PPC Masters – AdWords Tipps aus Berlin, die wirklich jeder sofort umsetzen sollte

AdWords

Ich war letzte Woche bei den PPC Masters 2015 in Berlin unterwegs und möchte Ihnen nun die interessantesten Take Aways präsentieren, die auch Sie noch heute in Ihrem AdWords Account umsetzen können.

Ein präsenteste Thema des Tages war Account Audit, sprich: wie gehe ich vor, bzw. wo liegen Fehlerquellen, wenn ich (m)einen Account prüfe. Dabei waren auch viele spannende Optimierungs-Aspekte dabei, die nicht nur SEA-Manager in Agenturen umsetzen können, sondern wirklich jeder, der einen AdWords Account betreut.

1.       Audit Ziele definieren

Bevor Sie einen Account Audit durchführen (oder von einer Agentur durchführen lassen) sollten Sie sich bewusst darüber werden, was das Ziel dieses Audits sein soll. Wollen Sie ganz konkret wissen, wie Sie Ihre Kosten senken? Ihre Conversions steigern? Oder Ihre Kampagne umstrukturieren sollen? Oder brauchen Sie einfach einen Überblick über Kostenfresser und wollen Optimierungs-Schritte einleiten?

Schaffen Sie sich klare Ziele, auf Basis welcher Sie determiniert nach Fehler-Quellen und Kosten-Verursachern suchen können. Nur mit einem klaren Ziel vor Augen können Sie in Ihrem Account strategisch agieren.

2.       Ideen & Testings dokumentieren

Neue Ideen im Account umzusetzen und Tests zu fahren ist super! Doch ohne eine saubere Dokumentation der Ergebnisse, gehen wertvolle Erkenntnisse verloren oder können gar nicht erst entstehen. Daher ist es immer wichtig, festzuhalten

a.)    Wann ein Test begonnen wurde

b.)    Wie die KPIs vor und

c.)     Wie die KPIs nach Testlaufzeit aussehen

So können Sie Tests aufeinander aufbauen und ihre Kampagnen stets verbessern, anstelle immer wieder die gleichen Fehler zu machen. Und das Wissen geht dabei nicht verloren.

3.       Mensch über Maschine

Klar ist es toll, möglichst viele Prozesse im Account zu automatisieren. Dafür stellt Google auch jede Menge Tools zur Verfügung (z.B. Automatisierte Regeln, Werbezeitplaner, Conversion-Optimierungstool). ABER: Verlassen Sie sich nicht blind auf diese Tools. Denn diese arbeiten zwar nach den quantitativen Vorgaben Ihrerseits, haben allerdings keinen Verstand und können nicht einschätzen, ob sich eine Kampagne in die richtige Richtung entwickelt oder nicht. Je nach Rahmen und Performance Ihrer Kampagnen, sollten Sie sich die jeweils passenden Automatisierungen auswählen und regelmäßig testen, ob diese überhaupt den erwünschten Mehrwert schaffen. Ganz wichtig ist dies beispielsweise nach Änderungen oder Umstrukturierungen im Account.

4.       Mobile Strategie

Der Einsatz mobiler Anzeigen steigt immer weiter an – das ist gut. Doch es reicht nicht, bei einer Anzeige das Kästchen „mobil“ anzuhaken und diese mobile Anzeige einfach mit laufen zu lassen. Entwickeln Sie eine mobile Strategie: Erstellen Sie mobile Landingpages, sprechen Sie mobile Nutzer gezielt in Anzeigen an, machen Sie mobile Anzeigentests und testen Sie mobile Gebote! Nur so können Sie auch den mobilen Traffic optimal abgreifen und bedienen. Und genau – dokumentieren nicht vergessen. J

5.       Regionale Strategie

Bieten Sie ein regional abgezieltes Produkt oder Dienstleistung an? Dann verschwenden Sie keine Klicks in andere geographische Regionen und bieten Sie gezielt auf Suchanfragen in Ihrem Kundenkreis. Wie Sie die Qualität Ihres Traffics durch regionale Ausrichtung verbessern können und was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie hier.

6.       Accountstruktur überdenken

Wenn ihr Account schon älter ist und Sie bereits viel getestet haben und in Ihrem Wissensstand schon weiter sind als zu Beginn Ihrer Kampagnenlaufzeit, dann sollten Sie sich einmal die grundlegende Frage stellen, ob Ihre Accountstruktur überhaupt (noch) Sinn macht. Haben Sie genügend und treffende Kampagnen mit passenden Anzeigengruppen? Sind die Keywords und Anzeigen innerhalb dieser Anzeigengruppen und passen sie auch zueinander? Scheuen Sie keine Arbeit – was sein muss muss sein, auch wenn das bedeutet, dass der komplette Account neu eingestellt bzw. strukturiert werden muss.

7.       Negative Keywords

Arbeiten Sie auf jeden Fall mit negativen Keywords, denn doppeldeutige Suchanfragen kommen selten allein. Verringern Sie gezielt Streuverluste, indem Sie auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene negative Keywordlisten anlegen. Das wird sich sehr schnell sehr positiv auf Ihre Suchanfragen-Qualität ausüben.

 

Fazit

Man kann ein Kampagnen-Audit nicht an einem Tag schaffen. Außerdem hängen die Potenziale zur Verbesserung eines Accounts auch stark von der Accountkomplexität und dem Wissenstand des Account Managers ab. Aber Schritt für Schritt können Sie sich strukturiert und gezielt durch die einzelnen Punkte hangeln und an die langfristige Performance-Steigerung Ihres Accounts heranarbeiten.

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