Recap: Native Ads Camp 2017

Online Marketing

Wie sieht die Zukunft von Native Advertising aus? Was müssen Brancheninsider, Fachleute, aber auch Neueinsteiger alles beachten? Wo wird in diesem Jahr der Fokus liegen? Über diese und viele weitere Fragen wurde dieses Jahr beim Native Ads Camp diskutiert. Dazu gab es in diesem Jahr zahlreiche Cases, Strategien, Content und KPIs.

Native Ads Camp

In rund 20 Vorträgen und zwei Podiumsdiskussionen bekamen die Besucher eine geballte Ladung Input geliefert. Was davon für Agenturen am hilfreichsten war, werde ich in diesem Blogartikel vorstellen.

Nahezu jeder Speaker wagte sich auch dieses Jahr an eine Definition von Native Advertising. Die meiner Meinung nach beste, so wie Tobias Lobe von Airmotion Media GmbH sie nannte, „Minimaldefinition“ lautet:

„Native Advertising ist redaktionell aufbereitete Werbung, die sich an das Design (Look & Feel) der Plattform und an die erwartete User Experience des Nutzers anpasst.“

(Quelle: Airmotion Media/Onpage.org)

Ein wichtiger Punkt, der oft angesprochen wurde: Die Werbung in Form von Native Ads soll den Nutzer nicht stören. Denn nur dann erhöht sich auch die Interaktionsrate.

Till Göhre von Plista knüpfte mit seinem Vortrag „Native Works. And Here Is Why.“ genau dort an. Er ist, wie auch viele andere Speaker, der Überzeugung, dass Display Werbung rückläufig ist. Immer wieder wird von Banner Blindness gesprochen. Durch Native Ads jedoch könne eine intensivere Wahrnehmung, höhere Conversionrate entlang des Ad Engagement Funnels und eine Steigerung von Brand Awareness erreicht werden.

Ad Engagement Funnel

Quelle: www.customermagnetism.com

Wirklich neue Trends beim Thema Native Advertising gab es dieses Jahr aber nicht. Was allen schon längst bewusst ist, aber leider nicht immer umgesetzt wird, ist das Thema Mobile. Richard Firminger von Yahoo! Deutschland bot mit seinem Vortrag ein paar Insights. Laut seiner Aussage regieren Native Ads seit zwei Jahren das mobile Netzwerk. Auch Robert Günther von Facebook ist der Meinung, dass die Zukunft von mobile Native Ads sind.

Er ist der Meinung, dass bis zum Jahr 2020 ganze 64 % von mobile native sein wird. Das Engagement bei Native Ads sei 20-60 % höher als bei klassischen Bannern. Zudem sei die Interaktion einfacher und es sei wichtig, Native Ads früh in den Monetarisierungsprozess einzubauen.

Neben den wichtigsten Erkenntnissen zu Native Ads, gab es auch einige Tipps für die Gestaltung von Native Ads und zur Erstellung einer erfolgreichen Native Kampagne:

5 Tipps für gut performende Native Ads:

  1. Verschiedene Image-Text Kombinationen einsetzen
  2. Anzeigen alle 2 Wochen neu erstellen
  3. Aufmerksamkeitserregende Bilder und Elemente verwenden
  4. Headline kurz halten
  5. Anzeigen mit einer geringen CTR entfernen

5 Tipps für eine erfolgreiche Native Kampagne

  1. Zu Anfang mit einem hohen Gebot einsteigen
  2. Eine Retargeting Kampagne einrichten
  3. Die Publisher Performance kontrollieren
  4. Gute User Experience sicherstellen
  5. A/B Testing (hier gilt: Immer Anzeigen gegeneinander testen, denn nur so weiß man, welche Anzeige wirklich gut funktioniert)

Neben dem Hauptthema Native Advertising gab es aber auch wieder einige Vorträge zum Thema Content Marketing.

Yufeng Cui (G+J e/MS) stellte die sieben Guidelines für wirkungsvolles Content Marketing vor:

  1. Neue Themen besetzen
  2. Über relevante Themen reden
  3. Nicht nur auf Spaß und Emotionen setzen
  4. Für eine gute Distribution sorgen
  5. Auf Vertrautes setzen
  6. Daten erfassen und analysieren
  7. Content als Push to Commerce nutzen

Zudem beharrte Yufeng auf mehr Achtsamkeit. Beim Content Marketing sollte der Fokus auf den wirklich wichtigen Themen liegen. Es bestehe das Bedürfnis nach guten Geschichten. Storytelling und das Bedürfnis des Konsumenten sollte im Vordergrund stehen.

 

Fazit

Die Speaker waren sich in einem Punkt alle einig: Wie wichtig Native Advertising schon jetzt ist und wie wichtig es in Zukunft noch werden wird. Besonders im Bereich Mobile. Gerade dort ist es wichtig, dass wir kontinuierlich daran arbeiten, diesen auszubauen und unsere Anzeigen an Look & Feel der Plattform anzupassen.

Für mich war es eine sehr spannende Konferenz, die wieder einmal gezeigt hat, dass wir Native Advertising noch mehr nutzen sollten.

Wenn Sie wissen wollen, wie das Programm aussah und welche Speaker dieses Jahr dabei waren, dann besuchen Sie doch die Seite der Konferenz.

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