Wie Sie mit Hilfe von Segmenten mehr Informationen aus Ihrem AdWords-Konto herausholen!

AdWords

Erfolgreiche Kampagnen mit Google AdWords sind kein Hexenwerk – sofern man möglichst alle Funktionen kennt und weiß, diese richtig einzusetzen. Zugegeben: Es sind wirklich eine ganze Menge Funktionen, die gefühlt minütlich mehr werden. So bleibt auch AdWords-Profis nichts anderes übrig, als sich immer und immer wieder durch die Oberfläche zu klicken – auf der Suche nach Funktionen, Buttons, Hinweisen oder Einstellmöglichkeiten, die gestern noch nicht an dieser Stelle vorhanden waren.

So ist Google AdWords natürlich auf der einen Seite ein mächtiges Werkzeug, Ihre Text- und Image-Anzeigen genau an den Stellen auszuliefern, an denen sie von Ihrer Zielgruppe gut gesehen und vor allem geklickt werden.
Auf der anderen Seite bringen Ihnen all die schönen Aussteuerungsmöglichkeiten nichts, wenn sie sich später nicht auswerten bzw. nachvollziehen können und Ihre Optimierungsmaßnahmen nach dem „Gut-Glück-Prinzip“ angehen.

Mit der Funktion „Segment“ liefert Ihnen Google Informationen, von denen Sie möglicherweise nicht einmal wissen, dass Sie sie haben. Größtenteils handelt es sich dabei um essentiell wichtige Informationen, die Ihnen die tägliche Arbeit mit AdWords erleichtern wird.
Folgende Segmente auf Kampagnenebene sollten Sie sich einmal ansehen:
(Um die Segmente auf Kampagnenebene aufzurufen, klicken Sie auf „Segment“)

 

Segmente können in jeder Kampagnenebene durch Klick auf „Segment“ aufgerufen werden


Segment „Zeit“:

Sie schon immer wissen wollten, wann Ihre Kunden konvertieren – oder wann nicht – rufen Sie das Segment „Zeit“ auf. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Kampagnenperformance an verschiedenen Wochentagen, Wochen, Monaten, Quartalen, Jahren oder Tagesstunden zu beurteilen und miteinander zu vergleichen. Vielleicht können Sie hieraus ablesen, dass Ihre Nutzer vormittags am aktivsten sind und nachmittags und abends fast gar nichts mehr passiert? Wenn Sie Ihre Anzeigenauslieferung bisher auf „gleichmäßig über den ganzen Tag verteilen“ eingestellt haben, sollten Sie sie sschnell umschalten auf „beschleunigte Anzeigenschaltung“.


Segment „Conversions“:

Beachten Sie, dass Sie die Spalte Conv. (viele/Klick) eingeblendet haben, ansonsten können Sie die Segment-Einstellung nicht sehen. Nehmen wir an, Sie haben ein großes AdWords-Konto und mehrere Conversion-Codes im Einsatz (Code 1: Kunde hat sich zum Newsletter angemeldet, Code 2: Kunde hat ein Produkt bestellt). Mit der Segmentierung können Sie sich beide Ergebnisse auf einen Blick betrachten.

 

Segment „Werbenetzwerk“:

Sie möchten Ihre Display-Kampagne direkt mit Ihrer Such-Kampagne vergleichen? Dann können Sie das mit dem Segment „Werbenetzwerk“ tun. Vielleicht entdecken Sie dabei Themen (Anzeigengruppen), die im Display Netzwerk viel besser funktionieren als in der Suche. Vielleicht erkennen Sie dadurch auch, dass die Budgetaufteilung zwischen Suchkampagne und Display-Kampagne falsch aufgeteilt ist?

 

Segment „Klicktyp“:

Wenn Sie Anzeigenerweiterungen einsetzen (wenn nicht, können Sie hier nachlesen, wie das geht), hilft Ihnen diese Ansicht dabei zu erkennen, wann ein User beispielsweise auf einen Sitelink geklickt hat und wann auf die Überschrift der Anzeige. Natürlich können Sie das Instrument für jede weitere Anzeigenerweiterung nutzen. Auch spannend: Konvertieren die Ad-Extension-Klicker besser als diejenigen, die „nur“ auf die Überschrift geklickt haben?

 

Segment „Gerät“:

Der mobile Traffic hat im letzten Jahr besonders an Bedeutung gewonnen. Das Segment „Gerät“ eignet sich wunderbar dafür zu sehen, von wo die Suchanfragen Ihrer User kommen.  Ich habe mit dieser Funktion beispielsweise herausgefunden, dass viele Klicks über Smartphones oder Tablets ausgeführt wurden – die Conversion-Rates waren allerdings  sehr schlecht. Der Grund dafür lag auf der Hand: Die Landingpage hinter der Anzeige war nicht für mobile Endgeräte optimiert.

Ein weiterer Test mit einer eigenen mobilen Kampagne und passender mobil optimierten Seite zeigte eine drastische Steigerung der Conversion-Rate.


Segment „Test“:

Mit Hilfe von Kampagnentests können Sie Änderungen innerhalb Ihres Kontos für einen Teil Ihrer Anzeigen-Auktionen testen, bevor Sie sich entscheiden, die Einstellungen für alle Auktionen zu übernehmen. Mit dem Segment „Test“ können Sie Kontroll- und Testdaten miteinander vergleichen und sich dann dafür entscheiden, ob Sie den Test für alle Auktionen einsetzen möchten.

 

Segment: „Obere Position im Vergleich zu anderen“

Dass es wichtig ist, mit seiner Anzeige möglichst weit oben zu stehen ist nun wirklich nichts Neues mehr. Wie wichtig es aber ist, können Sie mit dem Segment „Obere Position im Vergleich zu anderen“ und an diesem Beispiel erkennen. Erschreckend, oder?

Die Anzeigenposition als entscheidender Einflussfaktor für Conversion-Rate und Kosten/Conversion

 

 

Segment „+1 Hinweise“

Mit diesem Segment können Sie sehen, wie die Nutzer mit den +1 Hinweisen Ihrer Anzeigen interagieren.

 

Segmente können Sie sich im Grunde auf jeder Ebene Ihres AdWords-Kontos ansehen – je nachdem was Sie interessiert und für Ihren Kampagnenerfolg spannend ist.
Für mich ist es ein sehr nützliches Instrument zur Kampagnenoptimierung, mit dessen Hilfe ich schon viele Impulse für neue Tests und Einstellungen erhalten habe. Probieren Sie es aus – Sie werden überrascht sein über das, was Sie bisher noch nicht wussten.

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