Update: Remarketing mit Google Adwords und Analytics

AdWords

Mithilfe von Remarketing ist es innerhalb von Google Adwords seit ca. 2,5 Jahren möglich, Kunden über das Display-Netzwerk erneut mit einer Anzeige anzusprechen – um sie quasi im zweiten Anlauf zu einem Kauf zu bewegen.

Jetzt hat Google die Vereinfachung und gleichzeitige Optimierung des Tools bekannt gegeben. Für alle, die sich jemals mit der Integration von Remarketing in eine AdWords-Kampagne herum geschlagen haben: Es gibt also noch Hoffnung!

Was wird sich ändern?

  • Ab sofort wird nur noch ein einziger Remarketing-Tab benötigt
  • Zielgruppen-Kriterien werden über URL-Bestandteile konkretisiert
  • Zielgruppen können demnächst über Google Analytics erstellt werden

Remarketing-Tabs: heute und morgen

Bisher wurden Remarketing-Listen erstellt, indem auf der entsprechenden Website ein Code-Schnipsel (Remarketing-Tag) integriert wurde. Dieser Schnipsel  hat sich die die Besucher der Seite gemerkt und zu einer Remarketing-Zielgruppe zusammengefasst. Umständlich wurde das bei großen Seiten mit vielen verschiedenen Unterseiten und -kategorien und entsprechend unterschiedlichen Zielgruppen. Hier musste für jede einzelne Unterkategorie ein eigener Remarketing-Code generiert und in die Seite eingefügt werden – eine müßige Arbeit, die nicht nur fehleranfällig war, sondern darüber hinaus auch noch sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Diese Kleinarbeit soll mit dem neuen Remarketing-Tab entfallen, denn diese „Hauptliste“  kann zukünftig pauschal auf allen Seiten eingesetzt werden:

Erstellung des Remarketing-Codes

  1. Wählen Sie den Tab für das Display-Netzwerk aus
  2. Wählen Sie die Option „Interessen und Remarketing-Kriterien“
  3. Klicken Sie auf „Targeting im Display-Netzwerk ändern“
  4. Wählen Sie die Anzeigengruppe aus, für die Sie Remarketing verwenden möchten
  5. Wählen Sie jetzt den Reiter Remarketing-Listen aus
  6. Klicken Sie auf „Listen erstellen und verwalten“

Im Anschluss landen Sie auf einer Seite, auf der Ihnen der einzusetzende Remarketing-Code gezeigt wird:

 Jetzt sollten Sie unter dem Tab Remarketing-Listen die Liste „Hauptliste“ sehen:

Haben Sie den Remarketing-Tag auf Ihrer gesamten Website eingefügt, können Sie Ihre Zielgruppen anhand von benutzerdefinierten Listen festlegen. Basis dieser Listen sollen zukünftig URL-Kriterien sein, die auch logisch miteinander verknüpft werden können.

Damit ein Nutzer einer bestimmten Zielgruppe zugeordnet wird, muss er bestimmter Kriterien erfüllen. Sie können folgende Regeln definieren:

  • Die URL soll (nicht) enthalten und/oder
  • Die URL soll (nicht) damit beginnen und/oder
  • Die URL (nicht) darauf enden und/oder
  • Die URL soll diesem (nicht) vollständig entsprechen

Beispiel:
Sie sind ein Online-Shop und wollen alle Kunden nochmals mit Remarketing  erreichen, die zwar etwas in Ihren Warenkorb gelegt, aber nichts gekauft haben – also auch nicht auf Ihrer Danke-Seite gelandet sind.

Folgende benutzerdefinierte Kombination kommt in diesem Fall für Sie in Frage:
Die URL soll „warenkorb“ enthalten und nicht  „danke-seite“


Zielgruppendefinition mit Hilfe von Google Analytics
Ein weiteres Update wurde in den vergangenen Tagen ebenfalls angekündigt: Die Erstellung von Remarketing-Listen mit Hilfe von Google Analytics.  Die daraus gewonnenen Daten können wiederum für Google AdWords genutzt werden.
Das gibt uns die Möglichkeit, Kunden in Zukunft noch zielorientierter zu bewerben, denn den Listen aus Analytics liegen beispielsweise Kriterien festgelegter Ziele (Kunde hat mindestens für 50 Euro eingekauft, Kunde hat die Website mehr als fünf Mal besucht…) zugrunde – woraus Sie Ihre Remarketing-Anzeigen noch passgenauer auf Ihre potentiellen Kunden abstimmen können.

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