Das Kontaktformular 2.0 oder 5 Tipps für Kontaktformulare

Online Marketing

Bevor wir auf das Thema Kontaktformulare zu sprechen kommen… 2.0 oder in Worten Zwo Punkt Null, sagt man noch so?!?

Zurück zum eigentlichen Thema: Kontaktformulare findet man so ziemlich auf jeder Webseite. Kontaktformulare sind wichtig! Denn sie ermöglichen den Kontakt eines Kunden mit dem Unternehmen. Ja, auch in Zeiten des Web 2.0 haben Kontaktformulare noch Ihre Berechtigung, denn wer will schon beispielsweise eine Anfrage nach einem Angebot auf Facebook posten? Niemand!

Da Kontaktformulare weiterhin wichtig sind und bleiben werden, sollte man bei der Erstellung dieser ein paar Regeln und Kniffe beachten:

1. Fragen Sie nur notwendige Daten „direkt“ im Kontaktformular ab

Das haben Sie sicherlich schon öfters gehört, trotzdem muss ich es an dieser Stelle noch mal wiederholen, da es so essentiell für erfolgreiche Kontaktformulare ist: Minimieren Sie die Anzahl der Datenfelder so weit wie möglich. Je weniger der Kunde ausfüllen muss, umso so besser, sprich umso so höher die Conversion Rate.

Dabei können Felder wie das Telefon-Feld zu echten (Formular-Ausfüll-)Lustkillern werden, insb. wenn der Kunde dazu gezwungen ist Angaben zu machen, da es ein Pflichtfeld ist.

Schöner Nebeneffekt: Datenschützer mögen sie gleich viel mehr, je weniger Daten sie abfragen und abspeichern.

2. Fragen Sie hilfreiche Daten „indirekt“ im Kontaktformular ab

Mit diesem Punkt verspielen Sie es sich gleich wieder mit den Datenschützern. Denn es gibt auch die Möglichkeit Informationen über einen Kunden zu erhalten, ohne ihn danach zu fragen.

Doch bevor wir beginnen: Um sich hier im Sinne des Datenschutz auf der rechtssicheren Seite zu bewegen, fragen Sie nur das ab, was im Zusammenhang mit dem Zwecke der Anfrage dienen kann und vermerken Sie dies explizit in Ihren Datenschutzbestimmungen Ihrer Webseite. (Sollten Sie keine Datenschutzbestimmungen haben, sie brauchen unbedingt welche, sobald sie ein Kontaktformular integrieren.)

Welche Daten kann man „indirekt“ abfragen?

  • Datum und Uhrzeit der Anfrage
  • Seite auf der die Anfrage ausgelöst wurde
  • Bei mehreren Formularen auf der Seite, über welches Formular die Anfrage ausgelöst wurde
  • Wie viele Seitenaufrufe der Kunde vor der Anfrage getätigt hat (kann man in PHP zum Beispiel ermitteln in dem man eine Session startet und einen Parameter bei jedem Seitenaufruf hoch zählt)
  • Welche Seiten er vor der Anfrage wie oft aufgerufen hat (s.o.)

Der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.

Wie kann man die Daten „unsichtbar“ im Kontaktformular hinterlegen?

Das geht ganz leicht im HTML-Code über ein Input-Feld mit dem type=“hidden“. Sollte Ihnen das alles nichts sagen, leiten Sie diesen Artikel an Ihre Programmierer weiter, die wissen dann Bescheid.

3. Validieren Sie die Eingaben im Kontaktformular!

Sie müssen die Eingaben Ihrer Kunden vor Absenden des Kontaktformulars prüfen. Zum einem ist dies ein wichtiger Sicherheitsaspekt, da ansonsten Kontaktformulare auf Ihrer Webseite eine nicht allzu geringe Sicherheitslücke darstellen könnten. Zum anderen wollen Sie von Ihren Kunden valide Daten erhalten. Was nützt Ihnen eine falsche E-Mail-Adresse, die sie nicht anmailen können? Genau, gar nichts!

Daher: Validieren Sie immer die Formulareingaben. Entweder mit einer Serverseitigen Programmiersprache wie PHP bei Absenden des Formular und/oder mit einer Clientseitigen Programmiersprache wie Javascript. Vorteil bei Javascript: Eine gut gemachte Validierung zeigt nicht nur falsche Formulareingaben vor Absenden an, sondern auch wenn eine Fomulareingabe richtig ist (z.B. mit einem grünen Häkchen). Dadurch wird der Kunde noch einmal positiv bestärkt.

4. Bei sensiblen Daten: HTTPS für das Kontaktformular

Bei Kontaktformularen in der Regel nicht zwingend notwendig, Sie sollten aber trotzdem über eine SSL-Verschlüsselung Ihrer Webseite oder zumindest der Formular-Seite nachdenken. Läuft die Verbindung über HTPPS statt nur HTTP sind sensible Daten besser vor Hackerangriffen geschützt (natürlich müssen auch andere Mechanismen zur Absicherung greifen).

Zudem kostet ein SSL-Zertifikat für eine Domain (und eventuell alle Subdomains) heutzutage meist weniger als 100 € pro Jahr. Da ist nicht viel, wenn man den Gewinn an Sicherheit und Vertrauen beim Kunden gegen rechnet. Zusatztipp: Zeigen Sie in der Nähe des Formulars an, das dieses per SSL abgesichert ist, damit der Kunde es auch ja nicht übersieht.

5. Das Kontaktformular ist abgesendet… und nun?

Ein gutes Kontaktformular hört nach dem Absenden des gleichen nicht auf. Daher noch ein paar Tipps für danach:

  • Nachdem der Nutzer den Absenden-Button geklickt hat, sollten sie diesen und alle Eingabefelder sperren, sowie eine Lade-Nachricht (zum Beispiel ein Spinning Wheel) anzeigen. Hintergrund: Bei langsamen Internetverbindungen kann das Laden so lange dauern, das der Nutzer mehrmals hintereinander ein Formular absendet oder gar vorher die Seite verlässt. Das wollen Sie unbedingt vermeiden!
  • Zeigen Sie nach erfolgreichem Absenden eine Bestätigung (oder Fehler) an. Diese sollte möglichst prominent sein, damit sich der Kunde auch wirklich sicher sein kann, dass das Formular abgesendet wurde.
  • Gestalten Sie die Mail an sich selbst möglichst informativ und gut strukturiert, so dass sie die Formulareingaben schnell und effizient erfassen können.
  • Speichern Sie die Kundendaten nur zusätzlich in eine Datenbank ab, sofern dazu eine Notwendigkeit besteht (wieder ein Pluspunkt bei den Datenschützern).

Sie sehen, so manches Kontaktformular birgt noch eine Menge Potenzial.

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