Remarketing mit Google AdWords– Jetzt Vorteile und Potenziale nutzen

AdWords

Remarketing ist mittlerweile ein alter Hut. Jeder kennt es und so gut wie jeder Online-Werbetreibende nutzt die kleinen Wolken aus Textanzeigen und Bannern, um Besucher der eigenen Webseite oder Landingpage, die keine Interaktion (zum Beispiel Kauf eines Produkts), abgeschlossen haben, erneut anzusprechen. Mittlerweile gibt es nicht nur Remarketing über das Display Netzwerk, welches in diesem Artikel thematisiert wird, sondern auch
– Remarketing in der Suche
– Remarketing für mobile Apps
– Dynamisches Remarketing (für Kunden mit Merchant Center Konto)
Da Google im letzten Jahr von tagbasiertem Remarketing, auf die Nutzung von Regeln umgestellt hat, werde ich in diesem Artikel zum einen kurz darauf eingehen, wie Sie Remarketing für Ihre Kampagnen einrichten und zum anderen die Vorteile und die Potenziale auflisten, die sich ergeben.
Wenn Sie noch kein Remarketing in Ihren AdWords Kampagnen nutzen, müssen Sie zunächst einen Remarketingcode erzeugen. Ähnlich wie beim Conversioncode, handelt es sich hierbei um ein Snippet, welches Sie in Ihrer Webseite einbauen. Durch Cookies werden die Besucher Ihrer Seite gespeichert und der Remarketingliste hinzugefügt. Es ist ratsam eine eigene Kampagne für Remarketing anzulegen. Wählen Sie dazu beim Anlegen der Kampagne „Nur Display-Netzwerk“ und dann den Radio-Button Remarketing aus.

Remarketing im Display-Netzwerk

Den Remarketingcode erzeugen Sie wie folgt:
1. Loggen Sie sich in Ihren AdWords Account ein.
2. In der linken Navigationsspalte finden Sie den Punkt „Gemeinsam genutzte Bibliothek“, wählen Sie im Anschluss den Punkt Zielgruppen aus und klicken Sie danach auf die rote Schaltfläche +Remarketing, um einen Remarketingcode generieren zu können.
3. Tragen Sie Ihre E-Mail Adresse ein, im Anschluss erhalten Sie eine E-Mail von Ihrem AdWords Account, in dem Sie das Code Snippet finden.
4. Fügen Sie das Code Snippet Ihrer Webseite hinzu.
Es füllt sich nun die sogenannte Hauptliste mit Ihren Seitenbesuchern. Sie können diese jederzeit unter den Zielgruppen einsehen, um zu überprüfen, ob Ihre Liste bereits genug gefüllt ist. Die Mindestanzahl an aktiven Besuchern in den letzten 30 Tagen beträgt 100. Die Liste wächst im Übrigen von selbst weiter an, eine Grenze nach oben gibt es nicht. Sie können also beliebig viele Besucher in der Liste sammeln.
Wenn sich die Liste mit genügend Besuchern gefüllt hat, können Sie mit der Definition von Regeln beginnen. Dazu müssen Sie zunächst festlegen, welchen Besuchertyp Sie ansprechen wollen.

Besuchertyp remarketing Google AdWords

Im Anschluss geben Sie die Seite, die Dauer der Listenzugehörigkeit (bis zu 540 Tage möglich) und ggf. eine Beschreibung ein. Ich rate dazu, da Sie so besser bei verschiedenen Listen den Überblick behalten und sich Stichpunkte zu der Liste machen können.

Regeln definieren Remarketing Google AdWords

Um die Listen zu nutzen, müssen Sie diese zu Ihrer Remarketing-Kampagne hinzufügen.

  • Rufen Sie den Tab Display-Netzwerk auf
  • Gehen Sie nun auf den Reiter Remarketing und Interessen
  • Erstellen Sie eine neue Anzeigengruppen, die am besten den Namen der Remarketingliste trägt
  • Wählen Sie nun Ihre Remarketingliste aus und geben Sie ein Gebot ein

Jetzt müssen Sie nur noch Text- und/oder Banneranzeigen hinzufügen. Ihre Anzeigen werden dann geprüft und dann ausgeliefert.

Vorteile und Potenziale für die Remarketing-Nutzung:
1. Sie haben leichteres Spiel, da dem Besucher Ihre Seite bereits bekannt ist und Sie wissen genau für welchen Artikel, oder welches Produkt er sich interessiert hat. Dies ermöglicht Ihnen mit konkreten Textanzeigen oder Bannern genau das Gewünschte nocheinmal abzubilden. Sie können nun auch mit expliziten Werbebotschaften für das eine Produkt oder die Produktgruppe arbeiten. Bedenken Sie allerdings, dass der User gerade nicht mehr aktiv auf der Suche ist. Sie sollten also bei der Gestaltung der Anzeigen überlegen, welche Vorteile Sie herausstellen wollen.

2. Ein weiterer Vorteil von Remarketing ist die Verknüpfung, die Sie zu anderen Produkten und Dienstleistungen, die Sie anbieten, schaffen können. Denn Sie haben Informationen über die Bedürfnisse Ihrer Kunden. Sie können also so genanntes Up- oder Cross-Selling betreiben. Benötigt der Kunde „Produkt x“, ist eventuell auch „Produkt y“ interessant. Um dieses Potenzial zu erschließen, sollten Sie sich vorher eine Strategie überlegen, welche Produktkombinationen Sinn ergeben.

3. Überprüfen Sie, welche Werbemittel Sie einsetzen und wie Sie hier das Cross-Selling-Potenzial nutzen können. Wir haben in unserem Agenturalltag damit gute Erfahrungen gemacht. Sprechen Sie zum Beispiel auch Ihre Newsletter-Abonnenten mit Ihren Anzeigen und Ihrer Landingpage über das Google Display-Netzwerk an. Verwenden Sie dazu die Daten der Newsletterabonnenten, um auch hier maßgeschneidert vorzugehen.

Mein Fazit: Wer Remarketing nicht nutzt, verliert mögliche Kunden und somit Umsatz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Weitere Artikel zu AdWords

Im April 2016 feierte Google Ad Grants sein 13. Jubiläum. Da das Programm... Mehr lesen »

Ein Kunde vertreibt sehr spezielle Produkte für eine ebenso spezifische... Mehr lesen »

Das SEACamp 2017 öffnete auch dieses Jahr wieder seine Tore in Jena.... Mehr lesen »


Weitere Artikel von Sarah
AdWords
Ich kenne es selbst nur zu gut. Bei der Kampagnenoptimierung wird man sehr... Mehr lesen »

AdWords
Wer meine 2 Teile des AdWords ABCs (A-D und E-M)bereits gelesen hat, wird... Mehr lesen »

Landingpages
Erfolgreiche Werbetexte kommen nicht von ungefähr. Ich habe 7 Tipps für... Mehr lesen »

Top-Beiträge

Facebook

Bilder posten auf Facebook

Nicht jedes Bild passt in das neue Konzept der Facebook Chronik. Aber wie müssen Bilder jetzt... Mehr lesen »
Design

13 coole Header-Effekte für Webseiten

Ich zeige euch 13 coole Header-Effekte für Webseiten, die beim Scrollen animiert werden. Manche... Mehr lesen »
AdWords

5 Tipps zur Verbesserung der CTR

Update 04/2016   Die CTR (Click-Through-Rate, also die Klickrate) spielt eine große Rolle in... Mehr lesen »
^