Sitelinks vs. Call Out Extensions: 4 Unterschiede der AdWords Anzeigenerweiterungen

AdWords

Die Nutzung von Anzeigenerweiterungen bei Google AdWords Suchkampagnen verspricht mehr Aufmerksamkeit und höhere Klickraten auf den oberen Positionen. Es gibt eine ganze Reihe von Anzeigenerweiterungen, doch nicht jede macht unbedingt für jede Kampagne Sinn. Deshalb ist es wichtig, zunächst zu hinterfragen, welche genutzt werden können und sollen und welche eben nicht. Welche Anzeigenerweiterungen es gibt und wie man diese einrichtet, können Sie in diesem Artikel nachlesen.  Im Agenturalltag wurden wir in letzter Zeit häufiger gefragt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Sitelinks und Call Out Extensions (oder auch „Erweiterungen mit Zusatzinformationen“)? Beide sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, verfolgen allerdings verschiedene Zielsetzungen. Welche Unterschiede das sind, möchte ich im Folgenden kurz erklären.

 Sitelink ErweiterungCall Out Extension

Unterschied 1: Sitelinks sind klickbar, Call Out Extensions nicht

Voraussetzung für die Nutzung von Sitelink Erweiterungen ist eine Website/Landingpage mit mehreren Unterseiten. Es ist nicht erlaubt, mit mehreren Sitelinks ein und dieselbe Ziel-URL zu bewerben. Sprich: Pro Sitelink eine Unterseite. Call Out Extensions bestehen lediglich aus zusätzlichen Informationen, die Sie Ihren Kunden direkt in der Anzeige präsentieren können, ohne dass diese klickbar sind.

 

Unterschied 2: Sitelinks können eine Beschreibung haben

Neben dem 25 Zeichen langen Linktext haben Sie bei Sitelinks die Möglichkeit, eine Beschreibung hinzuzufügen. Insgesamt haben Sie dafür nochmals 70 Zeichen zur Verfügung. Jeder der schon einmal mit der begrenzten Zeichenanzahl bei der Anzeigenerstellung zu kämpfen hatte weiß, wie viel 70 Zeichen sind :-).  Nutzen Sie also den zusätzlichen Platz um weitere – zum Sitelink passende – Werbebotschaften zu platzieren. Anzeigenerweiterungen mit Zusatzinformationen bestehen aus einem Text mit 25 Zeichen und können keine zusätzliche Beschreibung haben.

 

Unterschied 3: Art des Erweiterungstextes

Sitelinks und Anzeigenerweiterungen mit Zusatzinformationen können gemeinsam in einer Anzeige geschaltet werden. Wenn Sie beide nutzen möchten, sollten Sie bei der Erstellung  des jeweiligen Textes darauf achten, dass er zur jeweiligen Anzeigenerweiterung passt. Sitelink-Texte können auffordernd sein und auch einen werblichen Charakter haben. Damit der Nutzer aufgefordert wird, darauf zu klicken können auch Website-Kategorien eingesetzt werden, damit der Nutzer direkt die Wahl hat, direkt zu einer passenden Unterseite zu gelangen (wie im Beispiel oben: Geschenke für Paare, Geschenke für Frauen…). Bei Erweiterungen mit Zusatzinformationen sollten Sie darauf achten, dass Sie den Text eher informativ halten (siehe Beispiel oben: Informationen zu Gültigkeiten, Versand oder vertrauensbildende Elemente).

 

Unterschied 4: Die Anzahl der ausgelieferten Anzeigenerweiterungen variiert

Auf Computer werden zwei bis sechs, auf Mobiltelefonen bis zu vier Sitelinks angezeigt. Bei Callout Extensions werden bis maximal drei Erweiterungen ausgeliefert. Enthält Ihre Kampagne mehr als diese sechs bzw. drei Erweiterungen, werden diese von Google willkürlich ausgewählt.
Empfehlung: Stellen Sie immer mindestens so viele Erweiterungen ein, wie maximal ausgeliefert werden können, um die Funktion bestmöglich auszunutzen.

 

Einiges haben die beiden Zusatzinformationen allerdings gemeinsam.

  1. Es gibt keine Garantie dafür, dass eine oder gar mehrere Anzeigenzusätze ausgeliefert werden. Wir empfehlen dennoch – vor allem wenn bereits eine gute durchschnittliche Anzeigenposition erreicht wird, diese Erweiterungen (sofern sinnvoll und nutzbar) einzusetzen. Das erhöht die Chance auf mehr Aufmerksamkeit im Falle der Auslieferung auf einer Top-Position.
  2. Beide Erweiterungen können separat für mobile Geräte eingestellt werden. Hierbei können Sie zum Beispiel auf Besonderheiten Rücksicht nehmen, die nur für mobile Nutzer gelten sollen (zum Beispiel Angebote im Laden). Bedenken Sie bei mobilen Erweiterungen auch immer die Textlänge. Hier gilt: je kürzer und prägnanter, desto besser.
  3. Sowohl Sitelinks als auch Call Out Extensions können zeitlich geplant werden. Diese Funktion ist besonders dann nützlich, wenn Sie zum Beispiel zeitlich begrenzte Aktionen bewerben wollen (zum Beispiel Weihnachtsrabatt, der ab dem 24.12. automatisch beendet werden kann).

Ein kleiner Hinweis zum Schluss:

Da die Anzeigenerweiterungen nicht direkt unter „Anzeigen“ sondern unter dem Tab „Anzeigenerweiterungen“ zu finden sind, werden diese bei der Optimierung schon mal übersehen. Vor allem bei Sitelink Erweiterungen ist es wichtig, dass diese aktuell sind – nur allzu häufig passiert es, dass Seiten nicht mehr verfügbar sind oder sich der Link geändert hat. Um zu vermeiden, dass Ihre Nutzer auf Fehlerseiten landen, sollten Sie die Erweiterungen regelmäßig auf Aktualität prüfen.

Bildnachweis Vorschaubild:
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