Native Advertising: Wenn Werbung auf Journalismus trifft

Online Marketing

Native Advertising – spätestens ab 2014 kann sich niemand mehr von diesem neudeutschen Begriff abwenden, denn die neue Form der Werbung rückt immer weiter in den Fokus der Werbetreibenden.
Bei dem Schlagwort (zu Deutsch „ursprüngliche Werbung“) handelt es sich um Werbung, die redaktionellen Inhalten optisch sehr ähnlich ist. Die Werbung passt sich quasi dem ursprünglichen Inhalt einer Seite an und verschmilzt mit der Infrastruktur der Website.
Entstanden ist dieser Gedanke, um dem Phänomen der Bannerblindheit entgegen zu wirken, wie das unbewusste Ausblenden von Werbung bezeichnet wird.
So veröffentlicht beispielsweise die US-amerikanische Seite Buzzfeed.com täglich Inhalte, bei denen es sich mit der Bezeichnung Featured Partner um bezahlte und getarnte Werbung handelt. Diese grenzen sich zwar farblich vom Rest der Seite ab, sind aber inhaltlich vom Webseiten-Content nicht zu unterscheiden:

 

Buzzfeed Beispiel Native Advertising

 

 

Das Branding wird bei native Advertising nicht mehr als Werbung in Form von Anzeigen oder Bannern präsentiert, sondern wie hier, als Sponsored Post.
Im Folgenden Beispiel wirbt Intel als Partner auf der Seite Buzzfeed und vereinnahmt den gesamten rechten Seitenrand mit Twitter-Posts und den Top-Artikeln. Die Werbung erscheint hierbei also nicht im Artikel selbst, allerdings auf die eben genannte Weise. Ob diese Form der Werbung eleganter, beziehungsweise für den Werbekonsumierenden angenehmer ist? Geschmacksache!

 

Intel Beispiel Native Advertising

 

 

Native Advertising äußert sich in weiteren Erscheinungsformen: Videos, interaktive Grafiken oder Fotostreams werden an beliebiger Stelle integriert. Dem Werbetreibenden sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

Native Advertising manifestiert sich als Werbung ohne Werbe-Texten sozusagen. Der Kunde wird auf unkonventionelle Weise auf die eigene Marke oder die angebotenen Produkte aufmerksam gemacht, ohne dass die eigentliche Verkaufsintention erkannt wird.

Aber fehlt dann nicht etwas? Sollte man, wenn man etwas verkaufen möchte, nicht auch etwas anbieten? Riskieren Werbetreibende mit bezugsfremden Artikeln vielleicht, dass ihre Marke oder ihr Produkt mit Themen assoziiert werden, die im Endeffekt zum Verkauf gar nicht dienlich sind?

Wir befinden uns im Moment in einer spannenden Übergangsphase, in der sich Native Advertising immer weiter den Weg in den Journalismus bahnt. Die Meinungen gehen auseinander:
Einige fordern die strikte Trennung von Werbung und Journalismus, um eine unabhängige und unverzerrte Berichterstattung zu ermöglichen. Andere wiederum wittern das große Geschäft und möchten sich lösen von einer konventionellen Werbesprache und Werbeform.

Wie auch immer es weitergeht mit Native Advertising – bei uns erfahrt ihr es!

Bildnachweis Vorschaubild:
Werbung trifft auf Journalismus

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