PPC Masters 2016 Recap

AdWords

Am 11. Februar fanden die dritten PPC Masters in Berlin statt. In zwei Slots (Deutsch und Englisch) gab es zahlreiche interessante Vorträge zum Thema SEA.
Im Folgenden möchte ich einige der Learnings aus den Vorträgen gerne mit Ihnen teilen. Zwar ist nicht alles gänzlich neu, aber viele der Best Practices und Tipps rufen einem Aspekte in den Sinn, die man bisher vielleicht in seinen Kampagnen vernachlässigt hat oder können auch zur allgemeinen Inspiration dienen.

Angefangen hat der Konferenztag im deutschen Slot mit „20 AdWords-Tricks in 40 Minuten“. In diesem knackig-kurzweiligen Vortrag teilte Speaker Carlo Siebert einige seiner Best Practices mit uns.
Hier eine kleine Auswahl:

  1. Qualitätsfaktor protokollieren:
    Der Qualitätsfaktor ist das was die Google Suche so erfolgreich gemacht hat. Er dient dazu sicherzustellen, dass der User die für ihn optimalsten Suchergebnisse ausgespielt bekommt. Nun ist der QF in der AdWords-Oberfläche immer nur eine Momentaufnahme und nicht im zeitlichen Verlauf betrachtbar. Deshalb macht es Sinn, den Qualitätsfaktor (durch ein Script automatisiert) zu protokollieren und so die Auswirkungen von QF-Optimierungen greifbar zu machen.
  1. Bid-Management auf best-performende Position automatisieren:
    Zeichnet sich ab, dass ihre Anzeige auf einer bestimmten Position besser geklickt wird als auf einer anderen, können Sie Regeln erstellen, die Ihre Gebote erhöhen bzw. senken, sobald die gewünschte Position über- oder unterschritten wird. So sparen Sie sich einiges an Fleißarbeit. Doch Vorsicht: Das ist nur zu empfehlen, wenn ausreichend Daten vorhanden sind. Bei wenigen Conversions ist die Aussagekraft der Positionsdaten nicht gegeben.
  1. Anzeigen-„Hacking“:
    Auf Top-Keywords oder Brand-Keywords der Konkurrenz zu bieten ist eine häufig genutzte Strategie, die sich durch longtailigere Keywords noch deutlich effektiver gestalten lässt. Die wirklich interessanten User, sind nämlich die, die nach einem Brand-Keyword in Verbindung mit Begriffen, wie z.B. „Erfahrungen“ (deutet auf einen laufenden Entscheidungsprozess hin) oder „kündigen“ (lassen sich im besten Fall direkt abwerben). Bei diesen Keywords kann sich ein hoher CPC also durchaus lohnen.
  1. Ungewöhnliche Anzeigentexte:
    Die Anzeigen verschiedener Anbieter einer Branche sind sich häufig extrem ähnlich. Statt also die 10. KFZ-Versicherung zu sein, die mit „Günstige KFZ-Versicherung“ in Ihrer Headline wirbt, denken Sie über Alternativen nach und testen Sie kreative Varianten, ohne zu viel Rücksicht auf das Keyword zu nehmen.
    Wenn das betreffende Unternehmen z.B. Auszeichnungen oder Branchen-Awards gewonnen hat, listen Sie diese einfach in Ihrem Anzeigentext auf und sehen, was passiert.

Ein weiterer Vortrag, den ich gern besonders hervorheben möchte, beschäftigte sich mit Google Shopping. Speaker Florian Marlin erklärte hier sehr strukturiert, wie eine Google Shopping-Kampagne aufgebaut sein sollte und gab einige hilfreiche Tipps zur Optimierung.

  1. Die Website-Struktur in Google Shopping spiegeln:
    Splittet man „alle Produkte“ in Kategorien, Produktgruppen oder Einzelprodukte der Website auf, lassen sich die CPCs auch bei größeren Shops mit vielen Produkten leicht überblicken und managen.
  1. Custom Labels nutzen:
    Durch die Einrichtung und Nutzung der Custom Labels lassen sich die Produkte nach Kriterien, wie „auf Lager“ oder „Discount“ sortieren. So haben Sie mehr Überblick und können schnell und einfach entsprechende Gebote anpassen.
  1. Negative Keywords:
    Auch wenn die Auslieferungsgrundlage bei Google Shopping lediglich auf dem Feed basiert, kann der Keyword-Tab genutzt werden um Keywords auszuschließen, die z.B. in den Suchbegriffen (Dimensionen->Suchbegriffe) auftauchen, aber zu teuer oder unpassend sind.
  1. Price Drop:
    Sollten Sie den Preis eines Produktes in Ihrem Shop senken, zeigt Google das automatisch in Ihrer Shopping-Anzeige an. Diese Tatsache können Sie zum einen strategisch nutzen und zum anderen lassen sich so plötzliche starke Conversion-Anstiege erklären.

„Using alternative data sets to drive SEA success: Where advertisers can look to generate advanced insights“ ist ein weiterer Vortrag, den ich hier gesondert hervorheben möchte. Speaker Ian Miller erläuterte Quellen außerhalb von Google AdWords, die Sie für Ihre Kampagnen-Optimierung nutzen können.

  1. SEO und SEA ergänzen sich
    „Warum sollte ich für meine eigene Brand Klickkosten bezahlen?“, ist eine häufig gestellte Kundenfrage. Hier hebt Ian Miller besonders hervor, dass User eher Produkten oder Firmen vertrauen, die sowohl in der organischen, als auch in der bezahlten Suche erscheinen.
    Des Weiteren sollten Sie SEO-Tools nutzen, um Ihre Kampagnen zu optimieren. Beispielsweise können Sie so herausfinden, ob besonders viele Suchanfragen für Ihre Brand-Keywords aus einem Land kommen, das Sie bisher nicht in Ihre AdWords Kampagnen einbeziehen. So können Sie zielgerichtet Anzeigen für eben diesen Markt schalten.
  1. Facebook-Daten nutzen
    Auf Facebook geben User deutlich mehr von sich preis als bei Google. Beziehungsstatus, Elternstatus, genaues Alter usw. sind hier nur einige Beispiele. Versuchen Sie also die Learnings aus Ihren Facebook-Kampagnen auch in Ihr AdWords Konto einzubringen.
    Verfassen Sie beispielsweise speziell angepasste Anzeigentexte oder Keywords auf einzelne Zielgruppen, die Sie Ihren Facebook-Daten entnehmen.

Das war natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus den jeweiligen Vorträgen und der Konferenz insgesamt. Weitere Informationen zu den PPC Masters gibt es hier.

 

 

 

 

 

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