Action ist zwar rot hervorgehoben, für meinen Geschmack aber dennoch nicht markant genug
  6. Welche Botschaft die Banner vermitteln wollen, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben
  7. Grafiken werden unscharf dargestellt, was dazu führt, dass es vom User als „unseriös“ wahrgenommen wird

Na gut, das war nichts! Ich versuche es nochmal mit einem anderen Accout mit anderer Website: Unsere Firmenwebsite www.morefiremedia.de. Mal sehen…

Schon besser – jetzt stimmen zumindest schon mal die Farben und das Logo. Außerdem sehe ich – was auf Bannern zusätzlich für eine gute Klickrate sorgt – ein Gesicht (in diesem Fall von unserem Geschäftsführer Robin). Bleibt immer noch das Problem mit den abgeschnittenen Texten, der fehlenden Information und den zu schwachen Call-to-Actions…

Fazit:
Man kommt leider nicht ganz drum herum, selbst nachzubessern – sei es am Text oder an dem fehlenden Logo.  Doch – und das muss man wirklich sagen – für erste Tests mit Bannern im Google Display-Netzwerk – eignet sich das Tool super.

Hier aber nun noch die wichtigsten Punkte, die Sie bei der Erstellung von klickstarken Bannern im Auge behalten sollten (Studienergebnisse von e-dialog):

1. Call-to-Action?
Achten Sie auf eine vernünftige, starke und aussagekräftige Call-to-Action: „Hier testen“, „unverbindlich anfragen“, „Jetzt mitmachen“, damit der User weiß, was er tun soll. Die Call-to-Action sollte bei animierten Bannern in jedem Frame sichtbar sein

2. Menschen, Gesichter, Emotionen?
Banner mit Menschen erreichen bessere Klickraten als Banner ohne Menschen

3. Preisangaben?
Entweder Sie nennen gar keinen Preis oder das Wörtchen“Gratis“

4. Frames?
Banner mit fünf oder mehr Frames sind gut geeignet, um eine hohe Klickrate zu erzielen

5. Videos?
Banner mit integrierten Videos sind das Bannerformat, mit dem die besten Klickraten erreicht werden können

6. Testimonials?
Je bekannter Ihr Testimonial für Ihre Zielgruppe, desto besser für Ihre Klickrate

7. Verknappung?
Wer hätte es gedacht? Aber eine Verknappung Ihres Angebots wirkt sich negativ auf die Klickrate aus

8. Farbe?
Laut Studie werden Grau und Rosa als Hauptfarben am besten geklickt – viel nackte Haut sorgt außerdem für eine gute Klickrate (ob das jetzt bei Ihnen sinnvoll ist oder nicht, überlasse ich Ihnen)

9. Blinken?
Verzichten Sie besser auf Blinkeffekte! Banner ohne dieses Special erreichen eine höhere Klickrate

Banner sind das Mittel, um den Erstkontakt mit Ihrem zukünftigen Kunden herzustellen (Im Falle von Remarketing, um den Kontakt zu einem verlorenen User wiederherzustellen). Doch damit Ihre Banner auch nach dem Klick performen und die gewünschten Ziele erfüllen, sollten Sie natürlich auch darauf achten, dass die Banner zur dahinter liegenden Landingpage passen. Vermeiden Sie also zu große Brüche, sowohl inhaltlich als auch optisch.

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