Wann ist ein Cookie-Hinweis nötig?

Online Marketing

Auf vielen Webseiten bekommen Nutzer zur Begrüßung einen sogenannten Cookie-Hinweis.

„Google nutzt Cookies, um den Traffic auf diese Website zu analysieren. Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website werden daher an Google übermittelt.“

Auf manchen Webseiten fehlt dieser Hinweis allerdings. Dieser Artikel erklärt, wann Cookies genutzt werden dürfen, und wann ein entsprechender Hinweis auf der Webseite erfolgen muss.

Was ist eigentlich ein Cookie?

Ein Cookie ist ein kleines Datenpaket, das von einer Webseite, die Sie besuchen, auf Ihrem Rechner gespeichert wird. Wird dieselbe Webseite erneut aufgerufen, werden alle Daten ungefragt an den Anbieter übermittelt.

Es gibt verschiedenartige Cookies: Mit Session-Cookies beispielsweise können Login Daten gespeichert werden, damit der User sich auf Unterseiten nicht erneut einloggen muss, sondern die gesamte Sitzung eingeloggt bleibt. Mit Cookies kann aber auch das Nutzerverhalten aufgezeichnet werden, welches für eine maßgenaue Werbung hilfreich ist.

Wann dürfen Cookies verwendet werden? 

Den rechtlichen Umgang mit Cookies regelt in der EU die „Cookie-Richtlinie“ (offizieller Name: E-Privacy-Richtlinie 2009/136/EG). Mit dieser Richtlinie sollten Tracking- & Targeting-Cookies, die dazu dienen, Werbung anhand des Nutzerverhaltens auszuspielen, nur mit vorheriger Zustimmung erlauben werden. Hierbei spricht man von einem Opt-In.

Diese Richtlinie wurde in Deutschland nicht in ein eigenes Gesetz umgesetzt, weil die Regierung der Meinung war, dass mit dem § 15 Abs. 3 Telemediengesetz die „Cookie-Richtlinie“ ausreichend abgedeckt sei.

Dazu muss man wissen, dass  EU-Richtlinien nicht automatisch allgemeingültiges Gesetz sind, sondern von jedem EU-Land einzeln umgesetzt werden müssen. Im § 15 Abs. 3 Telemediengesetz wird auf den Einsatz von Tracking- & Targeting-Cookies und die damit verbundenen Widerspruchsrechte hingewiesen. Diese besagt, dass solange getrackt werden kann, bis der User widerspricht (Opt-Out).

Was ist der Unterschied zwischen der Cookie-Richtlinie und §15 Abs. 3 Telemediengesetz?

Im § 15 Abs. 3 Telemediengesetz steht, dass es ausreicht, den Nutzer innerhalb der Datenschutzerklärung auf den Einsatz von Cookies hinzuweisen. Die Cookie-Richtlinie besagt, dass der Nutzer beim Besuch der Webseite einen entsprechenden Hinweis erhält und diesen erst bestätigen muss (Opt-In).

Was hat Google mit der Cookie-Richtlinie zu tun?

Google verpflichtet Nutzer, die die folgenden Google Produkte AdSense, DoubleClick for Publishers und DoubleClick Ad Exchange verwenden, einen Cookie-Hinweis auf der Webseite nach der EU-Cookie-Richtlinie zu platzieren. Hier finden Sie die Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU. Bei der Verwendung von Google Analytics oder AdWords ist laut Google kein Cookie-Hinweis notwendig.

Wann und wie muss man auf Cookies hinweisen?

Bei der Verwendung von Tracking- & Targeting-Cookies, worunter auch die oben genannten Google Produkte zählen, ist ein Hinweis, der beim Seitenaufruf eingeblendet wird, unbedingt notwendig. Der Hinweis sollte ausführlich darauf hinweisen, um welche Daten es sich handelt. „Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn Sie fortfahren diese Webseite zu nutzen. “

Cookies, die für den Seitenbetrieb notwendig sind, benötigen keine Opt-In-Bestätigung. Hier reicht es aus, in der Datenschutzerklärung drauf hinzuweisen. Ausführliche Informationen erhalten Sie auf der Seite von it-recht-kanzlei.de.

Google stellt auf der folgenden Seite Hilfen zur Verfügung, wie Cookie-Hinweise eingebunden werden können: http://www.cookiechoices.org

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