First Things First – Strategie vor Aktionismus im Social Media Marketing

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Soziale Medien gehören mittlerweile zum privaten und beruflichen Alltag. Viele Unternehmen beteiligen sich aktiv, um von den zahlreichen Vorteilen von Social Media zu profitieren und investieren viel Zeit in die Content-Erstellung und User-Interaktion. Um die wertvolle Zeit gezielt in gewinnbringende Aktivitäten im Social Web stecken zu können, bedarf es einer fundierten Planung.

Die vergleichsweise geringen Kosten von Social Media Marketing verleiten viele Unternehmen einfach so „drauf los“ zu agieren, ohne ihre Maßnahmen auf ein solides, strategisches Fundament zu stellen. Die Folge: viele Aktionen, die jede Menge Zeit kosten, aber keinen wirklichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Auch kann durch eine fehlende Planung das Ausschöpfen der Potenziale verhindert werden.

 Ohne Strategie und fundierte Planung …

  • kennt das Marketing die Bedürfnisse und Besonderheiten seiner Zielgruppe nicht und kann seine Maßnahmen nicht danach ausrichten. Das Marketing arbeitet möglicherweise komplett an der Zielgruppe vorbei.
  • macht die Marketingabteilung irgendwas, aber unterstützt nicht die Unternehmensziele, weil die Maßnahmen nicht darauf aufbauen. Ist kein gewünschter Sollzustand definiert ist eine Erfolgskontrolle unmöglich.
  • existiert kein schlüssiger Handlungsplan für die Social Media Marketingarbeit. Eine sinnvolle, abteilungsübergreifende Nutzung von Social Media wird unmöglich.
  • verfehlen die Marketingmaßnahmen möglicherweise Ihre Wirkung und Marketinggelder werden nicht zielgerichtet eingesetzt. Know-How und Man-Power werden verschwendet.
  • hat das Marketing keine klare und rationale Argumentation für die Auswahl an Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen und Social Media Plattformen und somit die Budgetverwendung.

Es wird deutlich: Auch das anspruchsvolle Social Media-Marketing setzt – wie alle Marketingdisziplinen – ein planvolles Vorgehen voraus. Vorüberlegungen und sinnvolle Analysen senken Risiken und sorgen dafür, die richtige Zielgruppe mit relevanten Inhalten auf der entsprechenden Social Media Plattform so anzusprechen, dass sie zu treuen Fans und kaufenden Kunden werden.

Die strategischen Vorüberlegungen und Planungen geben fundiert Antworten auf die Fragen, in welche der vielen digitalen Kanäle und Plattformen man sein Marketing-Budget investieren sollte.

Darüber hinaus regelt ein stringenter operativer Marketing-Plan Verantwortlichkeiten, gibt eine Übersicht über alle Maßnahmen und Termine, zeigt das Budget auf und dient der Ressourcenzuteilung.

 Die 8 Schritte der Social Media Marketing-Planung

 1.   Ausgangssituation analysieren

„Wo stehen wir?“ ist die Kernfrage, die sich Unternehmen im Rahmen des ersten Schrittes, nämlich der Situationsanalyse, stellen sollten. Zur Situationsanalyse zählen die kritische Betrachtung und Analyse des Marktes, der Wettbewerber, der Zielgruppen, des Geschehens und der Meinungen im World Wide Web und natürlich die eigene Unternehmenssituation.

2.   Zielgruppe bestimmen

Um zielgruppengerechte und relevante Inhalte anbieten zu können, um eine zielgenauen Ansprache gewährleisten zu können und um geeignete Plattformen auswählen zu können, muss die Zielgruppe genau bestimmt und analysiert werden. Unternehmen sollten sich Fragen:

  • Wen wollen Sie im Social Web ansprechen (und warum)?
  • Was zeichnet die Zielgruppe aus, wie tickt sie und was interessiert sie?
  • In welchen Netzwerken, in welchen Gruppen, auf welchen Seiten ist die Zielgruppe aktiv?
  • Wer sind die Meinungsführer, die Einfluss auf Ihre Zielgruppe haben?

3.   Ziele definieren

Ziele sind Richtgröße und Orientierungshilfe im Marketing und stellen die Basis der Social Media Marketingplanung dar. Denn nur wenn definiert ist, welcher zukünftige Zustand angestrebt wird und was mit den Bemühungen im Social Web konkret erreicht werden soll, können wirksame Maßnahmen zur Erreichung dieser gesetzten Ziele ergriffen werden.

Die Social Media Marketingziele werden auf Basis der übergeordneten Unternehmensziele sowie der Analyseergebnisse definiert.

4.   Technologien auswählen und Maßnahmen planen

Wenn die Ziele benannt sind, die Zielgruppen definiert und die Rahmenbedingungen geklärt sind, können nun geeignete Social Media Plattformen ausgewählt und Maßnahmen geplant werden.

Zur Planung der Termine und Maßnahmen zählt auch die Auswahl, Schulung und Befähigung geeigneter Personen sowie die Budgetierung der Maßnahmen.

5.   Netzwerken!

Ist die Planung abgeschlossen, geht es an die operative Umsetzung und die Koordination, Betreuung und Steuerung der Maßnahmen. Es geht nun darum Content zu genierieren, Blogs, Netzwerke, Foren und Co. Redaktionell zu betreuen, Dialoge mit der Zielgruppe zu führen, Inhalte zu veröffentlichen sowie Kampagnen zu koordinieren und zu steuern.

Es ist empfehlenswert alle geplanten Aktivitäten und Inhalte in einem operativen Plan oder Social Media Redaktionsplan zusammenzufassen.

6.   Beobachten

Auch ohne das aktive Zutun oder die Erlaubnis eines Unternehmens können sich Nutzer online über selbiges austauschen. Das ist in Foren, Social Media Netzwerken, Blogs und Bewertungsplattformen möglich. Mit einem strukturierten Social Media Monitoring behalten Unternehmen diese Stimmen im Auge und können bei Bedarf reagieren.

7.   Messen

Lohnen sich die durchgeführten und geplanten Social Media Maßnahmen für das Unternehmen? Unbedingt überprüfen sollten Unternehmen, ob mit den durchgeführten Social Media Aktionen auch tatsächlich die vorab gesetzten Ziele erreicht werden konnten.

 8.   Lernen und Justieren

Messergebnisse und Beobachtungen sollten immer Maßnahmen auslösen – es sollte niemals des Messens wegen gemessen werden!

Eine zusammenfassende Checkliste zur strategischen Planung der Social Media Marketingaktivitäten steht unter folgendem Link zum Gratisdownload bereit.

Ein Artikel von:
Rita Löschke

Blanka Szczebak ist Expertin für strategisches Marketing und Geschäftsführerin der Sinnwert Marketing GmbH. Seit über 10 Jahren ist Marketing ihr Broterwerb und ihre Leidenschaft.

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