Twitter Ads: In 7 Schritten zur Twitter-Kampagne

Online Marketing

Wie Twitter vorletzte Woche verkündete, sind Twitter Ads ab sofort auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz für kleine und mittelständische Unternehmen verfügbar.
Was in englischsprachigen Ländern bereits seit Längerem möglich ist, geht nun also auch im deutschsprachigen Bereich: Das Schalten von Promoted Tweets.

Diese Promoted Tweets sind im Grund genommen wie „normale“ Tweets, werden aber mit dem Hinweis „Sponsored“ versehen und sollen eine höhere Reichweite erzielen. Die Ads erscheinen sowohl in der Timeline der Follower, als auch bei Nutzern, die Ihren bisherigen Followern ähneln. Twitter bietet dabei eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten der Anzeigenschaltung, die wir uns im Rahmen dieses Artikels mal näher anschauen werden.

Was kosten Twitter Ads?

Twitter Ads fußen auf einem auktionsbasiertem Modell – somit gibt es keine festen Preise für Interaktionen oder Conversions. Wenn Sie Ihre Kampagne einrichten, legen Sie den Maximalbetrag fest, den Sie für jede Autkion bereit sind zu bezahlen.  Ähnlich wie bei Google AdWords, gibt es auch bei Twitter Ads die Möglichkeit, einen CPA-Wert (Cost-per-Action) anzugeben. Hiermit bezahlen Sie dann nur die von Ihnen gewünschte Aktion (zum Beispiel neue Follower), alle anderen Interkationen (Impressions, Retweets etc.) bleiben kostenfrei. Neben dem Gebot können Sie natürlich auch ein Gesamtbudget bzw. ein Tagesbudget festlegen. Wurde das Gesamtbudget erreicht, wird die Kampagne so lange ausgesetzt, bis das Budget erhöht wurde – bei Erreichung des Tagesbudgets setzt die Kampagne bis zum nächsten Tag aus.

Um Twitter Ads zu nutzen, benötigen Sie zunächst ein Twitter-Profil. Unter diesem Link können Sie sich nun anmelden.

1. Land und Zeitzone auswählen

Wählen Sie zu Beginn ein permanentes Land und eine Zeitzone aus (wichtig für die Währung und den Steuersatz, die in der Rechnung später ausgewiesen werden).

twitter ads Land2.       Kampagnenziel auswählen 

Im Anschluss können Sie ein Kampagnenziel auswählen – machen Sie sich also bereits vorab darüber Gedanken, was genau Sie mit Ihrer Twitter-Ads Kampagne erreichen möchten.

Twitter Ads Kampagnenziele

Twitter bietet wie bereits erwähnt eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten der Anzeigenschaltung, die wir uns nun einmal etwas genauer anschauen werden:

› Tweet-Interaktionen (Gesponserte Tweets)
 Mit dieser Option haben Sie die Möglichkeit, organisch erstellte Tweets an von Ihnen ausgewählte Zielgruppen zu promoten. Ziel einer solchen Kampagne ist die Interkation mit Ihrem Tweet. Gezahlt wird im Übrigen nur dann, wenn auch tatsächlich mit Ihrem Tweet interagiert wurde – Impressions ohne Interaktion müssen nicht bezahlt werden.

Tweet-Interaktionen

 

Websiteklicks oder Conversions
Möchten Sie Twitter-Ads dazu nutzen, die Zahl Ihrer Website-Besucher zu erhöhen oder Conversions auf Ihrer Website zu generieren, sollten Sie sich für diese Alternative entscheiden.

Websiteklicks oder Conversions

› App-Installationen oder App-Interaktionen
Sie möchten die Zahl Ihrer App-Installationen steigern? Dann wählen Sie die Option „App-Installation oder App-Interaktionen“. Mit der Bewerbung von Apps können Sie Ihre Nutzer dazu anregen, Ihre App direkt innerhalb Ihres Tweets herunterzuladen oder zu öffnen.

Apps

Follower
Möchten Sie den Zuwachs an Followern für Ihr Unternehmen fördern, sollten Sie sich für diese Option entscheiden. Denn hier erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre Zielgruppe auf Twitter weiter aufzubauen. Eine große Follower-Zahl ist ein entscheidender Indikator für die Präsenz Ihres Unternehmens auf Twitter – je größer die Community, desto präsenter. Denn jeder Follower bedeutet, dass Sie Inhalte mit ihm teilen können, die ihn möglicherweise dazu animieren, Käufe zu tätigen oder anderen Nutzern von Ihnen zu berichten.Follower

 Leads auf Twitter
Sie möchten Ihre Kunden E-Mail-Liste erweitern? Dann sollten Sie eine sogenannte „Lead-Generation-Card“ einrichten. Diese ermöglicht es Ihren Nutzern, Interesse an Ihren Angeboten zu zeigen und E-Mail-Adressen mitzuteilen, ohne Twitter verlassen zu müssen. 

Leads auf Twitter3.  Kampagnen-Name und Kampagnen-Laufzeit

Benennen Sie Ihre Kampagne so aussagekräftig wie möglich – vor allem wenn Sie später mehrere Kampagnen haben sollten, ist eine sinnvolle Benennung wichtig. Des Weiteren haben Sie nun die Möglichkeit, Ihrer Kampagne ein Start- und Enddatum (zum Beispiel für zeitlich begrenzte Aktionen) zuzuordnen. Tun Sie das nicht, ist das Startdatum das Erstellungsdatum und es ist kein Enddatum festgelegt (unbegrenzte Kampagnenlaufzeit).

Kampagnenlaufzeit

4. Zu bewerbenden Tweet erstellen

Wählen Sie jetzt aus, ob Sie einen vorhandenen Tweet nun bewerben oder einen neuen Tweet verfassen  möchten.

Tweet verfassen

5. Targetings auswählen

Unter dem Punkt „Ausrichtung“ haben Sie nun die Möglichkeit, Ihre Kampagne näher zu definieren. Wählen Sie folgende Punkte aus:

  • Standorte (Länder, Bundesländer/Regionen, Metropolen, Postleitzahlen)
  • Geschlecht (Frauen und Männer, nur Männer, nur Frauen)
  • Geräte und Plattformen (iOS-Geräte, Andoid-Geräte, Desktop- und Laptop-Computer, Blackberry Handys und –Tablets, Mobiles Web auf anderen Geräten)
  • Mobilanbieter
  • Zusätzliche Kriterien der Zielgruppendefinition (ähnliche Follower ihrer bestehenden Follower, Interessens-Targeting)
  • Zielgruppenausschlüsse

Ausrichtung auswählen

6. Budget festlegen

Hier legen Sie nun das Gesamt- und Tagesbudget sowie das Höchstgebot fest.

Budget festlegen

7. Kampagne starten

Haben Sie alle Informationen eingegeben? Dann kann es losgehen. Im letzten Schritt müssen Sie nur noch auf den Button „Kampagne starten“ klicken.

Kampagne starten

 

Ob und wie Twitter Ads genau funktionieren wird sich erst im Laufe der nächsten Wochen herauskristallisieren. Auf jeden Fall bietet Twitter uns nun neben AdWords und Facebook eine weitere Plattform für bezahlte Anzeigen. Wir sind genauso gespannt auf Ihre Erfahrungen mit Twitter-Ads und freuen uns auf Feedback ;-).

 

 

Eine Antwort zu “Twitter Ads: In 7 Schritten zur Twitter-Kampagne”

  1. Sehr schöne und erklärende Übersicht. Man sieht, dass die Sozialen Medien sich weiterentwickeln. Mittlerweile sind nun auch Videoanzeigen dazugekommen.
    Außerdem wäre es für die Leser ggf. interessant, dass man mit Hilfe eines Pixels auch die Besucher der eigenen Website als Zielgruppe definieren kann. Das nur als Ergäzung…

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