Bääääääääääm – Oder auch „Onlinethinking Erleuchtungen“ – Teil 1

Online Marketing

Am 11.09. hatte ich das große und überaus herausfordernde Vergnügen an Karl Kratz Onlinethinking Seminar teilzunehmen. Meine Wünsche für den Tag waren, Online-Marketing aus anderen Perspektiven zu betrachten, bisheriges in Frage zu stellen und einen Güterwaggon voller neuer Ideen und Ansätze mitzubringen.

Alle Wünsche wurden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Teilweise definitiv übererfüllt, denn diesen Berg an Ideen werde ich die nächsten 24 Monate nicht alle angehen können.

Die Bandbreite an Ideen und Anregungen reicht dabei von einfach und naheliegend bis hin zu visionär, von simpel umsetzbar bis hin zu abgefahren.

Hier die ersten 4 konkreten Tipps aus ca. 9 Stunden Input:

  1. Ändere deine Betrachtungsweise

Unternehmen neigen dazu, ihre Produkte aus einer Perspektive zu betrachten und zeigen sich wenig kreativ, andere Blickwinkel zu nutzen. Ein weißes T-Shirt ist daher ein weißes T-Shirt. Gefertigt aus Baumwolle mit V-Ausschnitt.

Dass dieses auch ein hochwertiges weißes T-Shirt aus ökologisch nachhaltig produzierter Baumwolle sein kann, welches beim Waschen die Passform behält und aufgrund seiner blickdichten Struktur optimal dazu geeignet ist unter einem Sakko getragen zu werden, kommt dabei nicht in den Sinn.

Aber genau dieser Perspektivwechsel führt dazu, dass der interessierte Verbraucher das in dem Produkt findet, was er gesucht hat. Um den Interessen des potentiellen Kunden auf die Spur zu kommen bietet es sich an, z. B. Amazon Produktrezensionen zu lesen. Denn dort offenbaren Käufer, was ihnen am Produkt ge- oder missfällt. Das Ziel dabei: Intensivere Texte erschaffen, nicht längere.

  1. Ereignisbasierte Kommunikation

Der Mensch ist träge und reagiert in der Regel genau dann, wenn er nicht anders kann. Wenn dieser Moment eintrifft, dann ist in der Regel ein besonderes Ereignis in sein Leben getreten, dass ihn/sie motiviert, eine Suchanfrage bei Google zu starten.

Solche Ereignisse können sehr vielfältig und mit unterschiedlichem Leidensdruck sein. Von plötzlichen Kopfschmerzen, über einen positiven Schwangerschaftstest bis hin zu einer schier unlösbaren Aufgabe, die der Chef spontan auf den Schreibtisch wirft.

In all diesen Fällen entsteht ein Bedarf, oft sogar ein dringender. Wenn wir in der Lage sind, den Leidensdruck und das Ereignis, welches zu dem Bedarf geführt hat zu verstehen, dann können wir auch entsprechend kommunizieren.

Noch spannender: Welche Ereignisse gehen diesem Ereignis in der Regel voraus? Gibt es dort schon Ansatzpunkte, bei denen wir die erste Kontaktanbahnung mit dem künftigen potentiellen Kunden vorbereiten können? Wenn ja, dann sind wir in der Lage, in das Leben eines Nutzers zu treten und ihn zu begleiten bis er an einem Punkt ist, bei dem er dann auch bereit ist, Kunde zu werden.

  1. Zerlege die Wertschöpfungskette

Der Unterschied zwischen dem Lindern von Symptomen und dem Beheben eines Problems ist aus dem Bereich der Medizin hinlänglich bekannt. Kunden geben gerne Geld dafür aus, um Symptome zu bekämpfen, da dies eine schnelle Linderung verspricht. Bietet man dem Geplagten die Möglichkeit, nicht nur die Symptome, sondern direkt die Ursache zu bekämpfen, sollte seine Investitionsbereitschaft größer sein.

Die Mission ist also zu prüfen, an welchen Punkten der Problemlösung eines Kunden angesetzt werden kann, um ihm eine maximal gute Lösung zu bieten. Je besser die Lösung, desto größer der Nutzen. Und viel Nutzen wird honoriert.

Ein spannendes Beispiel in diesem Zuge: Warum eine Software anbieten, die SEO-Fehler auf Websites aufzeigt? Viel sinnvoller wäre es doch, diese Software direkt im CMS zu implementieren, damit Fehler gar nicht erst ermöglicht werden. Der Lock-in-Effekt, den man dadurch erreicht, ist unschlagbar.

  1. Everletter statt Newsletter

Ich bin ein großer Fan von E-Mail Marketing, da es nach wie vor extrem effizient und erfolgreich ist. Karl hat aufgezeigt, wie er überaus erfolgreich E-Mail Marketing betreibt, ohne dabei sehr viel Zeit und Energie in die Erstellung der Inhalte zu investieren. Sogar eher auf eine sehr faule, dafür umso smartere Art.

Es wird eine feste Kette an E-Mails vorbereitet und diese anschließend verhaltensbasiert versandt. Abhängig davon, welche E-Books heruntergeladen, Artikel im Blog gelesen und E-Mails geöffnet, werden die nächsten Schritte automatisiert in die Wege geleitet.

Das macht es überflüssig, permanent neuen Content zu produzieren. Stattdessen wird die Energie in die Optimierung der einzelnen Inhalte und des gesamten Systems gesteckt. Dem Nutzer fällt es nicht auf, da ja jeder Nutzer irgendwann neu in das System kommt und ab dann mit für ihn optimierten Inhalten beglückt wird.

Das tolle daran: Der Mensch ist ein nachwachsender Rohstoff. Das heißt es werden laufend neue Menschen produziert, die irgendwann den Einstieg in das Online-Marketing finden und entsprechende Informationen benötigen. Und schon geht das System wieder von vorne los.

Die Herausforderung besteht darin, die Kontaktketten und Angebote innerhalb dieser so zu optimieren, dass der Nutzer glücklich ist und zusätzlich auch zum Kunden wird (im Optimalfall sogar mehrfach).

Weitere Tipps folgen in Kürze, ich muss diese erst mal noch sortieren.

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